Kloster Königsfelden

Zeitstrahl

Bau- und Restaurationsgeschichte Kloster- und Nutzungsgeschichte Bau- und Restaurationsgeschichte Ein Kloster zum Totengedenken Königin Elisabeth stiftete mit ihren Söhnen das Doppelkloster Königsfelden zur Erinnerung an ihren ermordeten Gatten, König Albrecht von Habsburg. Unmittelbar nach dem Mord 1308 hatte Elisabeth am Tatort eine Kapelle errichten lassen. Im Herbst 1310 begannen die Bauarbeiten für die Kirche und das Kloster. Im Zentrum der Anlage sollte sich die Klosterkirche erheben als turmloses, dreischiffiges Langhaus im Stil der Bettelordensarchitektur. Die Bauarbeiten schritten zügig voran – in ein, zwei Jahren war das Kirchenschiff fertig; der Dachstuhl des Mittelschiffs datiert von 1314. Die Fenster erhielten Scheiben mit Ornamenten. Im östlichen Mittelschiff befindet sich seit 1316 die habsburgische Grablege. Über der Gruft steht ein Kenotaph – ein Scheingrab – aus schwarzem und weissem Marmor. Der Chor mit dem Hochaltar und drei weiteren Altären erhielt 1330 die Weihe. Zu diesem Zeitpunkt waren erst die drei zentralen Christus-Fenster eingesetzt; die übrigen Fenster dürften blank verglast oder gar nur provisorisch verschlossen gewesen sein. Die Klosterbauten stammen von 1313. Südlich der Kirche standen die Gebäude für die Klarissen, nördlich diejenigen der Franziskaner. Mehr Weniger 1310-1330 Vollendung des Bildprogramms in den Glasfenstern Um 1340 liess Königin Agnes den Chor mit den beiden Märtyrer-Fenstern sowie den beiden Apostel-Fenstern ausstatten. Zuunterst in den Fenstern waren die Wohltäter des Klosters dargestellt. Das Bild von Agnes und ihrem Gatten ging verloren. Obwohl die Chorfenster ein planmässiges Bildprogramm präsentieren, entstanden sie in Etappen. Nach 1340 folgten die vier Heiligenfenster des Chors. Die Glaskünstler stammten wohl vorwiegend aus dem oberrheinischen Raum um Basel. Die figürlichen Fenster in den Seitenschiffen bestellte Agnes nach dem Tod ihres Bruders und Vormunds Albrecht II. im Jahr 1358. Von den ursprünglich 14 Darstellungen habsburgischer Familienmitglieder sind nur noch zwei erhalten. Mehr Weniger 1340-1360 Bernische Hofmeisterei Unter der Berner Herrschaft ab 1415 blieben Habsburgische Stiftungen aus und im Baubestand änderte sich nur wenig. 1508 liess Bern das Kircheninnere erstmals renovieren. Die Glasscheibe mit der Darstellung Evas stammt aus dieser Zeit. Nach der Reformation von 1528 benutzte Bern die Kirche als Magazin. Das Grabmal blieb bestehen und das Kenotaph erhielt vor 1555 eine Schranke, auf der die Namen der Bestatteten verzeichnet sind. Das ehemalige Frauenkloster beherbergte nun ein "Toubhüsli", einen Verwahrungsort für psychisch Kranke. Um 1600 liess Bern die Hofmeisterei westlich des Frauenklosters mit Schneggenturm, Wappentafel und Renaissanceportal ausbauen. Die Hofmeisterei bildete mit Scheunen und Stallungen ein Geviert um den noch erhaltenen achteckigen Brunnen. Mehr Weniger 15.