Legionärspfad Vindonissa

Nordtor (Porta Decumana)

Die Entdeckung des Nordtors (porta decumana) 1905 war bahnbrechend für die frühe Vindonissa-Forschung. Nun konnten die letzten Zweifel aus dem Weg geräumt werden: Vindonissa war tatsächlich ein Legionslager gewesen – und keine zivile Siedlung. Das Tor liegt an der Nordkante des Windischer Plateaus, direkt über dem Abhang zur Aare. Von hier hat man einen beeindruckenden Ausblick nach Norden, auf den Einschnitt der Aare durch die Jurakette. Die hervorragende strategische Lage des Plateaus am Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat sowie nah am wichtigen Aaredurchbruch in Richtung Norden hatten bereits die Römer erkannt. Die ausgezeichnete verkehrsgeographische Lage am Wasserschloss der Schweiz ermöglichte das schnelle und günstige Transportieren von grossen Warenmengen und Menschen zu militärischen Zwecken. Die Wasserwege banden Vindonissa in das grosse römische Fernhandelsnetz ein. Gute Verbindungswege für die Truppenbewegungen und die Versorgung der Soldaten waren im römischen Imperium ein zentrales Machtinstrument. Wertvolle Abfallhalde Die zur Aare abfallende Böschung war für Fuhrwerke vermutlich zu steil, weshalb das Nordtor nebst seiner Funktion als Wachposten noch einen anderen Zweck erfüllte: Durch das Tor wurden grosse Mengen an Abfall aus dem Lager gekarrt und am Nordhang abgelagert, bis ein gewaltiger Schutthügel entstand. Für die archäologische Forschung ist dieser Schutthügel von unschätzbarem Wert, da sich darin Tausende von Objekten, insbesondere aus Leder und Holz, erhalten haben – darunter die Fragmente von rund 600 hölzernen Schreibtäfelchen. Diese einmaligen Zeitzeugen des täglichen Lebens der Legionäre in Vindonissa sind heute im Vindonissa-Museum in Brugg zu sehen. Das Nordtor ist frei zugänglich.

 
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Mannschaftsunterkünfte (Contubernia)

Wie damals von den Legionären, wurden auch die nachgebildeten Contubernia im Legionärspfad Vindonissa ganz von Hand gebaut. Die dafür verwendeten Materialien, die Bautechniken und Masse sind bis ins Detail so originalgetreu wie möglich. Die wissenschaftliche Grundlage bildeten archäologische Grabungen in Vindonissa und anderen römischen Militärlagern. Aufbau der Contubernia Ein Contubernium (Stuben- oder Zeltgemeinschaft) bestand aus zwei Räumen. Den vorderen Raum nutzten die Legionäre zum Aufbewahren ihrer Waffen und Ausrüstung, der hintere diente ihnen als Wohn- und Schlafraum. Im Contubernium wurde auch gekocht, wie Feuerstellen belegen. Jeweils acht Legionäre wohnten zusammen in einem Contubernium – die Platzverhältnisse waren sehr eng. In der Regel fügten sich zehn Contubernia zu einer Mannschaftsbaracke (centuria) zusammen. Befehligt wurde diese insgesamt 80 Mann starke Einheit vom Centurio, einem Offizier. Seine Unterkunft lag am Kopfende einer Mannschaftsbaracke und war wesentlich grösser und komfortabler als die Unterkunft der Legionäre. Angebaute Werkstätten Arbeiten, die Platz brauchten (unter anderem das Reinigen und Reparieren der Waffen) erledigten die Legionäre vermutlich unter dem gedeckten Laubengang (porticus). In einem Legionslager gab es auch grosse Werkstattgebäude (fabricae), in denen gut ausgebildete Handwerker als Gefreite (immunes) verschiedenen Arbeiten z. B. in der Holz-, Metall- oder Lederverarbeitung nachgingen. Daneben gab es kleinere Werkstätten (fabriculae), welche direkt an die Contubernia angeschlossen. Die Contubernia können mit Museumseintritt besichtigt werden.

 
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Amphitheater (Amphitheatrum)

Das Amphitheater von Vindonissa ist das älteste Amphitheater der Schweiz. Es wurde durch die 13. Legion zuerst in Holz errichtet. Nach einem Brand ersetzte es die 21. Legion durch den heute erhaltenen Steinbau. Der Sitzplatzbereich (cavea) fasste rund 11'000 Zuschauer, und sein ovaler Schauplatz im Zentrum (arena) war mit 64x52 Metern der grösste unter den sieben bekannten Amphitheatern auf Schweizer Boden. Als römische Erfindung ist das Amphitheater auch in den Provinzen weit verbreitet und gilt als Kennzeichen römischer Kultur schlechthin. Beliebte Gladiatorenkämpfe In der Arena wurden dem Publikum Tierhetzen (venationes) und Gladiatorenkämpfe (munera) gezeigt. Besonders die Gladiatoren waren äusserst beliebt, und unter den Zuschauern bildeten sich richtige Fangemeinschaften. Für die Veranstalter waren die Spiele wegen ihrer grossen Beliebtheit im Volk auch von politischem Interesse: Wer sich die Spiele etwas kosten liess und bei den Gladiatorenpaarungen keinen Aufwand scheute, konnte mit dem Wohlwollen der Zuschauer rechnen. Gern wurden dem Publikum auch exotische Tiere vorgeführt: In Vindonissa könnte der Fund eines Kamel-Fussknochens in diese Richtung weisen. Da sich auch die Legionäre in ihrer Freizeit gern unterhalten liessen, gehörte das Amphitheater fast als Standard zu einem Legionslager. Es lag jeweils ausserhalb des Lagers, genauso wie der Exerzierplatz der Truppen (campus). Die ersten Ausgrabungen im Amphitheater fanden bereits 1897 statt. Seit 1898 ist das Bauwerk im Besitz der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Noch heute glaubt man, die Anspannung und den Lärm zu spüren, wenn man im Innern der Arena steht und in die Zuschauerränge blickt. Das Amphitheater ist frei zugänglich.

