Klosterhalbinsel Wettingen

Historia

Audio-Tour Preis Museumseintritt Dauer der ganzen Tour ca. 75 Minuten 0 Eine Reise durch das Kloster mit 21 Stationen Entdecken Sie das Kloster Wettingen auf der Audiotour “Historia”. 21 Stationen füh

 
Museum Aargau

Rosalia signorum: Frühlingsfest in den römischen Legionen

Zurück zum Blog 31. März 2026 Categories Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Am 12. April 2026 feiert der Legionärspfad Vindonissa sein Eröffnungsfest . Im Fokus steht die rosalia signorum ,

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Kloster und Geschichte

KLOSTER UND GÄRTEN Konversen- und Mönchskirche Klosterkirche Heimat der Mönche Kloster und Nebengebäude Naturidylle an der Limmat Klosterpark und Gärten GESCHICHTE Geschichte Von der Klostergründung z

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Mönchskirche

Dauerausstellung Preis Museumseintritt 0 Imposantes Chorgestühl mit Holzschnitzereien Die Mönchskirche ist Teil der Klosterkirche und war früher nur Mönchen und Geistlichen zugänglich. Bekannt ist das

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Garten-Tour

Preis Der Eintritt in die Gärten ist kostenlos 0 Fünf Stationen mit Wissenswertem aus Vergangenheit und Gegenwart Die Klostergärten waren früher wichtige Lebensräume. Erfahren Sie auf diesem Rundgang

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Klosterkirche

Preis Eintritt frei 0 Imposante Kirche aus dem 13. Jahrhundert Die Klosterkirche Wettingen wurde 1256 geweiht und mehrfach umgebaut. Sie gehört zu den wenigen früh- und hochmittelalterlichen Klosterki

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Ausstellungen und Rundgänge

Erleben Sie auf der Klosterhalbinsel Wettingen interaktive Ausstellungen und Touren. Die Angebote eignen sich für Erwachsene, Familien und Schulen. Ob mit Kopfhörer, auf einer Rätseltour oder mit der

 
Schloss Habsburg

Habsburger Königsweg

Audio-Tour Preis Eintritt frei Geschichte als Hörspiel Erfahren Sie auf einem Rundgang durch Schloss Habsburg an sechs Audiostationen alles über den Aufstieg der Habsburger zur Weltmacht. Auf dem heut

 
Schloss Habsburg

Entdeckungstour: Rätsel rund um Feste

Entdeckungstour für Kinder Preis Eintritt frei Start Rätselheft im Gästezentrum erhältlich 0 Kniffliger Rundgang für Kinder Kleine Spürnasen aufgepasst! Museum Aargau lädt 2026 zu Entdeckungstouren an

 
Schloss Habsburg

Dauerausstellung

Dauerausstellung Preis Eintritt frei Tauchen Sie ein in die Bau- und Siedlungsgeschichte. Im Turm der Hinteren Burg von Schloss Habsburg befindet sich eine kleine Ausstellung zur Bau- und Siedlungsges

Gradian

Museumsblog

Spielleute im Mittelalter

Spielleute waren die Unterhaltungskünstlerinnen und -künstler des Mittelalters schlechthin. Kein Fest oder Jahrmarkt fand ohne sie statt. Trotz ihrer grossen Beliebtheit kämpften sie mit allerlei Vorurteilen.

Spielleute machten im Mittelalter Unterhaltungskunst aller Art. Sie musizierten, sangen und tanzten. Andere führten Zauberkunststücke auf, machten Witze und waghalsige Akrobatik oder boten ein Schauspiel dar.

Unterhaltungskunst im Mittelalter

Die Spielleute entstammten verschiedenen sozialen Schichten. Manche verarmte Adlige und Ritter betätigten sich als solche. Sogar entlaufene Nonnen und Mönche waren unter ihnen. Die meisten stammten jedoch aus der sozialen Unterschicht. Die Kinder von Spielleuten wurden oft selbst wieder Spielleute.

Gemeinsam war ihnen, dass sie nicht sesshaft und fast ständig unterwegs waren: Sie zogen von Stadt zu Stadt weiter, um Menschen zu unterhalten und ihr tägliches Brot zu verdienen. 