-17. Jh. Die Kirche als Kornhaus und Spital 1777 baute Bern die Kirche zum Kornhaus um und liess dafür Zwischenböden ins Kirchenschiff ziehen. Zuvor überführten die Habsburger die Gebeine aus der Familiengruft ins Kloster Sankt Blasien im Schwarzwald. Im Chor der Kirche war jetzt ein Spital untergebracht, in den Klostergebäuden ein Armenasyl. Die Klosterbauten dienten dem 1803 gegründeten Kanton Aargau als Heilanstalt. Der Kanton erkannte die Bedeutung der Glasmalereien und begann ab den 1830er Jahren, die grössten Schäden an den Scheiben zu reparieren. In den 1860er-Jahren beschloss die Regierung, ein neues Spitalgebäude zu bauen, das 1872 eröffnete. Das Männerkloster liess sie bis auf das Archivgewölbe abbrechen. Ab 1891 befreite der Kanton Aargau das Kirchenschiff von den Einbauten. 1896-1900 restaurierte der Glasmaler Richard A. Nüscheler die Chorfenster mit dem Ziel, die Scheiben wieder vollständig herzustellen. Mehr Weniger 18./19. Jh. Jüngste Restaurationen Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Glasfenster ausgebaut und zunächst im Luftschutzkeller der psychiatrischen Klinik in Sicherheit gebracht. Als sich die Kriegslage 1944 verschärfte, evakuierte man die Scheiben in einen Felsenkeller von Schloss Lenzburg. Beim Wiedereinbau 1947 erhielten die Scheiben eine Schutzverglasung. 1983 wurde der ursprüngliche Lettner von 1312 rekonstruiert – die Schranke zwischen Kirchenschiff und Chor. 1987 bis 2002 restaurierten Fritz Dold und Urs Wohlgemuth die Chorfenster und versahen sie mit einer neuen Schutzverglasung. Abgase aus dem Strassenverkehr hatten ihnen zugesetzt. 2019 erhielt die Westfassade der Klosterkirche eine Restauration. 2023 bis 2025 fanden weitere Restaurierungsarbeiten statt. Mehr Weniger 20./21. Jh. Kloster- und Nutzungsgeschichte Königsmord und Klostergründung Der römisch-deutsche König Albrecht I. von Habsburg wurde am 1. Mai 1308 auf dem Feld bei Windisch ermordet – von seinem eigenen Neffen, Herzog Johann. Der fühlte sich von seinem Onkel ums Erbe betrogen. Der Mord erschütterte das Haus Habsburg, verlor die Familie mit dem Fall Albrechts doch auch die Reichskrone. Zum Gedenken an den Ermordeten liess die Königswitwe, Elisabeth von Görz-Tirol, am Tatort eine Kapelle mit einem Haus für zwei Franziskaner errichten. 1310 veranlasste Elisabeth zusammen mit ihren Kindern den Bau eines Doppelklosters für Klarissen und Franziskaner. Zur Erinnerung an König Albrecht erhielt es den Namen Königsfelden. Die Familie stattete das Kloster reich mit Besitz und Einkünften aus. Nonnen und Mönche sollten fürs Seelenheil des Ermordeten und seiner Angehörigen beten. 1312 zogen die ersten sechs Nonnen im Kloster ein. Königin Elisabeth verstarb ein Jahr darauf in Wien, bevor das Kloster fertig gebaut war. Sechs Franziskaner waren für die Messe und die Seelsorge des wachsenden Frauenklosters zuständig. Mehr Weniger 1308-1313 Königin Agnes Agnes, Tochter des ermordeten Albrechts, bestimmte für die nächsten 50 Jahre die Geschicke des Klosters. Sie hatte ihren Gatten, König Andreas III. von Ungarn, früh verloren und kam 1316 als Witwe nach Königsfelden Agnes bestattete die Gebeine ihrer Mutter Elisabeth in der Klosterkirche. In der Gruft wurden zehn weitere Habsburger bestattet, auch Agnes selbst. Albrechts Leichnam hingegen gelangte nach Speyer, wo die Könige im Dom ihre Grablege hatten. 