 
Legionärspfad Vindonissa

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Stichwort Kategorie Alle Kategorien Anreise Öffnungszeiten & Eintritt Besuch im Legionärspfad Vindonissa Barrierefreier Zugang Römische Schauplätze und selbständige Touren Veranstaltungen & öffentliche Führungen Familien & Kinder Gruppen Schulen Räume mieten & feiern Welche Museen gehören zu Vindonissa? Zu Vindonissa gehören die Museumsstandorte Legionärspfad Vindonissa in Windisch und das Vindonissa Museum in Brugg. Die beiden Museen bieten originale römische Schauplätze, Ausstellungen, Audio-Touren, Führungen und Veranstaltungen zum ehemaligen Legionslager Vindonissa. Der Legionärspfad Vindonissa ist zwischen April und Oktober geöffnet, das Vindonissa Museum ganzjährig. Die beiden Museumsstandorte können einzeln oder mit Kombi-Tickets besucht werden. Was bietet der Legionärspfad Vindonissa? Der Legionärspfad Vindonissa umfasst elf originale oder rekonstruierte römische Schauplätze (Stationen). Diese zeigen das Alltagsleben im ehemaligen Legionslager Vindonissa. Die Stationen können auf selbständigen Touren sowie bei Führungen und Workshops (für Gruppen und Schulen ) entdeckt werden. Anreise Wo befindet sich der Legionärspfad Vindonissa? Der Legionärspfad Vindonissa liegt in Windisch im Kanton Aargau ( Situationsplan ). Das Gästezentrum befinden sich auf dem Areal der Psychiatrischen Dienste Aargau / Königsfelden. Wie erreiche ich den Legionärspfad mit dem Auto und öffentlichem Verkehr? Der Legionärspfad Vindonissa ist gut mit Auto, Bahn und Bus erreichbar. Kostenpflichtige Parkplätze gibt es auf dem Areal der Psychiatrischen Dienste Aargau / Königsfelden sowie beim Parkhaus Campus (FHWN/Bahnhofstrasse). Zu Fuss erreichen Sie den Legionärspfad vom Bahnhof Brugg in ca. 15 Minuten. Vor allem bei Veranstaltungen empfehlen wir die Anreise mit Zug und Bus. Weitere Informationen zur Anfahrt finden Sie unter Anreise . Sind Parkplätze vorhanden? Parkplätze stehen beim Parkhaus Campus (Bahnhofstrasse/FHWN) zur Verfügung (kostenpflichtig). Von dort sind es ca. 10 Minuten zu Fuss bis zum Legionärspfad Vindonissa. Parkieren können Sie auch auf dem Areal der Psychiatrischen Dienste Aargau / Königsfelden. Weitere Informationen zur Anfahrt finden Sie unter Anreise . Gibt es Velowege zum Legionärspfad? In der Region Brugg/Windisch gibt es mehrere Radwege ( Übersicht bei Aargau Tourismus ). Gibt es Wanderwege zum Legionärspfad In der Region Brugg/Windisch gibt es viele Möglichkeiten für Wanderungen ( Übersicht bei Aargau Tourismus ). Gibt es Parkplätze für Reisecars? Es stehen zwei Car-Parkplätze auf dem Areal der Psychiatrischen Dienste Königsfelden zur Verfügung (bei der Kindertagesstätte Villa Rägebogen). Die Car-Parkplätze liegen unmittelbar neben dem Legionärspfad ( Situationsplan ). Öffnungszeiten & Eintritt Wie sind die Öffnungszeiten des Legionärspfads? Der Legionärpfad Vindonissa ist vom April bis Oktober von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen offen. Detaillierte Informationen unter Öffnungszeiten . Hat der Legionärspfad an Feiertagen geöffnet? Ja, der Legionärspfad ist während der Saison von April bis Oktober auch an Feiertagen wie Ostern oder Pfingsten geöffnet (auch montags). Weitere Informationen unter Öffnungszeiten . Wieviel kostet der Eintritt? Alle Preise und Ermässigungen finden Sie unter Eintrittspreise . Wie lange ist der bezahlte Eintritt gültig? Der Eintritt ist für den jeweiligen Tag gültig. Wo kann ich Tickets kaufen? Eintrittstickets erhalten Sie an der Kasse und im Online-Shop . Tickets für Veranstaltungen können Sie teilweise auch online beziehen (siehe jeweilige Veranstaltung). Ich möchte nebst dem Legionärspfad auch das Vindonissa Museum in Brugg besuchen. Gibt es Kombi-Tickets? Ja, Sie können beide Museumsstandorte mit dem Vindonissa-Kombiticket besuchen. Mehr Informationen unter Eintrittspreise . Gibt es Vergünstigungen? Der Legionärspfad bietet Vergünstigungen für Studierende, Familien, Gruppen und Schulen. Diverse Karten wie Museumspass oder Raiffeisenkarte berechtigen zudem zu reduziertem oder kostenlosem Eintritt. Weitere Informationen unter Vergünstigungen . Ist die Raiffeisenkarte (Museumspass) im Legionärspfad gültig? Ja, die Raiffeisen Member Plus Karte ist gültig und berechtigt zum kostenlosen Eintritt (bei grösseren Veranstaltungen evt. Aufpreis oder nicht gültig). Ich möchte nur im Bistro Popina etwas Essen und Trinken. Kostet dies Eintritt? Der Besuch im Bistro Popina mit römischem Ambiente ist kostenlos und während der Öffnungszeiten möglich. Das kleine Bistro bietet Café, Getränke und Snacks. Wo kann ich Geschenk-Gutscheine für den Legionärspfad kaufen? Gutscheine für den Legionärspfad Vindonissa sind erhältlich im Online-Shop sowie vor Ort im Gästezentrum. Besuch im Legionärspfad Vindonissa Wieviel Zeit sollte man sich für den Besuch einplanen? Die Aufenthaltszeit ist abhängig von der Auswahl der jeweiligen Audio-Tour. Diese dauern von ca. 45 Minuten bis zu 3 Stunden. Weitere Informationen zu den einzelnen Touren finden Sie unter Touren durch den Legionärspfad . Wie kann ich im Legionärspfad Vindonissa zahlen? Akzeptiert werden CHF und EUR, Kreditkarten (u.a. Postcard, Maestro, Visa und Mastercard), sowie TWINT. Ich