Museum Aargau

Das tragbare Sommergefühl - Zeitloser Textildruck aus Suhr

Zurück zum Blog 17. Juni 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Sommer: Die helle Jahreszeit steht nicht nur für heisse Tage und ein abkühlendes Bad. Auch im Sammlungszentrum in Egliswil hält der Sommer Einzug. Oder hat eingehalten. Denn in den Regalen und Ablagen schlummern wahre Schätze, die perfekt zu einem schönen Sommertag passen. "Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt." - Victor Hugo (1802-1885) Im Sammlungszentrum liegen zwischen diversen Raritäten und Kuriositäten auch Sonnenbrillen, Strohhüte und Kleider, deren Designs auch der

 
Museum Aargau

Kleine Kugel, grosse Welt: Der Globus von Schloss Wildegg

Zurück zum Blog 23. September 2026 Kategorie Neuzeit Hinter den kleinformatigen Welt- und Himmelskugeln stecken sowohl astronomische Vorstellungen wie auch historische Entdeckungen und handwerkliches Knowhow. Aber seit wann gibt es eigentlich Globen? Wie wurden diese hergestellt und was war ihr Verwendungszweck? Der Globus von Schloss Wildegg gibt Anlass, diesen und mehr Fragen auf den Grund zu gehen. Auffällig ist er nicht, der kleine Globus von Schloss Wildegg. Mit einem Durchmesser von lediglich 12,5 cm ist er sogar kleiner als die meisten anderen Globen. Wer das Schloss bereits einmal

 
Museum Aargau

"Walther Bürsten bürsten gut" – Zahnpflege mit dem Chefkurator

Zurück zum Blog 25. Juni 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Den Werbeslogan "Walther Bürsten bürsten gut, Walther Bürsten bürsten besser" kannte wohl jedes Kind. Chefkurator Rudolf Velhagen präsentiert in der Sammlung von Museum Aargau ein Bürsten-Set der ehemaligen Bürstenfabrik Walther in Oberentfelden AG Dieser Bekanntheitsgrad ist kein Wunder: Beim Besuch des Walther-Museums in der "Alten Bürsti" in Oberentfelden wurde mir bewusst, dass es für fast jede Lebenssituation irgendeine Bürste gibt. Dabei bilden Zahnbürsten (gewöhnliche und elektrische), WC-Bürsten, Schuhbürsten,

 
Museum Aargau

Licht ins Dunkel: Das farbige Mittelalter

Zurück zum Blog 08. Juli 2026 Kategorien Mittelalter Historische Kleidung Trug man im Mittelalter nur graue und braune Kleidung? Weit gefehlt! Eine Hommage an die Farbigkeit dieser Epoche. Das Klischee des "dunklen Mittelalters" hält sich in der breiten Bevölkerung und in der medialen Kultur hartnäckig – zum Frust von Historikerinnen und Historikern sowie anderen, welche sich mit dieser Epoche differenzierter auseinandersetzen. Wenn man im alltäglichen Kontext etwas als "mittelalterlich" bezeichnet, ist dies negativ geprägt und soll "rückständig" ausdrücken. Allerdings war das Mittelalter

 
Museum Aargau

5 faszinierende Fakten über römische Münzen

Zurück zum Blog 28. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Münzgeld verliert heutzutage zunehmend an Bedeutung. Römische Münzen waren bei den Römern hingegen das zentrale Zahlungsmittel und ermöglichten Einkäufe und Handel im ganzen Reich. Doch was macht römische Münzen so besonders und wofür wurden sie verwendet? "Pecunia non olet" – Geld stinkt nicht. Diese Redewendung geht auf Kaiser Vespasian zurück, der zur Finanzierung des Staates eine Steuer auf öffentliche Latrinen einführte. Als sein Sohn Titus die Moral dieser Steuer beanstandete, hielt Vespasian ihm Münzen

 
Schloss Lenzburg

Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung

Sonderausstellung Saison 2025/2026 Preis Im Eintritt inbegriffen 0 Sonderausstellung zur Pionierrolle in der Schweizer Museumspädagogik Schloss Lenzburg beleuchtet 2025/2026 in einer Sonderausstellung seine Pionierrolle in der Geschichtsvermittlung. Vor 50 Jahren arbeiteten hier erstmals Museumspädagoginnen und -pädagogen spielerisch mit Kindern – ein Novum in der Schweiz. In der kleinen Ausstellung "Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung" erzählen Pionierinnen und Pioniere, wie sie ab 1975 Geschichte zum Erlebnis für alle Sinne machten – mit feuerspeienden Drachen, verkleideten Gräfinnen