1317 liess sich Agnes in Königsfelden nieder, ohne ins Kloster einzutreten. Sie bezog ein Haus südlich neben der Kirche. Als einzige Frau hatte sie Zugang zum Chor – durch eine eigene Pforte. 1320 weihte der Bischof von Strassburg die Kirche. Als 1330 auch der Chor stand, weihte der Konstanzer Bischof die Kirche Maria und allen Heiligen. Dank Stiftungen von Agnes und ihren Geschwistern verdoppelte sich 1337 der Franziskanerkonvent auf zwölf Mönche. Die Zahl der Nonnen setzte Agnes auf vierzig fest. Sie stammten mehrheitlich aus dem Hochadel und brachten grosses Vermögen ins Kloster. Agnes prägte die Organisation des Klosters bis zu ihrem Tod mit 83 Jahren. Sie stattete das Kloster mit zahlreichen Schenkungen aus und trat als Vermittlerin bei politischen Konflikten in den habsburgischen Vorlanden auf. Mehr Weniger 1316-1364 Von Habsburg zu Bern Mit Agnes‘ Tod endete die direkte Verbindung des Klosters zur Stifterfamilie. Ab 1364 vertrat ein Hofmeister das Frauenkloster in weltlichen Angelegenheiten. Macht und Reichtum des Klosters schwanden. In der Schlacht bei Sempach 1386 verlor das Ritterheer Herzog Leopolds III. von Habsburg gegen die Eidgenossen. Der Herzog und 26 seiner Ritter wurden in der Klosterkirche begraben. Das Totengedenken umfasste neben der Stifterfamilie nun auch die Parteigänger Habsburgs. Mit der Eroberung des Aargaus geriet das Kloster Königsfelden 1415 unter Berner Herrschaft. Nun verwaltete ein Berner Hofmeister das Kloster und seinen Besitz, das Eigenamt. Einige Hofmeister liessen sich in der Klosterkirche begraben. Mehr Weniger 1364-1415 Säkularisierung In der Reformation von 1528 hob Bern das Kloster auf. Damals lebten noch etwa sechs Nonnen in Königsfelden unter der Äbtissin Katharina von Waldburg. Habsburg versuchte vergeblich, das Totengedenken aufrechtzuerhalten. Schon ab 1523 wollten viele der etwa dreissig Nonnen aus dem Kloster austreten, um gemäss der reformierten Lehre ein gottgefälliges Leben in der Welt zu führen. Ab 1524 gestattete ihnen der Berner Rat den Austritt. Da das Vermögen der Frauen dem Kloster gehörte, gewährte Bern ihnen ein Darlehen. Im Gegenzug schmolz Bern einen Teil des Klosterschatzes zu Münzen ein. Drei Hauptwerke aus dem Klosterschatz befinden sich heute im Historischen Museum Bern. Mehr Weniger 1528 Psychiatrische Klinik und Kunstdenkmal 1803 ging das Kloster Königsfelden in den Besitz des neu gegründeten Kantons Aargau über. Dieser nutzte die alten Klosterbauten als Heil- und Pflegeanstalt. 1872 öffnete der Neubau ausserhalb der einstigen Klostermauern; die heutige psychiatrische Klinik. Die Kantonsarchäologie sorgte dafür, dass die Kirche öffentlich zugänglich war. Seit 2009 gehört die Klosterkirche Königsfelden zum Museum Aargau. In der Kirche finden Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Mehr Weniger 1803-heute Weiterführende Literatur Kurmann-Schwarz, Brigitte: Die mittelalterlichen Glasmalereien der ehemaligen Klosterkirche Königsfelden, Bern 2008. Kurmann-Schwarz, Brigitte und Rauschert, Jeannette: Das Kloster Königsfelden, Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 2011. Simon Teuscher, Claudia Moddelmog (Hg.): Königsfelden. Königsmord, Kloster, Klinik, Baden 2012.