möchte etwas Essen und Trinken. Gibt es ein Restaurant/Café im Legionärspfad? Ja, das Bistro Popina in römischem Ambiente mit teilweise gedeckten Aussensitzplätzen bietet saisonale Köstlichkeiten und Getränke an. Das Bistro ist während der Museumsöffnungszeiten kostenlos zugänglich. Ist Picknicken erlaubt? Ja. Auf den Touren durch den Legionärspfad gibt es mehrere Picknickplätze. Ausserdem stehen für Gruppen und Schulklassen beim Gästezentrum zwei Feuerstellen zur Verfügung (mit Reservation). Weitere Informationen unter Picknick & Feuerstellen . Sind Hunde im Legionärspfad gestattet? Hunde dürfen grundsätzlich an der Leine mitgenommen werden. Wenn Sie eine Übernachtung, einen Workshop oder einen Kindergeburtstag gebucht haben, kontaktieren Sie uns bitte. Nicht alle Angebote sind geeignet, um Hunde mitzubringen. Ist das Fotografieren und Filmen im Legionärspfad erlaubt? Generelle Foto- und Videoaufnahmen sind im Legionärspfad gestattet. Private Shootings sind nur mit vorgängiger Anmeldung möglich. Kontaktieren Sie dazu unser Team Beratung & Verkauf . In den Innenräumen sind keine organisierten Foto- und Videoaufnahmen gestattet. Ist das Tragen von Rucksack oder Handtasche im Legionärspfad erlaubt? Ja, das Tragen von Rucksack oder Handtasche ist auf dem Legionärspfad erlaubt. Im Gästezentrum stehen zudem Schliessfächer zur Verfügung. Gibt es einen Museumsshop? Ja, der Legionärspfad bietet einen Shop mit Geschenken und Souvenirs . Ausgewählte Artikel sind auf Bestellung ( Museumsshop online ) erhältlich. Sind Drohnen im Legionärspfad erlaubt? Ja, das Fliegen von Drohnen ist erlaubt. Bitte beachten Sie die Vorgaben des Bundesamtes für Zivilluftfahrt BAZL . Darf ich auf dem Gelände rauchen? Das Rauchen im Freien ist gestattet. Ich habe etwas im Legionärspfad verloren. Gibt es ein Fundbüro? Wenden Sie sich an den Empfang im Gästezentrum oder das Team Beratung & Verkauf von Museum Aargau. Wie erreiche ich den Legionärspfad per Telefon oder E-Mail? Für generelle Fragen zum Legionärspfad wenden Sie sich bitte an das Team Beratung & Verkauf von Museum Aargau. Barrierefreier Zugang Ich bin gehbehindert. Kann ich nahe beim Legionärspfad parkieren? Für die Anreise mit dem Auto stehen Behindertenparkplätze auf dem Areal der Psychiatrischen Dienste Königsfelden zur Verfügung. Diese sind wenige hundert Meter vom Gästezentrum des Legionärspfads entfernt. Der Weg ist eben und mit Rollstuhl sowie Rollator passierbar. Weitere Informationen unter Barrierefreier Zugang . Ist der Legionärspfad barrierefrei? Die römischen Schauplätze sind grösstenteils barrierefrei und können mit Rollstuhl sowie Rollator besucht werden. Detaillierte Informationen finden Sie unter Barrierefreier Zugang . Ist der Bistro Popina rollstuhlgängig? Das Bistro Popina ist für Besucherinnen und Besucher mit Rollstuhl oder Rollator zugänglich. Römische Schauplätze und selbständige Touren Wie kann ich den Legionärspfad erkunden? Der Legionärspfad kann auf einer selbständigen Audio -Touren entdeckt werden. Regelmässig finden zudem öffentliche Führungen statt. Im Angebot sind auch buchbare Angebote für Gruppen und Schulen . Wie funktionieren die Audiotouren im Legionärspfad? Die Audiotouren starten im Gästezentrum des Legionärspfad in Windisch. Zur Auswahl stehen Spiel-Touren (für Familien und Schulen ) sowie Themen-Touren (für Erwachsene ). Diese Audiotouren ermöglichen einen spielerischen Rundgang durch den Legionärspfad und dauern zwischen 45 Minuten und 3 Stunden. In welchen Sprachen sind die Texte der römischen Schauplätze und die Audiotouren übersetzt? Die Beschriftungen der römischen Schauplätze sind in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Alle Spiel- und Thementouren (selbständige Rundgänge mit Audio-Guide) sind in deutscher Sprache. Die Spiel-Tour "Werdet Römer" (für Familien und Schulen ) ist zusätzlich in Französisch und Englisch verfügbar. Veranstaltungen & öffentliche Führungen Wo kann ich Tickets für Veranstaltungen und öffentliche Führungen kaufen? Tickets sind an der Kasse erhältlich sowie teilweise auch online. Detaillierte Informationen finden Sie bei den jeweiligen Veranstaltungen . Welche Veranstaltungen und öffentlichen Führungen finden statt? Aktuelle Veranstaltungen und öffentlichen Führungen finden Sie im Veranstaltungskalender . Familien & Kinder Was bietet der Legionärspfad für Familien und Kinder? Der Legionärspfad bietet für Familien selbständige Spiel-Touren durch die römischen Schauplätze von Vindonissa. Regelmässig finden auch Veranstaltungen für Kinder statt, unter anderem wöchentlich der " Familiensonntag im Legionärspfad ". Weitere Informationen unter Veranstaltungen . Bietet der Legionärspfad spezielle Veranstaltungen für Familien an? Viele Veranstaltungen auf dem Legionärspfad sind auf Familien ausgerichtet. Unter anderem findet jeden Sonntag der "Familiensonntag im Legionärspfad Vindonissa " statt. Alle Events finden Sie im Veranstaltungskalender . Wie viel kostet der Eintritt für die Familien? Der Legionärspfad bietet vergünstigte Familientickets. Detaillierte Informationen finden Sie unter Eintrittspreise . Kann ich mit dem Kinderwagen den Legionärspfad entdecken? Ja. Das ganze Areal kann mit dem Kinderwagen befahren werden. Einzelne