Schloss Hallwyl

Alter Stoff hält frisch

Workshop für Schulen Geeignet für 4. bis 6. Klasse 150 4. bis 6. Klasse – Rundgang mit der Magd und Wachstuch herstellen Dienstmagd Nanette Fischer führt die Klasse durchs Schloss und erzählt von ihrem Alltag vor mehr als 200 Jahren. Nur mit einer gut gefüllten Vorratskammer überstanden die Menschen damals den Winter. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie Lebensmittel haltbar gemacht wurden und vergleichen diese Methoden mit heutigen Verfahren. Nach einem Imbiss stellen die Kinder ihr eigenes Wachstuch her. Nanette deckte damit den Esstisch ab, den Kindern hält es das Sandwich auf dem nächsten

 
Vindonissa Museum

Europäische Tage des Denkmals

45 Keine Anmeldung Römisches Handwerk: die Funde Das Vindonissa Museum lädt im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals zu einer kostenlosen Spezialführung ein. Thema ist römisches Holz- und Metallhandwerk. Auf der Führung sind originale Funde zu sehen, darunter Werkzeuge, Holzsandalen, Münzen oder Ausrüstungsgegenstände der Legionäre. International bekannt ist das Vindonissa Museum für die grösste Sammlung an römischen Schreibtäfelchen. Tipp: Besuchen Sie um 15 Uhr auch die kostenlose Führung im Legionärspfad Vindonissa (Windisch) zum gleichen Thema. Im Zentrum stehen Rekonstruktionen von römischem

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Diskussionslabor: Einführung ins Parlatorium

Diskussionslabor für Schulen Geeignet für Ab 7. Klasse 45 Ab 7. Klasse – Einführung ins Archiv der Fragen mit Diskussionsrunde Die Einführung bietet Schulklassen einen vertieften Zugang ins Parlatorium. Im gemeinsamem Austausch mit einem Host tauchen die Schülerinnen und Schüler in die verschiedenen Stationen des Parlatoriums ein. Dabei begegnen sie Fragen zum Thema Glaube, Macht und Wissen. In der anschliessenden Kurzdiskussion sind dann die Schülerinnen und Schüler am Zug: Es wird diskutiert, argumentiert und vermeintlich Wahres in Frage gestellt. Das Diskussionslabor wurde mit Schülerinnen

 
Schloss Hallwyl

Coop Open Air Cinema

300 Kinogenuss in einzigartiger Schlossatmosphäre Kino-Genuss mit Blick aufs idyllische Schloss Hallwyl. Vom 22. August bis 15. September 2026 findet vor den Schlosstoren das Coop Open Air Cinema Schloss Hallwyl statt. Museum Aargau lädt vor der Vorstellung zu Kurzführung im Schlosshof ein. Coop Open Air Cinema auf Schloss Hallwyl: Kinogenuss in einzigartiger Schlossatmosphäre

 
Vindonissa Museum

Wo sich Eichenlaub und Granatapfel treffen

Themen-Tour für Erwachsene Preis Im Museumseintritt inbegriffen Dauer 75 Minuten Anmeldung Nicht erforderlich (für Gruppen empfohlen) 75 Entdeckungsreise durch Garten und Museum mit Audioguide Erleben Sie den römischen Garten von Vindonissa auf einem Audio-Rundgang. Die Themen-Tour "Wo sich Eichenlaub und Granatapfel treffen" lädt zur sinnlichen Entdeckungsreise mit einer Archäologin, einem Archäobiologen und einem Gärtner. Die rund 450 Quadratmeter grosse Anlage mit rund 40 Pflanzenarten ist in ihrer Dimension einzigartig in der Schweiz. Die Themen-Tour führt durch Garten und Museum.

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Sommerserenade – Luftige Abendklänge

75 Sommerliches Konzert mit argovia philharmonic im Abthof Geniessen Sie einen lauen Sommerabend mit dem Bläserensemble des argovia philharmonic auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Im Abthof ertönen klassische Klänge, während sich der Sommerabend langsam in die Nacht verabschiedet. Museum Aargau bietet vor dem Konzert eine Kurzeinführung zum Kloster Wettingen an (im Ticketpreis inbegriffen). Bei schlechter Witterung findet das Konzert in der Klosterkirche statt. Sommerserenade auf der Klosterhalbinsel Wettingen: Luftige Abendklänge. Sommerliches Konzert im Abthof mit argovia philharmonic.