Spielleute sorgten überall für Unterhaltung, fröhliche Stimmung und gute Laune. Ihre Auftrittsorte waren äusserst vielfältig: Kein Fest fand ohne sie statt. Sie belebten Jahrmärkte und Fürstenhöfe, begleiteten Prozessionen oder unterhielten Leute in Wirtshäusern. 

Erkennungszeichen und Kleidung von Spielleuten

Spielleute waren sofort zu erkennen: Ihre farbige Kleidung sowie daran befestigte Schlitze und Glöckchen erregten die Aufmerksamkeit des Publikums. Diese trugen sie nicht ganz freiwillig: Kleiderordnungen schrieben ihnen auffällige Kleider vor, damit sie von den "ehrlichen" Personen unterschieden werden konnten.

Oft trugen Spielmänner Kleidung im sogenannten "mi-parti"-Stil. Bei Mi-Parti (dt. halb-geteilt) handelt es sich um in der Mitte hälftig geteilte Ober- und Unterbekleidung. Die beiden Seiten waren verschieden gefärbt oder gemustert. Kräftige Farben, insbesondere rot und grün, wurden hierbei verwendet.

Spielleute und die Kirche

Auch wenn Spielleute äusserst beliebte Unterhaltungskünstlerinnen und -künstler waren, kämpften sie mit vielen Vorurteilen. Besonders der Kirche und Klerikern waren sie ein Dorn im Auge, brachten sie doch Menschen von einem christlichen Lebenswandel ab. So würde ihre Musik etwa zu unsittlichem Verhalten verführen. Kirche und Kleriker betrachteten sie als Diener Satans.

Ironischerweise traten Spielleute auch in Klöstern auf. Die Haltung der Kirche gegenüber den Spielleuten war widersprüchlich.

Rechtliche Situation der Spielleute im Mittelalter

Die Vorurteile der Kirche gegenüber Spielleuten wirkte sich auf die weltliche Rechtsprechung aus. Spielleute galten als rechtlos, denn sie übten ein unehrliches Gewerbe aus. Sie hatten eingeschränkte Rechte. Zum Beispiel konnten sie nicht vor Gericht aussagen. Wenn jemand ihnen schadete, durften sie nur am Schatten des Täters Rache nehmen.

Fahrende Fremde

Spielleute waren mit vielen weiteren Vorurteilen konfrontiert. Als fremde, nicht sesshafte Fahrende ernteten sie viel Misstrauen. Da sie nirgendwo dazugehörten und auch nicht einen festen Platz in der Ständeordnung des Mittelalters hatten, galten sie als verdächtig. Ihr Beruf gehörte zu den unehrlichen und damit anrüchigen.

Da sie in Wirtshäusern übernachteten, bezichtigte man sie der Spiel- und Trunksucht sowie der Völlerei. Auch ein Hang zu Verbrechen sagte man ihnen nach.

Die Lage der Spielfrauen

Es gab ausserdem frauenspezifische Vorurteile. So rückten Zeitgenossen Spielfrauen in die Nähe von Dirnen. Gerade Tänzerinnen betrachteten sie als anrüchig und sündhaft. Prediger behaupteten, ihre Gesichtsschminke hätten sie direkt vom Teufel erhalten, um Männer zu verführen. Die Spielfrauen machten Angst, weil sie sich der sozialen Ordnung und Kontrolle entzogen.

    Literatur:

    • Bachfischer, Margrit: Musikanten, Gaukler und Vaganten. Spielmannskunst im Mittelalter. Augsburg 1998.
    • Hartung, Wolfgang: Die Spielleute im Mittelalter. Gaukler, Dichter, Musikanten. Düsseldorf/Zürich 2003.

    Weitere Blogbeiträge

    Von Sara Wenzinger

    Ähnliche Artikel finden Sie hier:

    Kommentare

    Kommentar schreiben

    * Diese Felder sind erforderlich

    Newsletter

    Newsletter abonnieren und tolle Preise gewinnen!

    Jetzt anmelden