römische Schauplätze sind nur über Treppen zu erreichen. Gibt es einen Wickeltisch im Gästezentrum? Ja, auf den Toiletten im Gästezentrum ist ein Wickeltisch vorhanden. Gibt es einen Kinderhort? Nein, der Legionärspfad bietet keinen Hort an. Kann ich im Legionärspfad mit Kindern Geburtstag feiern? Ja, der Legionärspfad Vindonissa bietet unvergessliche Geburtstagsfeste für kleine Besucherinnen und Besucher sowie weitere Angebote für Kinder. Weitere Informationen unter Angebote für Familien . Gruppen Was bietet der Legionärspfad für Gruppen? Der Legionärspfad bietet Führungen, Workshops und weitere Angebote für Gruppen an. Unser Tipp: Unternehmen Sie eine Zeitreise in die Antike und übernachten Sie mit Freunden oder Familie in unserer nachgebauten Legionärsunterkunft Contubernia. Weitere Informationen finden Sie unter Angebote für Gruppen . Gibt es Vergünstigungen für Gruppen? Der Legionärspfad bietet vergünstige Preise für Gruppen ab 10 Personen. Detaillierte Informationen finden Sie unter Eintrittspreise . Wie kann ich ein Angebot für Gruppen buchen? Reservationsanfragen können Sie direkt online bei den jeweiligen Gruppenangeboten tätigen. Unser Team Beratung & Verkauf ist zudem per Kontaktformular oder telefonisch erreichbar. Kann man auf dem Legionärspfad übernachten? Ja. Der Legionärspfad bietet für Schulen , Familien und Gruppen eine unvergessliche römische Nacht in den original rekonstruierten Legionärsunterkünften. Ein erfahrener Legionär zeigt was ein römischer Soldat können musste: Dazu gehört marschieren, kämpfen, kochen und Lagerfeuer-Stimmung. Sind Führungen für Gruppen auch in anderen Sprachen buchbar? Ja, dies ist auf Anfrage möglich. Kontaktieren Sie dazu direkt das Team Beratung & Verkauf von Museum Aargau. Ich möchte mit einer Gruppe den Legionärspfad selbständig besuchen. Braucht es eine Anmeldung? Ja, Gruppen müssen sich im Vorfeld anmelden. Kontaktieren Sie dazu direkt das Team Beratung & Verkauf von Museum Aargau. Schulen Was bietet der Legionärspfad für Schulen? Der Legionärspfad bietet für Schulklassen selbständige Spiel-Touren, Führungen und Workshops an. Ein unvergessliches Erlebnis ist die römische Übernachtung in den original nachgebauten Legionärsunterkünften. Im Zentrum der Vermittlung stehen der Alltag im Legionärspfad und die römische Antike im Allgemeinen. Weitere Informationen unter Angebote für Schulen . Wieviel kostet der Eintritt für Schulen bzw. gibt es Vergünstigungen? Der Legionärspfad bietet vergünstigte Eintrittspreise für Schulklassen, Studierende und Kindergärten. Weitere Informationen unter Eintrittspreise . Können Aargauer Schulen von einem Sonderpreis profitieren? Ja, Schulen aus dem Kanton Aargau profitieren von 50% Rabatt auf Anreise, Eintritt und Vermittlungsangebot ( Impulskredit "Kultur macht Schule" ). Sind Führungen und Workshops für Schulen ausserhalb der Öffnungszeiten möglich? Nein, dies ist nicht möglich. Sind Führungen für Schulen auch in anderen Sprachen buchbar? Ja, dies ist auf Anfrage möglich. Ich möchte mit einer Schule den Legionärspfad selbständig besuchen. Braucht es eine Anmeldung? Ja, Schulklassen müssen sich im Vorfeld anmelden. Kontaktieren Sie dazu direkt das Team Beratung & Verkauf von Museum Aargau. Kann man mit Schulklassen im Legionärspfad übernachten? Ja. Der Legionärspfad bietet für Schülerinnen und Schüler eine unvergessliche römische Nacht in den original rekonstruierten Legionärsunterkünften. Ein erfahrener Legionär zeigt, was ein römischer Soldat können musste: Dazu gehört marschieren, kämpfen und kochen. Highlight ist die römische Übernachtung mit Lagerfeuerstimmung. Räume mieten & feiern Für welche Zwecke vermietet der Legionärspfad Räumlichkeiten? Die Räume des Legionärspfads können für private und geschäftliche Anlässe gemietet werden. Römische Schlemmerangebote und ausgewählte Begleitprogramme runden Ihre Veranstaltung ab. Weitere Informationen unter Räume mieten . Welche Räume vermietet der Legionärspfad? Eine Übersicht der römischen Räumlichkeiten finden Sie unter Räume mieten . Wie viele Gäste haben in den Räumen des Legionärspfad Platz? Der Legionärspfad vermietet Räume für 6 bis 350 Personen. Mehr zu den einzelnen Lokalitäten unter Räume mieten . Wann kann ich Räume auf dem Legionärspfad Vindonissa mieten? Der Legionärspfad ist jeweils von April bis Oktober geöffnet. Was kostet die Miete von Räumen? Für Preise zu Vermietungen kontaktieren Sie bitte direkt das Team Beratung & Verkauf von Museum Aargau. Kann ich vor oder nach meinem Anlass eine Führung oder einen Workshop buchen? Ja. Der Legionärspfad bietet zahlreiche Angebote für Gruppen an. Diese lassen sich ideal mit Ihrem Anlass verbinden. Wie funktioniert das Catering? Unsere Caterer stellen römische Menüs oder weitere Köstlichkeiten nach Ihren Wünschen zusammen. Welche technische Infrastruktur bieten die Räume? Je nach Wunsch können die Räume mit Stehpult, Beamer, Leinwand und Audioanlage ausgestattet werden. Haben Sie eine Frage? Name* Bitte geben Sie Ihren Namen ein! E-Mail Adresse* Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein! Ihre Frage* Bitte geben Sie Ihre Frage ein (mindestens 10 Zeichen)! * Pflichtfelder Senden Ihre Nachricht wurde erfolgreich gesendet. Ein Fehler ist aufgetreten.

