Legionärspfad Vindonissa

Römisch Übernachten

Übernachtung für Gruppen und Familien 300 NICHT LÖSCHEN - dient den Daten auf der Homepage Marschiert, kocht und übernachtet wie die Römer Verbringen Sie eine unvergessliche Nacht in den originalgetreu nachgebauten Mannschaftsunterkünften Contubernia. Familien und Gruppen lernen unter Anleitung eines Legionärs oder einer Römerin alles, was ein römischer Legionär wissen und können musste. Nach dem Marschieren wird am Feuer die echte Mahlzeit des Legionärs gekocht. Danach geht's weiter mit Kämpfen, Spielen und Lagerfeuerstimmung. Als Höhepunkt laden Strohmatratzen im Contubernium zum einmaligen

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Chorkonzert der Kantonsschule Wettingen

90 „Il Messia“ von Georg Friedrich Händel in der Florentiner Fassung (1770) Der Chor der Kantonsschule Wettingen präsentiert mit "Il Messia" ein aussergewöhnliches musikalisches Ereignis in der Klosterkirche Wettingen. Unter der Leitung von Cristoforo Spagnuolo erklingt Georg Friedrich Händels "Messiah" in der Florentiner Fassung von 1770 – eine äusserst selten aufgeführte italienische Version des berühmten Oratoriums. Das Konzert geht weit über den Rahmen eines Schulprojektes hinaus: Die Schülerinnen und Schüler spielen gemeinsam mit professionellen Musikerinnen und Musikern des Stella

 
Schloss Wildegg

Kinderclub: Erlebnisnachmittag für Burgfalken

150 Platzhalter Homepage Spiel und Spass für Kinder zwischen 8 bis 11 Jahren Der Kinderclub Museum Aargau bietet 2026 auf Schloss Wildegg sechs Erlebnisnachmittage für "Burgfalken" an. Kinder zwischen 8 und 11 Jahren entdecken gemeinsam das Märchenschloss, streifen durch den Kräutergarten und starten Expeditionen durch den Museumswald. Für ein unvergessliches Gesamterlebnis empfehlen wir alle Kinderclub-Erlebnisnachmittage zu besuchen (einmal monatlich von April bis Oktober 2026). Kinderclub-Erlebnisnachmittage 2026 für "Burgfalken" auf Schloss Wildegg: Spiel und Spass für Kinder von 8 bis

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Stationen-Theater: Kloster, Macht, Lebenslust

45 Ein historisches Theater mit Museumsfreiwilligen auf der Klosterhalbinsel Das Stationen-Theater "Kloster, Macht, Lebenslust" nimmt das Publikum mit auf einen vergnüglichen Rundgang auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Im Jahr 1976 schliesst das Lehrerseminar, die neue Kantonsschule Wettingen öffnet ihre Tore. Zwei Geschichtslehrerinnen streiten über die richtige Sicht auf die Vergangenheit des Klosters. Das Publikum begegnet auf dem rund 45-minütigen Rundgang historischen Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Zeiten und Welten: Mönchen, Mägden, Abt und Äbtissin ebenso wie aufmüpfigen reformierten

 
Schloss Lenzburg

Mittelaltertage: Auf zum grossen Fest!

420 Über 100 Mitwirkende zeigen den Alltag im Spätmittelalter Über 100 Mitwirkende aus ganz Europa inszenieren auf Schloss Lenzburg das Mittelalter – mit Kanonenfeuer, Handwerksvorführungen und einer opulenten Festtafel. Das Publikum erlebt hautnah die Vorbereitungen für ein grosses Festessen einer noblen Gesellschaft. Zu ihren Ehren wird mit Kanonen geschossen, die Wache präsentiert ihren Drill, in der Küche herrscht emsiges Treiben und auch die Handwerker geben ihr Bestes. Im Verlauf des Tages entsteht eine grosse Festtafel. Höhepunkt ist der Einzug der wichtigen (und weniger wichtigen)

 
Schloss Hallwyl

Ateliernachmittag: Kacheln bemalen

180 Kunstvolle Kacheln gestalten und Kachelöfen im Schloss entdecken Am Ateliernachmittag auf Schloss Hallwyl werden Kacheln gestaltet, die als farbige Topfuntersetzter den Tisch daheim verschönern. Ob mit Schablonen oder frei bemalt – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Im Schloss gibt es zudem Kachelöfen aus verschiedenen Zeiten zu entdecken, die einst die Stuben wärmten und zugleich Schmuckstücke waren. Im Atelier gibt es Informationen zum historischen Handwerk der Hafnerei und Ofenkacheln aus verschiedenen Zeiten. Ateliernachmittag auf Schloss Hallwyl: Kacheln bemalen.