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Geschichte

Gründung und Bau des Klosters Wettingen Das zisterziensische Kloster Wettingen wurde 1227 von Heinrich II. von Rapperswil gestiftet. Über die Gründung ist wenig bekannt. Eine Legende will, dass er in Seenot Maria, die Mutter Gottes, um Hilfe anrief und ihr bei Rettung ein Kloster versprach. Der Sturm legte sich. Am Himmel erschien ein heller Stern (Stella Maris), den Heinrich als Zeichen der Mutter Gottes deutete. Graf Heinrich von Rapperswil, Nachzeichnung eines verlorenen Wandbilds des 17. Jahrhunderts im Kreuzgang des Klosters Wettingen. (Zentralbibliothek Zürich) Wieder zu Hause, dauerte es einige Zeit, bis er auf der Limmathalbinsel den Platz für "sein" Kloster gefunden hatte. Nach dem Kauf der Liegenschaft von den Herren von Dillingen, der Zustimmung des zisterziensischen Generalkapitels und des Bischofs von Konstanz, erfolgte die Gründung. Wie üblich wurde ein Mutterkloster gesucht, welches einige Mönche ins neue Kloster sandte. So kamen die ersten zwölf Mönche aus dem Kloster Salem bei Überlingen nach Wettingen. Sie begannen mit dem Bau der Klosteranlage. Leben im Kloster Der Zisterzienserorden entstand 1098 aus dem Benediktinerorden heraus. Einige Mönche waren unzufrieden mit der Entwicklung des benediktinischen Ordens. Die benediktinischen Regeln, die Leitidee "ora et labora", waren dem Reichtum gewichen. Zuerst in Molesme, dann in Cîteaux fanden viele zurück zum Ursprung des monastischen Lebens. Anfang des 12. Jahrhunderts begann mit dem Eintritt von Bernhard von Clairvaux der Aufschwung der Zisterzienser. Neben den Mönchen, die sich vor allem dem Gebet und der Kontemplation hingaben, entstand die Institution der Konversen, auch Laienbrüder genannt. Diese waren für die harte körperliche Arbeit auf den Feldern, in den Gärten und im Kloster zuständig. Die Wettinger Mönchsgemeinschaft teilte sich ebenfalls in diese beiden Gruppen auf. Oft waren die Mönche auch geweihte Priester und für die Gottesdienste in den umliegenden Dörfern zuständig. Die Landwirtschaft war ein wichtiges Element im Kloster. Auf der Klosterhalbinsel Wettingen gab es neben einem Gemüsegarten und einem Kräutergarten auch Rebstöcke. Der Abt liess sich um sein Abthaus herum einen kleinen Privatgarten bauen. Für die Kontemplation traf man sich im ruhigen Kreuzganggarten. Heute sind diese Gärten teilweise rekonstruiert und können besucht werden. Schwierige Zeiten im 16. Jahrhundert Nachdem das Kloster 1507 einem verheerenden Brand fast vollständig zum Opfer fiel, war das klösterliche Leben durch die Reformation 1529 schon wieder in Gefahr. Die meisten Mönche traten zum neuen Glauben über und heirateten. Bis sie jedoch finanziell selbständig sein konnten, lebten sie weiterhin im Kloster. Ein monastisches Leben in Stille und im Glauben war nicht mehr möglich. Kaum hatten die katholischen Mönche "ihr" Kloster zurück, wurden sie von einer weiteren Pestwelle erfasst. Blütezeit unter Abt Peter Schmid Peter Schmid wurde 1594 zum Abt des Klosters Wettingen gewählt. Er trat an, um dem Kloster wieder zur Blüte zu verhelfen. Viele neue Gebäude entstanden. Er setzte aber auch neue Regeln auf, um das klösterliche Leben wieder in die Gemeinschaft zu bringen. Eine gute Ausbildung der Mönche war für ihn sehr wichtig. Für die Einnahmen sorgten nach 1651 die beiden römischen Katakombenheiligen Getulius und Marianus. Dieser Kauf brachte Pilger nach Wettingen und mit ihnen auch Spenden in Form von Geld. Das Kloster Wettingen um 1710. (Kantonale Denkmalpflege) Revolution