 
Kloster Königsfelden

Sammlung

Seit 1830 ist die Sammlung kontinuierlich gewachsen und setzt sich aus vielfältigen Beständen zusammen: Sie vereint Nachlässe vieler Aargauer Schlösser und Klöster, zahlreiche Schenkungen privater Sammlerinnen und Sammler, Übernahmen aus Firmenarchiven sowie gezielte Ankäufe. In dieser Vielfalt spiegelt sich die Geschichte und Kultur des Kantons Aargau in ihren unterschiedlichsten Facetten. Zugleich wird die Sammlung laufend erweitert, um auch künftigen Generationen ein möglichst umfassendes Bild der Aargauer Vergangenheit und Gegenwart zu überliefern und anhand originaler Objekte erlebbar zu machen. Sammeln, Bewahren, Forschen Zu den Kernaufgaben eines Museums gehören das systematische Sammeln, das fachgerechte Aufbewahren und das wissenschaftliche Erforschen von Objekten. Ein Sammlungskonzept legt fest, nach welchen Kriterien Objekte aufgenommen werden. Jedes neu erworbene Stück wird von Fachpersonen inventarisiert, dokumentiert, digital zugänglich gemacht und für eine langfristige Lagerung konserviert. Bei Bedarf erfolgen aufwendige Restaurierungen. Erst durch diese sorgfältige Arbeit können die Objekte ihre Rolle als "Grundlagenmaterial" für Forschung, Ausstellungen und Vermittlungsangebote erfüllen. Was Besucherinnen und Besucher in den Dauer- und Sonderausstellungen von Museum Aargau auf den Schlössern und den Klöstern sehen, ist somit nur ein kleiner Ausschnitt der Sammlung Museum Aargau. Der weitaus grössere Teil der Sammlung bleibt im Sammlungszentrum Egliswil verwahrt und wartet darauf, in künftigen Ausstellungen ans Licht zu treten und sich als beredtes Zeugnis der Aargauer Geschichte und Kultur zu präsentieren. MEHR ZUR SAMMLUNG Schatzkammer der Sammlung Sammlungszentrum Egliswil Digital entdecken Sammlung online Unterstützung Dienstleistungen Führungen Sammlung besuchen

