Museum Aargau

Das Berner Wappenbuch des Hans Ulrich Fisch I. von 1622

Zurück zum Blog 02. April 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Das Berner Wappenbuch von 1622 ist ein bedeutendes kunsthistorisches Objekt. Gleichzeitig verweist es auch auf die ehemalige Berner Herrschaft im Aargau. Auf Streifzügen entlang der Schlösser von Museum Aargau stossen aufmerksame Beobachter immer wieder auf Überbleibsel aus der Zeit der Berner Herrschaft. An der Mauer von Schloss Lenzburg prangt beispielsweise ein grosses Wappen mit dem Berner Bär. Ein der Öffentlichkeit weniger bekannter Schatz ist das Berner Wappenbuch von 1622 aus der Sammlung Museum Aargau. Im Blog Museum

 
Museum Aargau

Der Küchenabfall der Habsburg: Was Tierknochen verraten

Zurück zum Blog 03. November 2026 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Die Tierknochenfunde von Schloss Habsburg verraten überraschend viel über das Leben der frühen Habsburgerinnen und Habsburger: Was kam auf den Tisch, wie reich waren sie wirklich und wie wurde gejagt? 120 Kilogramm Tierknochen Bei archäologischen Ausgrabungen auf der Habsburg wurden rund 120 Kilogramm Tierknochen gefunden. Ein Teil wurde analysiert und ausgewertet. Aus dem 11. bis 13. Jahrhundert sind dies die Knochenfunde aus den ungestörten Grabungsschichten im Ostturm der Vorderen Burg. Sie stellen den alltäglichen

 
Vindonissa Museum

Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe!

Spiel-Tour für Kinder Geeignet für Ab 8 Jahre Preis Im Museumseintritt inbegriffen Dauer 90 Minuten Anmeldung Nicht erforderlich Ab 8 Jahre – Löst Rätsel und entdeckt einen römischen Schatz Rätsel lösen und einen echten Schatz aus Vindonissa entdecken: Beim Rundgang "Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe" schlüpfen Besucherinnen und Besucher in verschiedene Rollen: Archäologe, Ausgräberin, Grabungstechniker, Restauratorin, Wissenschaftler oder Museumsdirektorin. An authentisch nachgebauten Schauplätzen wie dem Grabungszelt, im Grabungscontainer, im Labor oder im Archiv warten knifflige

 
Vindonissa Museum

Vitrine AKTUELL

Preis: Im Museumseintritt inbegriffen Anmeldung: Nicht erforderlich 30 Grabsteine aus Vindonissa: Sprechende Steine und ihre Schicksale Die Kantonsarchäologie Aargau gestaltet die "Vitrine AKTUELL" im Vindonissa Museum jedes Jahr neu. Thema sind aktuelle Grabungen, aussergewöhnliche Funde oder Forschungsergebnisse. Entdeckung einer mittelalterlichen Siedlung Die "Vitrine AKTUELL" 2025/2026 präsentiert erste Erkenntnisse aus der Steimet in der Gemeinde Wölflinswil. Dort kam 2023 ein bisher unbekannter und schon vor 900 Jahren aufgegebener Ortsteil ans Licht. Überraschend fanden sich im ländlichen

 
IndustriekulTour Aabach

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Sammlungszentrum Egliswil

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Schloss Lenzburg

Schloss-Foxtrail Lenzburg

Foxtrail Buchen Sie Ihr Foxtrail-Erlebnis direkt online über www.foxtrail.ch. 150 Jagt den Fuchs, löst knifflige Rätsel und entdeckt das Drachenschloss Der Fuchs braucht eure Hilfe, um Bärtschi zu finden! Er sei der Schreiber und Berater von Landvogt Peter Bucher auf der Lenzburg. Zweifel sind angebracht! Nur wer clever ist, kann dem Fuchs auf dem gefährlichen Weg ins Schloss zu Bärtschi folgen. Der Foxtrail Schloss Lenzburg führt vom Bahnhof vor die Stadttore, wo sich der Fuchs erstmals bei Euch meldet, bevor er seine Spur durch die malerische Altstadt bis zum Fuss des Schlossbergs legt. Richtig

 
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Schloss Hallwyl

Kinder-Tour

Audio-Tour für Kinder Preis Museumseintritt 0 Entdecke Schloss Hallwyl auf eigene Faust! Entdeckt das Schloss Hallwyl auf eigene Faust: Ein Grossvater und seine Enkelin begleiten euch auf einer erlebnisreichen Audio-Tour durchs Schloss. Die beiden plaudern über vergangene Zeiten und die Gegenwart – und führen euch zu versteckten Ecken! Kinder-Tour durch Schloss Hallwyl: Entdecke Schloss Hallwyl auf eigene Faust!

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Der verlorene Garten von Schloss Hallwyl

Vor dem Schloss Hallwyl erstreckt sich ein grosser Kiesplatz. Was lange Jahre als Parkplatz herhalten musste, hatte die Familie von Hallwyl im 18. Jahrhundert als barocken Garten anlegen lassen.