und Klosterauflösung Mit dem Beginn der Revolution 1789 in Frankreich stand allen Menschen in Europa eine neue Epoche bevor. "Egalité, Fraternité, Liberté" hiess die Losung. Alle Menschen sollten die gleichen Rechte und Pflichten haben. Die Ständeordnung des Mittelalters fiel in sich zusammen. Das Kloster Wettingen lag mitten im Kriegsgebiet und musste zahlreiche Offiziere aller Kriegsparteien (Franzosen, Österreicher, Russen) bei sich einquartieren. Viel einschneidender war aber die Skepsis der Revolutionäre der Religion gegenüber. Diese Skepsis erhielt im 19. Jahrhundert auch im jungen Kanton Aargau grosse Zustimmung. Die Existenz der grossen und reichen Klöster war vielen ein Dorn im Auge. 1841 wurde im Grossrat in Aarau die Auflösung der aargauischen Klöster beschlossen. Die Wettinger Mönche hatten 48 Stunden Zeit, um ihr Heim zu verlassen. 13 Jahre dauerte es, bis die Wettinger Zisterzienser in Mehrerau bei Bregenz in Österreich eine neue Heimat finden konnten. Sie leben bis heute dort. Klosterhalbinsel in der Moderne Die Klostergebäude wurden anschliessend für ein Lehrerseminar genutzt. Der grösste Verfechter der Klosterauflösungen, Augustin Keller, wurde Rektor der Schule. Er zog in die Abtwohnung ein und führte das Lehrerseminar genauso streng getaktet, wie früher das Klosterleben gewesen war. 1976 wurde die Kantonsschule Wettingen gegründet, welche seither in den ehemaligen Klosterräumlichkeiten zu Hause ist. Über 1100 Schülerinnen und Schüler besuchen hier entweder das Gymnasium oder die Fachmittelschule. Das Aargauische Lehrerseminar Wettingen 1864. (Staatsarchiv Aargau) Industriekultur Der Kanton verkaufte grosse Flächen und Gebäude der Halbinsel an Geschäftspersonen. Johann Wild gründete eine sehr erfolgreiche Baumwollspinnerei an der Limmat, deren markantes Gebäude heute als Kultur- und Gewerbehaus genutzt wird. Ehemalige Arbeiterhäuser sind heute noch bewohnt. Kulturerbe Neben der reich ausgestatteten Kirche sticht vor allem der Kreuzgang mit seinem Figuren- und Wappenscheiben hervor. Diese Glasmalereien wurden von herausragenden Handwerkern in Europa geschaffen. Sie kamen meist als Schenkung ins Kloster Wettingen. Museum Aargau Seit 1. April 2022 betreibt Museum Aargau im Aussenbereich und in ausgewählten Innenräumen ein Museum . Mit dem Projekt "Schule macht Museum" beschreitet das Museum zudem neue Wege: Idee, Inhalte und Gestaltung der Ausstellung im Parlatorium wurden von Museum Aargau mit Schülerinnen und Schülern der Kantonsschule erarbeitet. Im Zentrum des Parlatoriums steht ein Archiv mit hunderten von Fragen: Wann weiss man genug? Wann endet die Welt? Oder: Was wäre, wenn alle Menschen ehrlich wären? Besucherinnen und Besucher wählen eine Frage aus und unternehmen damit eine Entdeckungsreise durch das Parlatorium: im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern, beim Spiel, oder in Form von interaktiven Text-, Bild- und Filminstallationen. Luftaufnahme der Klosterhalbinsel Wettingen von 1964. (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Comet Photo AG (Zürich) / Com_F64-02602 / CC BY-SA 4.0) Weiterführende Literatur Meng, Heinrich: 750 Jahre Kloster Wettingen 1227-1977: Festschrift zum Klosterjubiläum, 1977. Hoegger, Peter: Das ehemalige Zisterzienserkloster Wettingen, Kanton Aargau, GSK Band 604/605, Bern 1997. Hoegger, Peter: Glasmalereien im Kanton Aargau, Kloster Wettingen, 2002. Kottmann A., Hämmerle M.: Die Zisterzienserabtei Wettingen, 1996. Zeitstrahl Klosterkirche Kloster & Nebengebäude Löwenscheune Spinnerei