 
Legionärspfad Vindonissa

Kontakt

Kontakt und Reservationen Legionärspfad Vindonissa – Museum Aargau Königsfelderstrasse 265 5210 Windisch Telefonische Erreichbarkeit Telefon 0848 871 200 Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr / 13-16:30 Uhr November bis März nur vormittags Gedruckte Broschüren bestellen Newsletter abonnieren Kontaktformular Vorname * Nachname * Adresse * PLZ * Ort * E-Mail * Mobilnummer * Nachricht Ich möchte den E-Mail-Newsletter abonnieren für: Erwachsene (1x monatlich) Familien (3x jährlich) Lehrpersonen (3x jährlich) Ich möchte Infos per Post: Veranstaltungsmagazin (3x jährlich) Familienmagazin CHUMM (2x jährlich) Schulklassenprogramm (2x jährlich) Gruppenprogramm (1x jährlich) Senden Geschäftsleitung Museum Aargau Mitglieder der Geschäftsleitung Dr. Marco Sigg Direktor E-Mail Sibylla Fischer Fachbereichsleiterin Marketing & Kommunikation E-Mail Rahel Göldi Fachbereichsleiterin Programm Museum (stv. Direktorin) E-Mail Andrea Lehner Fachbereichsleiterin Gästeservice E-Mail Thomas Lüscher Fachbereichsleiter Betrieb & Administration E-Mail Dr. Rudolf Velhagen Fachbereichsleiter Sammlung & Konservierung E-Mail Organisation Direktion Name Funktion Kontakt Dr. Marco Sigg Direktor E-Mail Rolf Kromer Assistent des Direktors E-Mail Judith Vögele Verantwortliche Projektportfolio-Management und Prozessorganisation E-Mail Sammlung & Konservierung Name Funktion Kontakt Dr. Rudolf Velhagen Fachbereichsleiter Sammlung & Konservierung E-Mail Thomas Imfeld Konservator-Restaurator E-Mail Yves Doerfel Sammlungskurator (stv. Fachbereichsleiter) E-Mail Programm Museum Name Funktion Kontakt Rahel Göldi Fachbereichsleiterin Programm Museum (stv. Direktorin) E-Mail Samuel Studer Leiter Ausstellungen E-Mail Dr. Dorothee Rempfer Leiterin Bildung & Vermittlung E-Mail Brigitte Poffa Koordinatorin Museumsführer/-innen E-Mail Michael Melchior Koordinator Pool Vermittlung Vindonissa E-Mail Roger Pfyl Koordinator Pool Vermittlung Vindonissa (stv. a.i. Fachbereichsleiter Programm) E-Mail Dr. Monika Imboden Leiterin Freiwilligenprogramm E-Mail Gästeservice Name Funktion Kontakt Andrea Lehner Fachbereichsleiterin Gästeservice E-Mail Inga Raheem Leiterin Empfang I Gästeservice Ausstellungen, Verantwortliche Systemadministration (stv. Fachbereichsleiterin) E-Mail Carla Hauser-Brun Leiterin Beratung & Verkauf E-Mail Isabelle Odematt Teamleiterin Empfang I Gästeservice Schloss Wildegg E-Mail Sabrina Koch Teamleiterin Empfang I Gästeservice Schloss Hallwyl E-Mail Britta Lutz-Jentzsch Teamleiterin Empfang I Gästeservice Schloss Habsburg E-Mail Brigitte Däpp Teamleiterin Shop I Gästeservice Schloss Lenzburg E-Mail Barbara Brücker-Suhner Teamleiterin Empfang I Gästeservice Kloster Königsfelden E-Mail Andrea Huser Teamleiterin Empfang I Gästeservice Vindonissa E-Mail Sabrina Hubacher Teamleiterin Empfang I Klosterhalbinsel Wettingen E-Mail Betrieb & Administration Name Funktion Kontakt Thomas Lüscher Fachbereichsleiter Betrieb & Administration E-Mail Benjamin Mäder Betriebsleiter Schloss Wildegg E-Mail Martin Sulser Betriebsleiter Schloss Hallwyl E-Mail Daniel Rimann Betriebsleiter Schloss Habsburg, Schloss Lenzburg, Sammmlungszentrum Egliswil E-Mail Thilo Jordan Betriebsleiter Vindonissa Museum, Legionärspfad Vindonissa, Kloster Königsfelden E-Mail Christoph Weber Betriebsleiter Klosterhalbinsel Wettingen / Verantwortlicher IT- und Technik Museum Aargau (stv. Fachbereichsleiter) E-Mail Sanela Stepanovic Leiterin Controlling Personal, Finanzen, Administration E-Mail Katharina Härdi Leiterin Gastronomie Museum Aargau, Leiterin Bistro Schloss Hallwyl E-Mail Melanie Brunner Leiterin Bistro Schloss Wildegg E-Mail Marketing & Kommunikation Name Funktion Kontakt Sibylla Fischer Fachbereichsleiterin Marketing & Kommunikation E-Mail Pascal Meier Fachspezialist Kommunikation Multimedia (stv. Fachbereichsleiter) E-Mail Grégoire Luisier Fachspezialist Digital Media E-Mail Kommission Museum Aargau Kommissionsmitglieder Die vom Regierungsrat auf Amtsdauer gewählte Kommission Museum Aargau berät als Fachgremium die Leitung des Museum Aargau bei der konzeptionellen Weiterentwicklung und Ergänzung der Sammlung sowie in wichtigen Belangen der Ausstellungs- und Vermittlungstätigkeit. Kommissionsmitglieder Alain Burger, Wettingen, Präsident Jonas Bürgi, Bern Hannes Flück, Dr., Aarau Karin Fuchs, Prof. Dr., Steinhof SO Christian Mathis, Prof. Dr., Windisch Benjamin Ryser, Dr., Bern Regula Schmid Keeling, Prof. Dr., Bern Monika Waldis, Prof. Dr., Wettingen Danica Zeier, Zürich Hausordnung und Reglemente Hausordnung Benutzungs- und Gebührenreglement