 
Legionärspfad Vindonissa

Europäische Tage des Denkmals

45 Römisches Handwerk: die Rekonstruktionen Der Legionärspfad Vindonissa lädt im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals zu einer kostenlosen Spezialführung ein. Thema ist römisches Holz- und Metallhandwerk. Auf dem Rundgang sind verschiedene Rekonstruktionen zu sehen: die original nachgebaute Mannschaftsunterkunft Contubernia sowie die römische Schmiede mit drei rekonstruierten Arbeitsplätzen und Werkzeugen. Tipp: Besuchen Sie um 12 Uhr auch die kostenlose Führung im Vindonissa Museum (Brugg) zum gleichen Thema. Im Zentrum stehen hier originale Funde von römischem Holz- und Metallhandwerk

 
Legionärspfad Vindonissa

Römertag Vindonissa 2026

420 Wagenrennen, Gladiatoren und viel Spektakel beim Amphitheater Vindonissa Erleben Sie am Römertag Vindonissa rasante Wagenrennen und dramatische Gladiatorenkämpfe: Beim Amphitheater Windisch treten römische Streitwagen mit Pferden gegeneinander an. Gladiatoren kämpfen im Jubel der Zuschauermenge um Ruhm und Ehre – ein antikes Spektakel vor historischer Kulisse! Der Römertag 2026 zeigt auch die Vielfalt des römischen Alltags vor 2000 Jahren: Blicken Sie ins Marschlager der Legionäre und packen Sie selbst als Steinmetz oder Schuhmacherin an. Kinder können sich zu Gladiatoren ausbilden lassen.

 
Vindonissa Museum

Eröffnungsfest: Die Legion schmückt sich für Rosalia Signorum

420 Ein festlicher Tag mit Römerinnen und Legionären für die ganze Familie Der Legionärspfad Vindonissa startet mit dem Eröffnungsfest in die Saison 2026. Die Legionäre und Römerinnen sind zurück aus der Winterpause und bereiten das Legionslager für das Rosenfest "Rosalia Signorum" vor. Überall wird gewerkelt, geschmückt und gefeiert – und alle dürfen mitmachen! Erwachsene und Kinder schmieden Schreibgriffel, schreiben Festeinladungen, prägen römische Münzen und backen Fladenbrot. Gemeinsam entstehen prachtvolle Standarten und Kinder werden zu Standartenträgern ausgebildet. Auf Kurzführungen

 
Kloster Königsfelden

Workshop: Kleid aus dem Hochmittelalter nähen

Zweitägiger Workshop 24. Oktober 2026, 10–18 Uhr 25. Oktober 2026, 10–17 Uhr 900 Zweitägiger Workshop mit Kostümexpertin Alice Severin Im zweitägigen Workshop im Kloster Königsfelden wird ein eigenes mittelalterliches Kleid oder eine Männercotta genäht. Alice Severin, gelernte Damen- und Kostümschneiderin sowie Expertin für die Mode des Hochmittelalters, vermittelt historische Schnitttechniken, Nähstiche und Details wie Nestellöcher. Die weitere Verarbeitung erfolgt zu Hause. Hochmittelalterliches Kleid nähen – Workshop im Kloster Königsfelden: Zweitägiger Workshop mit Kostümexpertin Alice

Gradian

Museumsblog

Die Waffen der römischen Legionäre

Was ist ein "pugio"? Wozu benutzten die Legionäre das "pilum"? Über wie viele Geschütze verfügte eine Legion? Im Blogbeitrag erfahren Sie alles über die faszinierenden Waffen der Römer.

Das Können der römischen Armee ist legendär. Ihr Erfolg hängt nicht zuletzt mit der fortschrittlichen Ausrüstung ihrer Legionäre zusammen. Was verraten uns die archäologischen Funde aus Vindonissa über die Waffen der Legionäre?

Der gladius: Das Kurzschwert der Legionäre

Das klassische römische Kurzschwert, der sogenannte gladius, war die wichtigste Blankwaffe der römischen Armee bis ins 2. Jahrhundert nach Christus. Bei einer Blankwaffe wird die Wirkung direkt durch den Einsatz von Muskelkraft entfaltet, was für die stets in dichter Formation kämpfenden Legionäre ideal war.

Wissenschaftler unterteilen die archäologischen gladii-Funde heute in zwei Kategorien, den älteren Typ Mainz und den jüngeren Typ Pompeij. Beim ersten Typ verjüngt sich die Klinge zunächst und wird vor der Spitze wieder breiter. Beim Typ Pompeij verläuft die Klinge gerade. Es gibt aber immer wieder auch Funde von Übergangsformen, wo zum Beispiel Mainz-Klingen mit Pompeij-Scheiden kombiniert wurden. 