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Event

 
Legionärspfad Vindonissa

Elf römische Schauplätze

0 In Windisch wurde vor 2000 Jahren Vindonissa errichtet. Im einzigen römischen Legionslager auf dem Gebiet der heutigen Schweiz leisteten rund 6000 Legionäre ihren Einsatz für den Kaiser in Rom. An elf originalen Schauplätzen kann Vindonissa heute interaktiv erlebt und besichtigt werden. In Windisch wurde vor 2000 Jahren Vindonissa errichtet. Im einzigen römischen Legionslager auf dem Gebiet der heutigen Schweiz leisteten rund 6000 Legionäre ihren Einsatz für den Kaiser in Rom. An elf originalen Schauplätzen kann Vindonissa heute interaktiv erlebt und besichtigt werden.

 
Museum Aargau

Führungen und Aktivprogramme für Schulen

Museum Aargau bietet für Schulen unvergessliche Führungen und Workshops. Erlebt das Mittelalter, die römische Antike und weitere Epochen am Originalschauplatz! Ob eine römische Übernachtung in der Legionärsunterkunft, Schwertkämpfe wie im Mittelalter oder ein Workshop im Schlossgarten: Die Schlösser, Klöster und Vindonissa von Museum Aargau ermöglichen Schulklassen lehrreiche Erlebnisse. Die Geschichtsvermittlung ist erlebnis- und handlungsorientiert und spricht verschiedene Sinne an. Kontakt Beratung & Verkauf +41(0)848 871 200 E-Mail senden Telefonische Erreichbarkeit: Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr / 13-16:30 Uhr November bis März nur vormittags Informationen für Lehrpersonen Preise und Reduktionen für Schulen Museum Aargau bietet vergünstigte Eintrittspreise für Schulen (Informationen dazu finden Sie bei den jeweiligen Museen ) Aargauer Schulen erhalten 50% Ermässigung auf Anreise, Eintritt und Vermittlungsangebot ( Impulskredit "Kultur macht Schule" ). Die Buchung des Angebots läuft direkt über Museum Aargau. Informationen zur Vorbereitung Ihres Besuchs Alle Angebote auf einen Blick Printbroschüre “Angebote für Schulen” (pdf) Alle Infos zu Ihrem Besuch Schloss Lenzburg (pdf) Schloss Hallwyl (pdf) Schloss Habsburg (pdf) Schloss Wildegg (pdf) Klosterhalbinsel Wettingen (pdf) Kloster Königsfelden (pdf) Legionärspfad Vindonissa: Spiel-Touren (pdf) Legionärspfad Vindonissa: Römische Übernachtung (pdf) Vindonissa Museum (pdf) SCHULANGEBOTE SCHLÖSSER Schloss Lenzburg Mittelalter und Frühe Neuzeit Schloss Wildegg Mittelalter und Frühe Neuzeit Schloss Hallwyl Mittelalter und Frühe Neuzeit Schloss Habsburg Mittelalter und Geschichte der Habsburger SCHULANGEBOTE VINDONISSA Legionärspfad Vindonissa Leben in der Legion vor 2000 Jahren Vindonissa Museum Archäologische Entdeckungstouren SCHULANGEBOTE KLÖSTER Klosterhalbinsel Wettingen Klosterleben und die Themen Glaube, Macht und Wissen Kloster Königsfelden Klosterleben im Mittelalter