 
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Picknick und Feuerstellen

Feuerstellen Auf dem Gelände des Gästezentrums Legionärspfad Vindonissa stehen zwei Feuerstellen für Gruppen und Schulklassen zur Verfügung. Diese müssen vorgängig beim Team Beratung & Verkauf reserviert werden (Preis: CHF 30.-; inkl. Holz und Kohle). Picknick auf dem Legionärspfad Auf den Touren durch den Legionärspfad finden Sie mehrere Picknickplätze zur freien Verfügung. Wir bitten Sie Ihren Abfall vor Ort in den dafür vorgesehenen Abfalleimern zu entsorgen. Der Besuch des Bistros im Gästezentrum des Legionärspfad Vindonissa ist während der Öffnungszeiten ohne Museumseintritt möglich. Akzeptiert werden CHF in bar sowie Kreditkarten (u.a. Postcard, Maestro, Visa und Mastercard).

 
Kloster Königsfelden

Klosterkirche mieten

Kirche buchen Datum wählen Ab dem 1. Januar des aktuellen Jahres sind Buchungsanfragen für das darauffolgende Jahr möglich. Ihre Auswahl Übersicht schliessen Buchungsliste Sie können bis zu drei Angebote gleichzeitig anfragen. Weiter Veranstaltungsart Trauung Ziviltrauung Freie Trauung Kirchliche Trauung Business-Anlass Kulturelle Veranstaltung Feier Steh-Apéro Bankett Kapazität Filter entfernen Für diese Filterkriterien konnten leider keine Angebote gefunden werden. Kloster Königsfelden Buchbar von April bis Oktober Maximal 400 Personen Klosterkirche Ganze Klosterkirche (Schiff und Chor) für kulturelle Anlässe und Diplomfeiern Zur Liste hinzufügen

 
Kloster Königsfelden

Die Klosteranlage

Die Klosterkirche Königsfelden war einst der Mittelpunkt einer grossen und bedeutenden Doppelklosteranlage der Bettelorden der Franziskaner und Klarissen. Sie diente nicht nur als Lebenszentrum der dortigen Mönche und Nonnen, sondern war vor allem als Erinnerungsort für den ermordeten König Albrecht und der habsburgischen Dynastie an sich geplant. Die Klosterkirche Vor über 700 Jahren stiftete die habsburgische Königin Elisabeth von Görz und Tirol das Kloster Königsfelden. Sie reagierte so auf die Ermordung ihres Gatten, König Albrecht I. von Habsburg, im Jahr 1308. Für das Seelenheil von König Albrecht und anderer verstorbener Familienmitglieder wurde das Kloster als Erinnerungsort erbaut. Davon zeugen auch das Kenotaph (Scheingrab) mit der darunter liegenden Gruft, die heute allerdings keine Gräber mehr beherbergt. Nach Königin Elisabeth wurden weitere zehn Habsburgerinnen und Habsburger hier bestattet. Die Kirche ist eine Basilika. Dieser Bautyp besteht aus einem Langhaus, das in drei Teile aufgeteilt ist: das erhöhte Mittelschiff, beleuchtet durch eigene Fenster, sowie zwei kleinere Seitenschiffe. Das Langhaus mündet in den Chor, vor dem eine Schranke steht, der sogenannte Lettner. Der Chor stellt nicht nur im Hinblick auf die Glasmalerei der Fenster , sondern auch architektonisch den Höhepunkt des Kirchenbaus dar. Der Schlussstein im Zentrum der Decke ist mit Christus und seitlich mit der Inschrift "Rex Albertus" (König Albrecht) verziert. Darunter stand einst der Hauptaltar der Klosterkirche. Der ermordete König ist somit im Allerheiligsten der Kirche präsent. Rechts, in der Südwand, ist ein Becken, die sogenannte Piscina eingelassen: Sie diente der liturgischen Handwaschung. Daneben sind die Sitze der Priester in den Stein gehauen. Der Boden des Chors ist in einigen Teilen noch der Originalboden aus dem 14. Jahrhundert. Fehlende Teile wurden im gleichen Stil ersetzt. Holzkanzel, Grabplatte und Türen Gleich neben dem Kenotaph ist ein sehr seltenes Objekt zu besichtigen. Es handelt sich um eine mobile Holzkanzel, die 2011 analysiert wurde. Sie stammt aus der Gründungszeit des Klosters (1314–1330). Es gibt nur wenige Kanzeln dieses Typs, die bis heute erhalten sind. Im Langhaus befinden sich zahlreiche Grabplatten. Der grössere Teil stammt aus der Zeit der Berner Herrschaft, wenige von Gräbern des Mittelalters. An der Wand des nördlichen Seitenschiffs links ist eine gemalte Tafel aus dem 17. Jahrhundert zu sehen. Sie zeigt im Zentrum Herzog Leopold III. von Habsburg. Er wird flankiert von 27 Rittern, die alle mit ihm in der Schlacht von Sempach 1386 gefallen waren. Leopold III. war der letzte in der Königsfelder Gruft bestattete Habsburger. An der gegenüberliegenden Wand findet sich eine weitere Tafel mit den Wappen der Berner Hofmeister, die nach dem Ende der Habsburger Herrschaft das Kloster verwalteten. Blickt man vom Chor her ins Langhaus, fällt links auf der Höhe der Fenster gleich beim Eingang eine zugemauerte Tür auf. Sie war früher die Verbindung zwischen dem Frauenkloster und der Kirche und führte auf eine heute nicht mehr existierende Nonnenempore. Dort konnten die Nonnen an den Messen in der Kirche teilnehmen. Die Klosteranlage Bei der Gründung des Klosters Königsfelden wurde in der Stiftungsurkunde festgehalten, zwei Konvente auf dem Areal anzusiedeln. So entstand die Doppelklosteranlage. Ursprünglich war die Kirche von beiden Seiten mit je einem Konvent eingefasst: Nördlich lag der Franziskanerkonvent, von dem lediglich das sogenannte Archivgewölbe – der eigentliche Zweck des Raums ist bis heute unbekannt – dem Abbruch 1870 entging. In ihm sind Wandmalereien mit den gefallenen Rittern aus der Schlacht von Sempach 1386 zu sehen. Diese Darstellungen waren die Vorbilder für die im 17. Jahrhundert angefertigte hölzerne Tafel, die sich im Langhaus der Klosterkirche befindet. Die restlichen Gebäudeteile des Franziskanerklosters sind durch in den Boden eingelassene Steinplatten markiert. Südlich stehen noch Teile des Nonnenkonvents, zum Beispiel der Kreuzgang. Die umliegenden Gebäude geben in ihrer heutigen Ausdehnung nur noch einen ungefähren Eindruck der ehemaligen grossen Klosterbauten an dieser Seite. Auf dem Rückweg zur Kirche führt der Spaziergang durch einen ehemaligen Wirtschaftshof mit verschiedenen Gebäudeteilen. Diese Bauten wurden in bernischer Zeit neu errichtet oder stark umgestaltet, namentlich die Hofmeisterei mit ihrem markanten Treppenturm und dem Renaissance-Portal. Der ganze Bereich westlich der Kirchenfassade war im Mittelalter von Wirtschaftsbauten des mächtigen Klosters Königsfelden umgeben.