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Internationaler Museumstag

420 Ausstellungen und Führungen zu 800 Jahren Klostergeschichte Die Klosterhalbinsel Wettingen bietet am Internationalen Museumstag spannende Entdeckungsreisen durch 800 Jahre Klostergeschichte. Entdecken Sie die frisch restaurierte Klosterkirche sowie die neue Ausstellung in Mönchskirche und Kreuzgang. Um 13.00 und 14.30 Uhr finden öffentliche Führungen durch das Kloster statt. Im Parlatorium wird zudem über Generationen hinweg lustvoll diskutiert, philosophiert – und vermeintlich Wahres infrage gestellt. Internationaler Museumstag auf der Klosterhalbinsel Wettingen: Ausstellungen und Führungen

 
Schloss Hallwyl

Bogenschiessen

330 Tauchen Sie ein in die Bogenschiesskunst des Mittelalters Tauchen Sie ein in die Bogenschiesskunst des Mittelalters. Angeleitet durch Museumsfreiwillige können sich Kinder und Erwachsene am mittelalterlichen Langbogen üben. Nicht nur für die Jagd waren Bogen von Bedeutung, sondern auch im Kriegsfall. Erfahren Sie mehr über den Umgang mit diesen beeindruckenden Waffen. Bogenschiessen wie im Mittelalter auf Schloss Hallwyl. Ein Angebot mit Museumsfreiwilligen von Museum Aargau.

 
Schloss Wildegg

Barbara von Salis – eine Bündnerin auf Schloss Wildegg

50 Eine 266 Kilometer lange Reise zum Glück Eine Führung über eine aussergewöhnliche Frau aus einflussreichem Bündner Adel: 1689 nimmt ein Brautzug die beschwerliche Reise von Soglio (Bergell) nach Wildegg unter die Füsse und Hufe. Die Braut heisst Barbara von Salis, der Bräutigam ist Bernhard von Effinger. Öffentliche Führung auf Schloss Wildegg: "Barbara von Salis – eine Bündnerin auf Schloss Wildegg". Eine 266 Kilometer lange Reise zum Glück

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Im Kloster Wettingen durch Raum und Zeit

60 Allgemeine Klosterführung 1227 wurde auf der Limmathalbinsel das Kloster Maris Stella gegründet. Über 600 Jahre lebten, arbeiteten und lehrten hier Mönche des Zisterzienserordens. Bis heute ist das Kloster Wettingen ein lebendiger Bildungsort; erst als Lehrerseminar, danach als Kantonsschule. Tauchen Sie auf dieser Führung ein in die Geschichte und die Lebenswelt des Klosters von seiner Gründung im Mittelalter bis zur Gegenwart. Öffentliche Führung auf der Klosterhalbinsel Wettingen: "Im Kloster Wettingen durch Raum und Zeit". Allgemeine Klosterführung

Gradian

Museumsblog

Historische Gartengeräte

Wie wurden die historischen Gärten des Museum Aargau in früherer Zeit gepflegt und gehegt? Eine kleine Auswahl an historischen Gartengeräten aus unserer Sammlung geht dieser Frage auf den Grund.

“In einem Garten ging das Paradies verloren, in einem Garten wird es wiedergefunden.”
Blaise Pascal (1623-1662)

Das Schloss Lenzburg ist bunt. An allen Ecken und Enden stehen Pflanzenkübel. An den Fenstern hängen Erdwannen mit leuchtenden Geranien. Auf Schloss Wildegg stehen auf der Lindenterrasse die imposanten und altehrwürdigen Linden und spenden in heissen Tagen Schatten.

Wie alle schönen Dinge im Leben, brauchen sie Pflege und Zeit. Daher war das Anlegen eines Gartens eine sorgfältig überlegte und geplante Angelegenheit. Je nach Epoche, dienten sie verschiedener Bedürfnisse. Waren die ersten Gärten vor allem Krautgärten, in denen Heilpflanzen und je nach Lage gewissen Nutzpflanzen angepflanzt wurden, änderten sich die Gärten zunehmend zu Zier und Prestige-Gärten.