 
Klosterhalbinsel Wettingen

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Schloss Wildegg

Geschichte

Die Habsburger legten in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Grundsteine von Wildegg auf den Ausläufern des Chestenbergs. Die Burg wurde von untergebenen Adelsgeschlechtern, also Verwaltern bewohnt, zuletzt von den Herren von Hallwyl. Dann überschlugen sich im 15. Jahrhundert die Ereignisse: Die Habsburger waren beim deutschen König in Ungnade gefallen. Darauf befahl dieser seinen Untergebenen die Besitztümer der Habsburger anzugreifen: Bern und weitere Mitglieder der jungen Eidgenossenschaft lebten seit längerer Zeit in offener Feindschaft mit den Habsburgern. Innert kürzester Zeit eroberten sie die Besitzungen des Adelsgeschlechts. Von den Bernern zur Familie Effinger Die Hallwyler auf Schloss Wildegg leisteten erfolgreich Widerstand und verhinderten die Erstürmung der Burg. Durch ein Waffenstillstandsabkommen wurde erreicht, dass die Besatzung friedlich abziehen konnte. Dadurch gelangte Wildegg mehr oder weniger unbeschädigt in Berner Besitz. In den folgenden Jahren suchte die Stadt einen geeigneten Käufer, den sie erst 69 Jahre nach der Eroberung finden sollte: den Brugger Landadligen Kaspar Effinger. Ein Mann der unter Berner Flagge gegen die Burgunder gekämpft und Beziehungen zu Bern hatte. 1483 kaufte er Schloss und Domäne für 1730 Gulden und wurde der erste von vielen Effingern, welche bis 1912 auf Wildegg lebten. Die Effinger: Schlossbesitzer mit viel Einfluss Die nächsten 300 Jahre konnten die Effinger gut von ihrem Besitz leben. Neben Abgaben der umliegenden Dörfer Möriken und Holderbank betrieben die Schlossbesitzer mehrere Wirtschaftsbetriebe: Weinschenken, Bauernhöfe, eine Ziegelei, sowie Müller- und Meiereien. Bernhard Effinger liess um 1700 den mittelalterlichen Wehrbau für viel Geld in ein barockes Lustschloss umbauen und versah dieses mit einer symmetrischen Gartenanlage. Das Ende der Adelsprivilegien Als die alte Eidgenossenschaft 1798 von französischen Revolutionstruppen überrannt wurde, änderte sich auch für die Bewohner der Wildegg einiges: im neugegründeten Kanton Aargau hatte es keinen Platz für Adelsprivilegien und Standesdünkel. Obwohl die Effinger einen grossen Teil ihres Besitzes behalten durften, verloren sie die meisten ihrer Privilegien und damit auch ihr Standesbewusstsein. Die geschiedene Sophia Julia Erlach-Effinger, die mit ihrem Halbbruder Albert das Schloss zu der Zeit bewohnte, musste sogar über mehrere Jahre Revolutionstruppen aufnehmen und bewirten. Von der Eidgenossenschaft zum Kanton Aargau Im 19. Jahrhundert zeigte sich der soziale Abstieg der Effinger deutlich: Hochzeiten und Nachkommen wurden immer weniger, was die Suche nach einem passenden Erben immer schwieriger machte. Die letzte Bewohnerin aus der Familie Effinger war schliesslich Pauline Adelheid Julia von Effinger, genannt Julie. Die stolze und strenge Frau blieb ihr Leben lang unverheiratet und vermachte Schloss und Domäne nach ihrem Tod 1912 der Eidgenossenschaft. Als Bedingung verlangte sie dabei, dass an der Bausubstanz und damit auch an ihrer Familiengeschichte nichts verändert werden darf. Das Zürcher Landesmuseum eröffnete im Auftrag der Landesregierung 1917 das Schlossmuseum. Seit 2011 ist Schloss und Domäne wieder in kantonalem Besitz. Die Kuration übernimmt seither das Museum Aargau. Weiterführende Literatur Huser, Castor [et. al.]: Dokumentation der Sanierung Domäne Schloss Wildegg 1999-2011, Brugg 2011. Lehmann, Hans: Die Burg Wildegg und ihre Bewohner, 1922 Verlag Sauerländer Aarau Meier, Bruno: Gott regier mein Leben. Die Effinger von Wildegg. Landadel und ländliche Gesellschaft zwischen Spätmittelalter und Aufklärung, Baden 2000. Museum Aargau (Hrsg.): Kleine Burgchronik des Schlosses Wildegg der Sophie von Erlach-Effinger, in der Abschrift ihres Bruders Ludwig Albrecht. Müller, Felix: Aussterben oder verarmen. Die Effinger von Wildegg. Eine Berner Patrizierfamilie während Aufklärung und Revolution, Baden 2000.

