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Wo sich Eichenlaub und Granatapfel treffen (75 Min.)

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Spurensuche - Auf der Fährte von Lupina und Anissa

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Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe!

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Reisen zwischen Buchdeckeln

Sonderausstellung 2024 Preis: im Museumseintritt inbegriffen Anmeldung: nicht erforderlich 0 Sonderausstellung in der historischen Bibliothek 2024 steht auf Schloss Wildegg Reiseliteratur im Fokus. Ei

 
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Die digitale Wunderkammer von Museum Aargau

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Klosterhalbinsel Wettingen

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Agnes von Ungarn und das Kloster Königsfelden: Frauenpower im Mittelalter

Man trifft sie oft an: Die Vorstellung der machtlosen Frauen im Mittelalter. Doch Agnes von Ungarn beweist das Gegenteil: Sie liefert uns die Geschichte einer mächtigen Frau, die nebst weltlichen sogar geistliche Belangen beeinflusste – und dies ohne jemals als Nonne ins Kloster einzutreten.

Ein blutiges Verbrechen

Ausschlaggebend für den Bau der Klosterkirche war die Ermordung König Albrechts I. von Habsburg am 1. Mai 1308. Die heimtückische Tat wurde vom Neffen des Königs Johannes («Parricida») begangen, weil sich dieser um seinen Anspruch auf Besitzungen der verstorbenen Mutter betrogen fühlte.

Auf einen brutalen Mord folgt eine Klostergründung

An der Stelle des Königsmordes gründete Königin Elisabeth, die Witwe des Königs, noch im selben Jahr ein Kloster. Sie nannte es «Königsfelden» – eine neue Wortschöpfung, welche den Status der Familie und Anspruch auf die Königswürde betont. Die Vollendung des Klosterbaus 1314 erlebte Elisabeth jedoch nicht mehr, denn sie starb 1313 mit ungefähr fünfzig Jahren. Trotzdem ist es ihrer Tatkraft zu verdanken, dass ein geschichtsträchtiger Memorialort für ihren verstorbenen Gatten, wie auch für das Geschlecht der Habsburger selbst, erschaffen wurde.

Agnes tritt in die Fussstapfen der Mutter

Nach dem Tod Elisabeths trat ihre bereits früh verwitwete Tochter Agnes von Ungarn in die Fussstapfen der Mutter. Ihr gelang es nicht nur das Vermächtnis der Mutter zu bewahren, sie schaffte es sogar, die Machtentfaltung Königsfeldens auf den Höhepunkt zu geleiten.

Schon zu Lebzeiten der Mutter war Agnes massgeblich an der Gründung des Klosters beteiligt. Nach dem Tod der Mutter führte sie deren Erbe fort: Agnes sorgte für die Vollendung des Baus der Anlage und erließ unter anderem 1318 die erste Klosterordnung. 1316 überführte sie schliesslich auch die Gebeine ihrer Mutter, deren letzten Wunsch folgend, von Wien nach Königsfelden und setzte diese in der Gruft der Basilika bei.

Agnes: Stifterin, Förderin und Pflegerin der Memoria

Der Nonnenkonvent der ansässigen Klarissen lag Agnes besonders am Herzen. Sie verhalf ihm zur Blüte seiner Zeit und zu grossem Reichtum, indem sie mitunter für eine grosszügige Ausstattung sorgte oder auch Ländereien und zahlreiche Schätze für den Klosterbesitz erwarb. Dies führte so weit, dass der Franziskanerkonvent finanziell von den Klarissen abhängig war. Agnes war weltliche Stifterin und Förderin des Klosters, aber auch eine eifrige Pflegerin der Erinnerungskultur («Memoria») ihrer Familie. Sie erfüllte dadurch die Erwartungen an die Stifterfamilie, welche schon bei der Gründung des Klosters festgehalten wurden.

Glasmalereien im Klosterchor dank Agnes 

Agnes selbst wohnte in einer Hofstatt, welche speziell für sie direkt neben dem Kloster errichtet wurde, und prägte die klösterliche Entwicklung maßgeblich. Ihr ist es zu grossen Teilen zu verdanken, dass wir heute noch die beeindruckenden Glasfenster im Chor betrachten können. Mit viel Herzblut setzte sich Agnes dafür ein, dass der Kirchenchor zwischen 1330 und 1350 mit prächtigen Glasmalereien ausgestattet wurde.

Eine Sondergenehmigung vom Papst

Zu Agnes’ Zeit war der Kirchenchor den ansässigen Franziskanern vorbehalten – nicht aber den Klarissen. Ihr Platz in der Kirche war die Nonnenempore, welche sich in erhöhter Position am Übergang in den Chor befand. Während es für die Mönche auf der Südseite des Chors einen separaten Eingang gab, blieb dies den Nonnen verwehrt. Diese Ungerechtigkeit soll Agnes nicht gepasst haben. So soll sie sich – nach gescheiterten lokalen Verhandlungen – an den Papst in Rom gewandt haben. Tatsächlich soll dieser eine Sondergenehmigung für Königsfelden ausgestellt haben, welche es den Nonnen erlaubte, von ihrer Klosteranlage durch einen neu errichteten Eingang in den Chor und auf die Nonnenempore zu treten.

Mehr als «nur» eine Stifterin des Klosters

Agnes wirkte auch in weltlichen Belangen der habsburgischen Vorlande mit. Über 400 Urkunden berichten uns von ihr, wobei sie entweder als Ausstellerin oder als Akteurin erwähnt wird. Des Weiteren wurde Agnes als Beraterin Herzog Albrechts II. und als Repräsentantin habsburgischer Interessen bei Konflikten zwischen den Eidgenossen und den Habsburgern als Vermittlerin beigezogen. Nicht zuletzt war sie auch im Besitz der habsburgischen Herrschaftsrechte im Eigenamt und im Amt Bözberg.

Zum Zeitpunkt von Agnes’ Tod 1364 zählte Königsfelden zu den reichsten Klöstern im habsburgischen Gebiet und war ein regionales Machtzentrum. Zwar war Agnes eine fromme Christin, dennoch ist bemerkenswert, dass ihr all dies gelang, ohne jemals selbst als Nonne ins Kloster einzutreten.

Agnes und Elisabeth: Vorbilder für Frauen 

Mehr als zwanzig Jahre nach Agnes’ Tod kam es 1386 zur bedeutsamen Schlacht bei Sempach. Die Machtverhältnisse sich anschliessend zu Gunsten der Eidgenossen gewendet haben. Doch die Strahlkraft der Habsburger – und insbesondere der Habsburgerinnen – im Schweizer Mittelalter vermag es, bis heute nachzuwirken. Unter ihnen finden wir zwei eindrückliche Frauen: Agnes und ihre Mutter Elisabeth, welche noch so manche Idee der machtlosen Frauen im Mittelalter über den Haufen zu werfen mögen.

Agnes von Ungarn: eine Frau an der Macht

Die Geschichte von Agnes liefert ein Exempel: Es gab definitiv mächtige Frauen im Mittelalter. Agnes agierte mit wirtschaftlichem, sozialem und politischem Geschick und mit viel Weitsicht. Sie setzte sich mit Herzblut für das Kloster Königsfelden ein und soll gar den Papst beeinflusst haben. Aber auf Etwas hatte selbst Agnes keinen Einfluss: Egal ob Frau, oder nicht: ausschlaggebend war ihre adelige Abstammung – ohne welche sie wohl nie eine solch mächtige Frau geworden wäre.

Von Valerie Lüthi

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