Von Spaten und Rechen

Um die Gärten auch richtig pflegen zu können, war und ist robustes sowie handliches Werkzeug unumgänglich. Die klassischen Gartenwerkzeuge sind bis heute praktisch unverändert geblieben. Nicht selten kamen die Geräte in zweckentfremdeter Form, zum Beispiel auch bei bäuerlichen Erhebungen, zum Einsatz.

Nicht alle Werkzeuge der Sammlung stammen von den Schlössern selbst. Viele kommen von Privatpersonen aus dem ganzen Kanton Aargau, sei es aus Sammlungen von landwirtschaftlichen Geräten, oder aus privaten Haushalten wo sie in regen Gebrauch waren. Der vorliegende Spaten beispielsweise kam 1987 aus einer privaten Sammlung ins Museum. Die Schaufel dagegen wurde bei der Übernahme von Schloss Lenzburg inventarisiert.

Die Kunst den Garten zu pflegen

Gärten wurden womöglich bereits seit den ersten sesshaften Menschen angelegt. Aus der Antike stammen die bekannten hängenden Gärten von Babylon. Die Idee an sich war nichts Neues, jedoch gab es bei der Anlegung eines Gartens zwei grundlegende Ausrichtungen: Zier oder Nutzgarten.

Beide Formen benötigen intensive Pflege der Pflanzen und des Bodens. Es ist anzunehmen, dass der grösste Teil der vorhandenen Gärten für das Anpflanzen von Kräutern und Obst/Gemüse verwendet wurde. Erst mit dem Aufkommen des Flanierens Ende des 16. Jh. rückten die Ziergärten wieder in den Fokus.

Dies äusserte sich auch im Gebrauch und der Herstellung der Gartenwerkzeuge. Rechen, Spaten, Schaufeln oder Mistgabeln - alles wurde nochmals technisch verfeinert und in kleineren Grössen hergestellt, um die empfindlichen, meist exotischen, Pflanzen nicht zu beschädigen. Ein Beispiel ist der Heidelbeerrechen.

Dieses spezielle Werkzeug wurde aus Weissblechteilen zusammengelötet und hat abgerundete Enden. Wie mit einem Kamm kann so durch den Busch gefahren werden und die empfindlichen Beeren fallen sanft in die Hohlöffnung. Insgesamt wurde die Arbeit in einem Barockgarten eher als künstlerisches Handwerk angesehen. Kunstvolle Rankenbögen und geometrische Anordnungen von Blumenbeeten wurden in den adligen Residenzen wie Versailles auf die Spitze getrieben.

Im Wandel der Zeit

Anhand der Gartengeräte kann aufgezeigt werden, wie sich technische Innovation an geänderte Lebensweisen anpassen kann. Aber dennoch blieben viele der Werkzeuge seit Urzeiten unverändert, so beispielsweise die Form und Nutzung des Spatens.

Diese diachrone Entwicklung ist bemerkenswert und zeigt, dass auch in einem digitalen Zeitalter auf bewährte Handarbeit nicht verzichtet werden kann (und sollte). So erblühen die Gärten des Museum Aargaus weiterhin in ihrem Glanz. Auch dank einfachster Hilfsmittel. Das Paradies lässt sich so durchaus in jedem Garten wiederfinden.

Literatur

  • Brüsch, Björn: Entwürfe zur Errichtung einer großen Gärtner-Schule: Die Gründung der Königlichen Gärtner-Lehranstalt in Preußen 1818–1823. In: Die Gartenkunst 20 (1/2008), S. 83–104.
  • Leps, Günther und Rose: Der Gärtner zwischen Schönheit und Nutzen. Ed. Leipzig, Leipzig 1994.
  • van der Groen, Jan: Den Nederlandtsen Hovenier, Amsterdam 1670.

Internetquellen

Von Romeo Arquint

Ähnliche Artikel finden Sie hier:

Kommentare

Kommentar schreiben

* Diese Felder sind erforderlich

Newsletter

Newsletter abonnieren und tolle Preise gewinnen!

Jetzt anmelden