 
Schloss Wildegg

Museumswald

Museumswald Preis Eintritt frei Ort Der Museumswald befindet sich oberhalb des Spielplatzes bei Schloss Wildegg 0 Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert Der Museumswald von Schloss Wildegg zeigt die Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert: als Speisekammer, Holzlieferant, Weidefläche und Jagdrevier. Kern des Museumswaldes ist die Waldweide. Im Früh- und Spätsommer grasen hier Geissen, wie vor 200 Jahren. Führungen und Workshops lassen diese historische Waldnutzung lebendig werden und beleuchten die heute so aktuellen Themen Biodiversität und Naturschutz. Museumswald auf Schloss

 
Museum Aargau

Schreibmaschine "Swissa Junior" von August Birchmeier's Söhne

Zurück zum Blog 30. März 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielten Schreibmaschinen als Instrument für die Textverarbeitung eine immer wichtigere Rolle. In der Schweiz und im Kanton Aargau wurde diese Entwicklung von der Schreibmaschinenfabrik August Birchmeier's Söhne entscheidend mitgeprägt. © Museum Aargau Schreibmaschine mit Schutzkoffer Das Metallgehäuse der in der Mitte der 1950er-Jahre hergestellten Schreibmaschine (9 cm x 31 cm x 27 cm) mit gerundeten Ecken ist hellblau lackiert. Die abgeschrägte Abdeckung wird oberhalb der Tasten von

 
Museum Aargau

Gemeinschaft und Identität – Feste in bürgerlichen Kreisen

Zurück zum Blog 03. September 2026 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Im Mittelalter waren Feste weit mehr als nur Gelegenheiten zum Feiern: Auch abseits der Höfe spielten Feste eine zentrale Rolle im gemeinschaftlichen Leben. In Dörfern und Städten förderten sie das Zugehörigkeitsgefühl, den Austausch und gemeinsame Traditionen. Während sich Obrigkeiten aufgrund ihrer Adelstitel bei Festen zusammenfanden, lag bürgerlichen Festen meist ein gemeinsamer Beruf oder ein geteiltes Interesse zugrunde. Im Spätmittelalter schlossen sich städtische Handwerker vermehrt zu Zünften zusammen, um

 
Museum Aargau

So machten es die Römer: Toga binden – mit Video

Zurück zum Blog 24. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Der Legionskommandant von Vindonissa zeigt euch im Video, wie die Römer eine toga drapieren. Die toga Das wichtigste Kleidungsstück im Römischen Reich war die toga , die üblicherweise weiss war. Getragen wurde sie von allen Männern, die das römische Bürgerrecht besassen. Das unterscheidet römische Bürger klar von Sklaven, Verbannten und Barbaren. Das Tuch war etwa 5 bis 6 Meter breit. Da der Legionskommandant legatus legionis , kurz Legat, dem Senatorenstand angehörte, trug er eine toga , die mit einem Purpurstreifen

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Einmal mit Karte, bitte! Kreditkarten "Made in Aargau"

Kontaktlos, virtuell, schnell gezückt und schon bezahlt. Heute geht eigentlich nichts mehr ohne Kreditkarte. Doch seit wann benutzen wir dieses Stück hochtechnisierten Plastiks? Und: Welche Rolle spielt der Kanton Aargau in dieser Geschichte der globalen Finanzwelt?

Das vorliegende Exemplar aus der Sammlung Museum Aargau wurde von der UBS im Jahr 2000 ausgestellt. Doch was hat es eigentlich mit den Sicherheitsmassnahmen und dem Logo Visa auf sich? Dafür ein kurzer Exkurs in die Geschichte der Kreditkarte.

Die Entstehung der Kreditkarte

In der langen Geschichte des Geldes ist die Kreditkarte an sich ein relativ neues Phänomen. Doch auch in den Jahrhunderten zuvor wurden nicht nur Münzen und später Papiergeld zu Zahlungszwecken eingesetzt. So existierten wohl im 12. Jahrhundert in verschiedenen italienischen Handelsstädten wie Genua sogenannte Wechselbriefe, die den Zahlungsverkehr zwischen verschiedenen Orten ohne Bargeld regelten.

So konnte Geld, das an einem Ort hinterlegt war, quasi an einem anderen Ort bezogen werden, wie wenn man heutzutage in einem anderen Land an einem Bankomat Bargeld bezieht. Die Wechselbriefe funktionieren aber eher ähnlich einem Kreditschreiben und waren auch oft mit Zinsen versehen.