 
Museum Aargau

So gelingt die Wildblumen-Wiese für Bienen

Zurück zum Blog 15. Mai 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Verwöhnen Sie die Bienen in Ihrem Garten mit einem Festbankett vor der Tür – und zwar in Form einer Wildblumenwiese mit einheimischen Arten. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Haben Sie in Ihrem Garten ein Wildbienenhotel eingerichtet? Wunderbar! Die Bienen werden es Ihnen danken. Sie werden sich aber noch viel mehr freuen, wenn Sie ihnen auch gleich ein Festbankett vor die Türe pflanzen – und zwar in Form einer Wildblumenwiese mit einheimischen Arten. Auf solchen Wiesen finden Wildbienen nämlich ihre Nahrung. Wie sät man eine Wildblumenwiese an? Um eine Wildblumenwiese anzusäen, brauchen Sie eine Fläche, welche die letzten zwei bis drei Jahre nicht gedüngt worden ist. So ist der Boden mager genug, damit die Wildblumen Fuss fassen können. Ist der Boden nämlich fett, also gedüngt, werden sich stets die Gräser durchsetzen. Und so geht's: Mischungen für Wildblumen gibt es in jedem Gartencenter zu kaufen, und sie lassen sich gut und gerne auch mit weiteren einheimischen Samen anreichern, die Ihnen gefallen. Stechen Sie den Boden um, wie wenn Sie Rasen ansäen, und machen Sie den Boden feinkrümelig. Streuen Sie nur so viele Samen aus, wie auf der Packung steht, denn Wildblumen brauchen Platz. Festtreten, zwei Wochen feucht halten und fertig! Schon nach vier Wochen sollten die ersten Blumen spriessen. Wann sollte man eine Wildblumenwiese ansäen? Von April bis Juni ist ein guter Zeitpunkt zum Ansäen. Mähen Sie die Wiese erst, wenn sich die Samen aus den Blüten lösen, und mähen Sie ein zweites Mal im Herbst. Am schonendsten tun Sie dies mit einer Sense. Mähen Sie etappenweise, damit die Wiesenbewohner Zeit haben, um in ein anderes Stück Wiese umzuziehen. Ich empfehle, das Geschnittene von der Wiese zu entfernen, ansonsten wird der Boden darunter wieder zu fett. Auf Schloss Wildegg haben wir im Garten erstmals eine Wildblumenwiese angesät. Harren wir gespannt der Blumen und Bienen, die da kommen! Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Vindonissa Museum

Museumsgebäude

Ausgrabungen von 1897 im Amphitheater von Vindonissa führten zu regem Interesse und somit zur Gründung der Gesellschaft Pro Vindonissa. Diese führte mit der Unterstützung von Kanton und Bund weitere Grabungen durch. Schnell wurde wertvolles Fundmaterial zutage befördert. Um die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, plante die Gesellschaft schon 1903 ein Museum. 1912 wurde der Bau des in Berlin und Brugg tätigen Architekten Albert Froelich feierlich eröffnet. Der Neubau setzte die in damaligen Berliner Museumsbauten gewonnenen Erkenntnisse erfolgreich um: Das Vindonissa Museum erregte internationales Aufsehen. Ein Gesamtkunstwerk des Jugendstils Die Eingangsseite des Vindonissa Museums erinnert an ein mächtiges römisches Lagertor. Links davon steht eine Skulptur der kapitolinischen Wölfin, die Romulus und Remus – die sagenhaften Gründer Roms – säugt. An den Längsseiten des Museums prangen Münzen mit den Köpfen der Kaiser des ersten Jahrhunderts. Das Vindonissa Museum hat die Zeit fast unbeschadet überstanden. Bau, Skulptur, Malerei und Ausstellungsvitrinen verbinden sich heute noch zu einem Gesamtkunstwerk. Das Museum wird heute vom Museum Aargau betrieben. Das Gebäude ist nach wie vor im Besitz der Gesellschaft Pro Vindonissa . Archäologische Forschung Kontakt

 
Schloss Wildegg

Anmeldung Verein Freunde Schloss Wildegg

Ich möchte dem Gönnerverein beitreten als * Einzelmitglied: CHF 40.- Paar/Familie: CHF 60.- Firma: CHF 110.- Ich habe nur eine Frage Frau Herr Firma Firma / Organisation Vorname * Nachname * Adresse Postleitzahl Ort E-Mail * Telefon Nachricht * Senden

Gradian
Eine Frau steht mit einem Handy in der Hand an einem Fluss.
Eine Frau steht mit einem Handy in der Hand an einem Fluss.

IndustriekulTOUR Aabach

Virtuell durch die Industriegeschichte

Erleben Sie die Industriekultur am Aabach zwischen Lenzburg und Wildegg mit dem Smartphone: Die IndustriekulTOUR Aabach ist der erste virtuelle Museumsraum im Kanton Aargau. Treffen Sie Patrons und Fabrikarbeiter aus der Zeit der Industrialisierung!