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Schweizer Schlössertag

420 Attraktionen für die ganze Familie Am 11. Schweizer Schlössertag öffnen rund 30 Schweizer Schlösser und Burgen ihre Tore mit Attraktionen für die ganze Familie. Schweizer Schlössertag 2026 auf Sch

 
Schloss Hallwyl

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Legionärspfad Vindonissa

Ausbildung zum Legionär

Workshop für Gruppen 90 Marschieren und kämpfen wie die Legionäre von Vindonissa Lassen Sie sich von einem Legionär in die Kampftechniken der römischen Armee einweisen, marschieren Sie im Kettenhemd u

 
Schloss Wildegg

Von Adler bis Eule: Greifvögel auf dem Schloss

50 Flug von Hand zu Hand und Spannendes zur Beizjagd im Mittelalter Falke, Eule oder Käuzchen: Sie sind die Stars dieses Tages. Der erfahrene Falkner und sein Team stellen die schönen Tiere vor und er

 
Schloss Wildegg

Auge in Auge mit dem Falken

Workshop für Schulen Geeignet für 1. bis 9. Klasse, Kindergarten 50 1. bis 9. Klasse – Einen Falken „federnah“ erleben Auf Schloss Wildegg begegnen die Kinder einem Falken "federnah": Ein Falkner gibt

 
Schloss Hallwyl

Auf in die Mühle!

Führung für Schulen Geeignet für 2. bis 9. Klasse 60 nicht parallel buchbar 2. bis 9. Klasse – Der Müller zeigt die Mühle Für Jahrhunderte klapperte die Schlossmühle am Bach und versorgte die Menschen

 
Schloss Lenzburg

Am Feuer

Workshop für Schulen Geeignet für: 5. bis 9. Klasse 150 Wartebereich A nicht parallel buchbar 5. bis 9. Klasse – Kochen auf dem Feuer, Essen wie im Mittelalter Gäste auf der mittelalterlichen Lenzburg

 
Schloss Lenzburg

Alltag im Mittelalter

Führung für Schulen Geeignet für 2. bis 9. Klasse 90 2. bis 9. Klasse – Wohnen, Essen und Kleidung auf der Burg vor 600 Jahren Wohl denen, die im Mittelalter auf einer Burg lebten! Das Gesinde sorgte

 
Schloss Lenzburg

Alltag im Mittelalter

Führung für Schulen Geeignet für 2. bis 9. Klasse 60 2. bis 9. Klasse – Wohnen, Essen und Kleidung auf der Burg vor 600 Jahren Wohl denen, die im Mittelalter auf einer Burg lebten! Das Gesinde sorgte

 
Schloss Habsburg

Alltag auf der Burg

Führung für Schulen Geeignet für 1. bis 6. Klasse 90 1. bis 6. Klasse – Burgenbau und Adelskultur im Mittelalter Die Legende erzählt, wie Radbot I. auf der Suche nach seinem Habicht auf dem Wülpelsber

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Legendärer Aargauer Schlitten: Der Küttiger "Frosch"

Der Winterzauber verwandelte auch dieses Jahr das Flachland in eine weiss bedeckte Schneelandschaft. Ausgerüstet mit einem guten Schlitten verlockt da so mancher Hügel und Berg mit einer rasenden Abfahrt.

Obwohl viele zum modernen Bob oder zum berühmten Davoser greifen werden: Einige dürften vielleicht doch den legendären Schlitten nutzen, den der Aargau hervorgebracht hat: den sogenannten "Küttiger Frosch".

Der originale Frosch aus dem 19. Jahrhundert

In der Sammlung des Museums Aargau ruht ein originaler "Frosch" aus dem 19. Jahrhundert, für dessen Herstellung die Gemeinde Küttigen bekannt war. Es handelt sich dabei um einen relativ einfach gestalteten Schlitten. Dieser wurde wohl vor allem von Kindern benutzt. Am unteren Rand der beiden nach vorne geschwungenen Holzstützen sind eiserne Kufen angebracht. Die Sitzfläche aus Holz weist derweil einen charakteristischen Schwung auf. Beim Material handelt es sich sehr wahrscheinlich um stabiles Buchenholz.

Wieso dieser Schlitten den Namen Frosch bekam, ist nicht genau bekannt. Möglicherweise liegt dies daran: Aufgrund der Bauweise bei der Abfahrt mit solch einem Schlitten mussten die Beine ausgestreckt nach oben gehalten werden. Dadurch bekam die darauf sitzende Person quasi Froschbeine.

Der Name des "Froschs" ist auf jeden Fall über Küttigen hinaus bekannt und ist spätestens seit der 1846 von Andreas Dietsch geschriebenen Mundart-Version der Bachfischet-Verse überliefert. Dabei handelte es sich in seiner ursprünglichen Form wohl um eine Art Spottvers der Aarauer Bevölkerung gegenüber den Nachbarn aus Küttigen. Doch, ob etwas abwertend gemeint oder nicht, durch die Verse wurde der Schlitten in der Feier des Bachfischet bis heute verewigt.

Der neue "Frosch" von Christina Rüetschi

Lange Zeit wurde der Schlitten dann nicht mehr hergestellt und konnte nur noch in Sammlungen und versteckt in Privatbesitzen überdauern. Doch in jüngster Zeit wurde dem "Frosch" auch ausserhalb der Versform zu einem zweiten Leben verholfen. Die studierte Produkte- und Industriedesignerin Christa Rüetschi, deren Urgrossvater einst die originalen Frösche herstelle, schuf nämlich im Jahr 2013 eine moderne Variante des Traditionsschlittens.

Das Modell entstand im Verlaufe ihres Studiums und besteht wie das Original im Wesentlichen aus Holz mit Kufen aus Metall. Mit dem leichteren, aber trotzdem strapazierfähigen Eschenholz gelang es ihr, den Schlitten im Vergleich zum Original handlicher zu machen. Die Freiräume zwischen den Streben geben ihm zudem ein luftiges Aussehen. Die neuen "Frösche" wurden dann in einer kleinen Serie in einer Schreinerei in Schaffhausen sorgfältig von Hand hergestellt.

Aargauer Tradition und Innovation

Solch ein bedeutendes Werk konnte sich natürlich die Sammlung von Museum Aargau nicht entgehen lassen. Deshalb erwarb das Museum Aargau ein Exemplar des modernen Schlittens, um dem altehrwürdigen Frosch Gesellschaft zu leisten. Denn als ein Zeugnis des aargauischen Traditionshandwerks und Designs stehen beide Schlitten für die überraschende Vielfalt des Kantons Aargau und dessen weitreichende Geschichte von Handwerk, Kreativität und Industrie.

Um dies zu würdigen sind beide Schlitten 2021 in der Sonderausstellung "Von Menschen und Maschinen" in Windisch zu sehen. Zu sehen sind sie in der Spiegelhalle inmitten von über 150 anderen Aargauer Erzeugnissen aus der Industriegeschichte. Wie auch die Ausstellung selbst widerspiegeln die beiden "Frösche" das interessante Zusammenspiel zwischen Tradition und Innovation des zwar kleinen, doch dynamischen Kantons und Industriestandorts Aargau.

Von Lukas Becker

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