Erste Kreditkarte von 1894

Die ersten Kreditkarten wurden in den USA ab dem Jahr 1894 ausgegeben. Zu Beginn wurden diese in Hotels an Gäste vergeben. Ab den 1920er-Jahren folgten dann grosse Mineralölkonzerne, Kaufhausgesellschaften und schliesslich auch Restaurantketten und Fluglinien. Diese Art der Kreditkarte funktionierte jedoch eher wie eine heutige Gutscheinkarte, da man sie nur in dem Geschäft benutzen konnte, welches sie ausgegeben hatten.

Die allererste universelle Kreditkarte wurde 1950 in den USA unter dem Namen Diners Club herausgegeben. Sie sollte vorerst nur von den Mitgliedern des Diners Clubs – Freunden und Bekannten der zwei Gründer Frank McNamara und Ralph Schneider – in circa zwei Dutzend ausgewählten New Yorker Restaurants zum Speisen auf Kredit eingesetzt werden.

Ab diesem Zeitpunkt setzte sich dann das Kreditkartensystem der heutigen Zeit durch, in dem die potentielle Kundschaft nach einer bestandenen Bonitätsprüfung eine Karte mit einer bestimmten Kredithöhe zugesprochen wird.

Grosse Vielfalt der Karten

Kurz nach dieser neuen Reglung folgte in den USA eine kurzfristige Explosion verschiedener ungeprüfter Kreditkarten, was schnell die Regierung auf den Plan rief, um dies zu regulieren. Nach dieser neuen Regelung konnten sich bald vor Allem zwei bis heute bekannte Namen durchsetzen: Mastercard und Visa.

Bei beiden handelt es sich um Bankkreditkarten, die zu Beginn der 1960er-Jahre aus Zusammenschlüssen verschiedener amerikanischer Banken entstanden waren. Schon im Verlauf der 1960er-Jahre weiteten dann beide Unternehmen ihre Operationen mittels Kooperationen mit anderen Banken zuerst nach Europa und schliesslich weltweit aus.

Noch heute wird nebst einigen anderen bekannten Namen wie "American Express" ein grosser Teil des Zahlungsverkehrs mit Kreditkarten über diese beiden Unternehmen abgewickelt. Doch auch alteingesessene Unternehmen wie Diners Club sind nach wie vor präsent. So ist bis heute die Vielfältigkeit der Kreditkarten ungebremst und auch neue Akteure wie Apple strömen auf den nunmehr meist virtuellen Markt.

Die Ausweitung dieses Systems des einfachen Zahlens auf Kredit hat gewiss seine Vorteile, doch führt es auch zu nicht zu unterschätzenden Problemen. Die Einfachheit des Konsums mit diesen Karten führte auch zu einem enormen Schuldenberg. Die Belastung von Haushalten mit Kreditkartenschuld ist in Ländern wie den USA ein enormes Problem.

Kreditkarte "Made in Aargau"

Auch in der Schweiz hat sich die Kreditkarte natürlich etablieren können. Die Zunahme der Lohn- und Gehaltszahlungen mittels Überweisungen machte hier zu Beginn der 1970er-Jahre die bargeldlosen Transaktionen populär. Im Lauf der 1970er und 80er-Jahre vervielfachten sich die elektronischen Zahlungsmöglichkeiten. 1968 konnte erstmals mit einer Lochkarte Geld an einem Bankautomaten bezogen werden und schon bald folgten die sogenannten Eurocard Kreditkarten und bald auch die allbekannten Debitkarten wie Maestro.

Die allbekannten Sicherheitsmassnahmen setzten sich auch Stück für Stück durch. War zu Beginn eine Unterschrift und die Angabe der Kartenummer oft ausreichen, was durchaus anfällig für Betrug war, so kamen bald auch elektronische Massnahmen wie das Magnetband oder der Chip dazu.

Präzisionsarbeit aus Aarau

Und wie ist nun der Kanton Aargau mit dieser Technologie verbunden? Nun für lange Zeit wurden solche Karten wie auch die vorliegende in Aarau von der Trüb AG hergestellt. Die 1859 gegründete Firma Trüb & Cie. war sowohl im Kartendruck als auch von 1892 bis 2005 im Druck von Wert- und Sicherheitspapieren tätig.

Die Firma leistete Pionierarbeit bei der Herstellung von Polykarbonat-Karten und brachte mit der Schweizer ID die weltweit erste Identitätskarte aus Polykarbonat unter die Leute. Das Unternehmen wurde 2015 von der niederländischen Gemalto-Gruppe übernommen und übt weiterhin noch seine Funktionen aus.

Von Lukas Becker

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