Gladius Fund in Vindonissa

In den Mannschaftsunterkünften des Legionslagers Vindonissa wurde ein gladius vom Typ Mainz mit reliefverzierter Scheide ausgegraben. Der Fund kam 1990 bei einer Grabung in Windisch-Königsfelden zutage. Bei der Entdeckung steckte die Klinge des gladius noch in der Schwertscheide, die beiden Elemente liessen sich bis heute nicht trennen. Ein Griff konnte nicht mehr gefunden werden, da er wahrscheinlich aus Holz war und im Boden vollständig zersetzt wurde.

Verzierung auf der Schwertscheide des gladius

Die Schwertscheide des Fundes in Vindonissa ist aufwändig mit Bronzeblechen verziert, deren Motive typisch für das römische Militär sind. Die Verzierungen an römischen Militaria lassen sich grundsätzlich in vier verschiedene Motivkreise unterteilen – Staatsmythologie, dynastische Propaganda, hstorische Darstellungen und Naturbeschreibungen.

Auf der Schwertscheide von Vindonissa finden sich mit dem Blitzbündel auf dem Mittelblech ein Motiv der Staatsmythologie und mit einer Gefangenenszene auf dem Mundblech und einem Reiterkampf auf dem Zungenblech zwei historische Darstellungen.

Zusammen mit den Motiven auf den gemeinsam mit dem gladius gefundenen Gürtelblechen, ergibt sich eine ikonografische Einheit aus allen vier Motivkreisen. Das macht den im Vindonissa Museum zu besichtigenden gladius aus Vindonissa zu einem besonders wichtigen und wertvollen Fundobjekt.

Der pugio: Der Dolch der Legionäre

Als zweite wichtige Blankwaffe trugen die Legionäre einen Dolch, den pugio. Dieser wurde in der Regel am cingulum, dem Gürtel der Legionäre, befestigt. Auch bei den Dolchen gibt es Unterschiede. Für die frühe Kaiserzeit unterscheidet man den älteren und kräftigeren Typ Mainz und den jüngeren, schlankeren und zierlicheren Typ Vindonissa. Dieser wird aufgrund der zahlreichen Funde aus dem Legionslager von Vindonissa so genannt.

Wohl eher selten steckten Dolche in einer so aufwendig mit Silber verzierten Scheide, wie man sie häufig in Vindonissa fand.

Das pilum: Die Wurflanze der Legionäre 

Beim pilum handelt es sich um eine Wurflanze von tödlicher Durchschlagskraft. Sie war besonders raffiniert konstruiert: Der Holzschaft der Wurflanze, der mit einem eisernen Schuh versehen war, ging in eine etwa genauso lange Klinge über. Die Klinge besass Widerhaken, oder endete mit einer pyramidenförmigen Spitze. Diese war gehärtet, während die anschliessende Klinge aus Weicheisen bestand. Dadurch wurde eine besonders effektive Wirkung erzielt: Die Wurflanze durchbohrte mit grosser Wucht den gegnerischen Schild und verbog sich dabei unterhalb der Spitze durch ihr eigenes Gewicht.

So liess sich die Waffe nicht mehr aus dem Schild herausziehen, da sich die Spitze in dem Loch verkantete. Selbst in dem unwahrscheinlichen Fall, dass das pilum doch herausgezogen werden konnte, konnte die verbogene und dadurch unbrauchbare Waffe nicht mehr zurückgeworfen werden.

Diese Eigenschaft machte das pilum zu einer der römischen Nationalwaffe. Auch in Vindonissa fand man einige Lanzenspitzen.

Die ballista und catapulta: Das Torsionsgeschütz der Legionäre

Die römische Armee führte auch schwere Waffen, zu deren Bedienung mehrere Legionäre nötig waren. Dazu gehörten Torsionsgeschütze, die ballista oder catapulta genannt wurden. Anhand dieser Geschütze konnten Pfeile und Bolzen über weite Entfernungen geschleudert werden. Diese schweren Bolzen schossen weiter und zielgenauer als die Pfeile von Bogenschützen.

Es ist anzunehmen, dass jede Zenturie ein kleines und jede Kohorte ein grösseres Geschütz mit sich führte. Jede Legion verfügte somit über jeweils zehn grosse und 60 kleine Geschütze.

In Vindonissa gibt es bisher keine Funde von Resten eines Geschützes. Es gibt allerdings zahlreiche Funde von Geschossen aus Eisen, Ton oder auch Stein in verschiedenen Formen. Diese belegen indirekt das Vorkommen von Torsionsgeschützen in Vindonissa.

Weitere Blogbeiträge

Von Alisha Keller

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