Als der Kanton Aargau in den 1990er-Jahren das Schloss von der Hallwil-Stiftung übernahm, beschränkten sich die Sanierungsmassnahmen darauf, das Gelände des einstigen Gartens in seiner ganzen Ausdehnung wieder zu zeigen. Sieben Eibenkegel entlang dem Krebsbach erinnern an die strengen Gestaltungsprinzipien barocker Gärten.

Für eine Rekonstruktion des Gartens fehlte damals das Geld – was dafür erlaubt, den Platz für Veranstaltungen wie das Openair-Kino zu nutzen. Im Zuge der Recherchen zum Jahresthema "Aufgeblüht!" 2021 stiess das Team von Museum Aargau auf einen unveröffentlichten Plan des Gartens aus dem Jahr 1804.

Garten aus dem 18. Jahrhundert

Wann der Garten vor dem Schloss genau entstand, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. 1754 umgab ein Zaun das Areal östlich des Schlosses; vielleicht diente es damals als Gemüsegarten. Wahrscheinlich liess Bernhardine von Hallwyl den Garten anlegen. Sie wurde 1753 Witwe – noch keine 25 Jahre alt, verlor sie ihren um vierzig Jahre älteren Mann Johannes.

Bernhardine stammte aus einer alten Berner Patrizierfamilie und dürfte Gefallen an einem französischen Garten gefunden haben. Die Bauuntersuchung der Schlossanlage kam zum Schluss, dass die spätmittelalterliche Ufermauer um 1757 durch eine begradigte Mauer ersetzt wurde, die als Begrenzung für den neuen Garten diente.

Älteste Darstellung von 1779

Die erste bekannte Darstellung des Gartens von Hallwyl zeichnete Johann Martin Usteri, der Zürcher Dichter und Maler, von dem auch das Volkslied "Freut euch des Lebens" stammt. Er war mit Johann Heinrich Pestalozzi befreundet, der häufig im Schloss Hallwyl zu Gast war.

Die Skizze des sechzehnjährigen Usteri deutet ein Wasserspiel im Zentrum des Gartens an. Gegen den Bach zu lag eine gewölbte Gartenlaube. Ein Plan von 1780 zeigt die symmetrische Gliederung des Gartens mit einem Wegkreuz, wie sie für Gärten des 18. Jahrhunderts typisch war:

Der Gartenplan des Bündners Johannes Salzgeber

Wie aber war der Garten von Hallwyl bepflanzt? Darüber berichtet uns ein Reisender aus dem Bündnerland, der 1804 auf dem Schloss Hallwyl Halt machte: Johannes Salzgeber, Ammann von Seewis im Prättigau. Er kam auf Einladung Pestalozzis nach Hallwyl. Der Garten am Schlossgraben sei schön und wohl eingeteilt und ein "gelehrter Gärtner" besorge ihn, schreibt er in seinem Reisejournal.

An der östlichen Längsseite des Gartens standen 24 sehr hohe Pappeln als Windschutz. Davor waren 18 Steinobstbäume gepflanzt, wohl Kirschen, vielleicht auch Zwetschgen, Pflaumen oder gar Aprikosen.

Die acht quadratischen Parterres waren mit Buchs eingefasst. Dort wuchsen 60 "Gwerb Baüm von Obst". Ganz präzis scheint die Skizze nicht zu sein – tatsächlich stimmt die Anzahl Bäumchen am rechten Rand, doch wie auch immer man die Punkte in den Rabatten interpretiert, ergibt es nicht 60.

Ausgedehnter Obstanbau

Der Obstbau war in der Herrschaft Hallwyl um 1800 ein wichtiger Erwerbszweig: Salzgeber bemerkt auch, dass der junge Junker Carl von Hallwyl eine grosse Baumschule von etlichen hundert Bäumen angelegt habe, die ihm "reichlich Nutzen" bringe. Neben dem Schlossgarten lagen gegen Seengen zu zwei weitere, grössere Obstgärten.

Nachdem die Herrschaftsrechte 1798 in der Schweiz geendet hatten, war die wirtschaftliche Lage der Familie von Hallwyl zu schlecht, als dass sie sich einen Garten zu blossen Repräsentationszwecken hätte leisten können. Vermutlich hatte bereits Bernhardine von Hallwyl den Garten zu Lust und Nutzen anlegen lassen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich der Obstbau dann zu einem wichtigen Exportzweig der Schweiz aufgeschwungen – dank Eisenbahn und Dampfschiff.

200 Fuss lang, 72 Fuss breit

Wäre es nicht verlockend, im Frühling durch den blühenden Obstgarten vor dem Schloss Hallwyl zu wandeln und in der Gartenlaube oder beim Springbrunnen zu verweilen? Und im Herbst von einer reichen Ernte zu kosten? Johannes Salzgeber hat auch die Masse des Gartens vermerkt – 200 Fuss in der Länge und 72 Fuss in der Breite. Einer Rekonstruktion des einstigen Gartens stünde nichts im Weg – Es fehlt nur noch eine Sponsorin und der "gelehrte Gärtner".

Von Sarah Caspers

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