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Löwenscheune

Die klassizistische Löwenscheune aus dem 19. Jahrhundert geht in einen modernen Anbau über. Über dessen perforierte Metallfassade zieht sich ein dunkles Netz aus Blüten- und Blattmotiven. Diese Motive fallen bei Sonnenschein als Schattenwürfe in die Klosterscheune, Innen- und Aussenraum verschmelzen. Vermietung für öffentliche und private Anlässe Im Anbau sind die Betriebsräume der Genossenschaft Mensa Kanti Wettingen untergebracht. Diese betreibt die Mensa und Cafeteria der Kantonsschule. Ernährung gehört hier zur Schulkultur: Gegessen wird gemeinsam an den langen Tischen im historischen Teil der Löwenscheune. Ein Teil des Gemüses stammt aus der Klostergärtnerei . Nach dem Essen wird das Geschirr wie am Familientisch zusammengestellt und abgeräumt. Die Löwenscheune kann am Wochenende und während der Schulferien für private und öffentliche Anlässe gemietet werden. Mit dem Löwen- und Pfauensaal stehen zwei architektonisch einmalige Räume zur Auswahl. Idyllisch ist zudem die Gartenterrasse der Löwenscheune. Alte Mauern mit markantem Anbau: Die renovierte Löwenscheune auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Geschichte der Löwenscheune Wettingen 1836 liess Abt Alberich Denzler nach einem Brand die Löwenscheune als neue Scheune des Klosters Wettingen errichten. Die Löwenscheune ist damit das letzte bauliche Manifest des Klosters vor dessen Aufhebung 1841. Ab 1847 nutzte der Kanton Aargau das Kloster als Lehrerseminar. Die nicht mehr genutzte Löwenscheune wurde verkauft. Im Westteil der Scheune entstanden 15 Wohnungen, im Erdgeschoss eröffnete die Wirtschaft "Zum Löwen". Später kaufe der Kanton den Scheunenteil (1984) und den mit Wohnung und Restaurant umgebauten Westteil (1984) zurück und sanierte 2001 das ganze Gebäude leicht. Umbau und Einzug der Kanti-Mensa Ende der 1990er-Jahre wuchs die Kantonsschule Wettingen stark. Die zu klein gewordene Mensa sollte deshalb in die denkmalgeschützte Löwenscheune verlegt werden. 2002 gewann das Bieler Architekturbüro :mlzd den Wettbewerb für die Umnutzung und den Ausbau der Löwenscheune. Die Betriebsräume der Mensa (u.a. Küche und Essensausgabe) wurden im markanten Neubau mit der dunklen Fassade konzentriert. Der Neubau bildet einen starken Kontrast zur historischen Scheune. Die Scheune wurde durch eine Betondecke horizontal unterteilt. Im neu entstandenen Erdgeschoss befindet sich der Pfauensaal mit seinen alten Toren. Diese sind verglast und im Rundbogen mit aufgesetzten "Pfauenrädern" geschmückt. Im darüberliegenden Löwensaal dominiert der beeindruckende Dachstuhl sowie das Bruchsteinmauerwerk. Im Sommer 2008 nahm die Genossenschaft Mensa Kanti Wettingen den Gastronomie-Betrieb auf. Graziös: Der Pfauensaal in der Löwenscheune Wettingen. Geschichte Zeitstrahl Klosterkirche Kloster & Nebengebäude Spinnerei

Gradian
Eine Frau steht mit einem Handy in der Hand an einem Fluss.
Eine Frau steht mit einem Handy in der Hand an einem Fluss.

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