Klosterhalbinsel Wettingen

Musik-Workshop: Gregorianischer Choral

150 Auf den Spuren der mittelalterlichen Musikhandschriften Im Musik-Workshop auf der Klosterhalbinsel Wettingen dreht sich alles um gregorianischen Choral. Der erste Teil beleuchtet die Notenschrift aus den mittelalterlichen Klöstern. Die damaligen Schreiber waren wahre Künstler, ihre Musikhandschriften stellen heute wertvolle Schätze der Buchkunst dar. Im praktischen Teil wird gemeinsam gesungen – getragen von der Neugier, wie die Notenzeichen vergangener Jahrhunderte in der Gegenwart erklingen. Der Workshop wird geleitet von Thamar Xandry, Präsidentin des Schweizerischen Lateintags, klassische Philologin und klassische Archäologin, sowie von Dr. Stephan Klarer, Dirigent, Chorleiter und Musikwissenschaftler. Musik-Workshop auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Gregorianischer Choral. Auf den Spuren der mittelalterlichen Musikhandschriften

 
Schloss Hallwyl

Stockholm trifft Hallwyl: Vortrag zu Wilhelmina

45 Zu Gast: Gösta Sandell, Kurator in Stockholm und Kenner der schwedischen Ha Gösta Sandell, Historiker und Kurator am staatlichen Museum in Stockholm, hält im Saal der Schlossscheune einen Vortrag zu Wilhelmina von Hallwyl: Die letzte private Schlossbesitzerin schuf vor rund 100 Jahren zwei Museen: Schloss Hallwyl und ihr Wohnhaus in Stockholm, das heutige Hallwyl-Museum (Hallwylska museet). Gösta Sandell gibt Einblick in das Leben von Wilhelmina und ihrem Gatten Walter von Hallwyl sowie ihren Töchtern in Schweden. Aus den Familiendokumenten zeichnet er das Bild des Grossbürgertums der Belle Epoque nach und berichtet aus dem Hallwylska museet. Stockholm trifft Hallwyl: Vortrag zur früheren Schlossbesitzerin Wilhelmina von Hallwyl auf Schloss Hallwyl. Zu Gast: Gösta Sandell, Kurator in Stockholm und Kenner der schwedischen Hallwyl-Geschichte

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Heilkräuter-Workshop im Klostergarten

Workshop für Gruppen 120 Heilpflanzen kennenlernen und einen eigenen Heiltrunk herstellen Erleben Sie mit allen Sinnen die Heilkraft in den historischen Gärten der Klosterhalbinsel Wettingen. Die Naturheilpraktikerin und Phytotherapeutin Jeannine Blum nimmt Sie mit in die Welt der Heilpflanzen. Der Workshop beginnt mit einer Führung zum Medizinalgarten und Krankenhaustrakt. Thema sind Heilkräuter damals und heute. Anschliessend wird ein eigener Heiltrunk (Oxymel) hergestellt. Heilkräuter-Workshop im Klostergarten: Angebot für Gruppen auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Heilpflanzen kennenlernen und einen eigenen Heiltrunk herstellen

 
Schloss Hallwyl

Trümpi-Festival: Mautrommel-Konzert

90 Das Ensemble Spassapensiere spielt auf alten Instrumenten Das Ensemble Spassapensiere spielt auf Schloss Hallwyl auf Maultrommeln. Die sogenannten Trümpi haben eine lange, weltweite Tradition. Die vier Musiker von Spassapensiere haben sich zusammengefunden, um alte und vergessene Musikinstrumente wiederzubeleben. Die Maultrommel spielt in ihrer Musik die Hauptrolle. Das Publikum erlebt im Konzert die erstaunliche Vielseitigkeit dieses unscheinbaren Instruments. Jüngste Forschungen belegen, dass die Maultrommeln im Schloss Hallwyl ursprünglich aus dem piemontesischen Valsesia stammen; entsprechend erklingt am Konzert Musik aus dieser Region. Maultrommel-Konzert auf Schloss Hallwyl: Das Ensemble Spassapensiere spielt auf alten Instrumenten. Ein Angebot im Rahmen des Trümpi-Festivals.

 
Schloss Hallwyl

Trümpi-Festival: Einführung ins Maultrommelspielen

90 Crashkurs: Lernen Sie ein altes Hosensack-Instrument spielen In diesem Einführungskurs zeigen Lorenzo D'Erasmo und Alessandro Zolt, wie auf Maultrommeln – sogenannten Trümpi – gespielt wird. Beide sind Experten für das Maultrommelspiel. Dieser Kurs ist im Maultrommel-Schmiedeworkshop inbegriffen, kann aber auch separat gebucht werden. Maultrommeln können vor Ort ausgeliehen oder gekauft werden. Trümpi-Festival auf Schloss Hallwyl: Einführung ins Maultrommelspielen

 
Schloss Hallwyl

Trümpi-Festival: Maultrommel schmieden

300 Selbst ein mittelalterliches Musikinstrument herstellen Im Workshop mit Luca Boggio werden mittelalterliche Maultrommeln geschmiedet, sogenannte Trümpi. Luca Boggio ist ein ausgewiesener Experte auf seinem Gebiet: Er spielt selbst Maultrommeln und hat sich als Schmied auf die Reproduktion alter Maultrommelmodelle spezialisiert. Im Preis inbegriffen sind eine Mittagsverpflegung sowie der anschliessende Einführungskurs ins Maultrommelspielen (15.30 bis 17.00 Uhr). Trümpi-Festival auf Schloss Hallwyl: Maultrommel schmieden

 
Schloss Hallwyl

Wilhelmina und die Wasserburg

190 Ein exklusiver Nachmittag voller Geschichte auf Schloss Hallwyl Erleben Sie mit Museum Aargau die Entwicklung Schloss Hallwyls von der Wasserburg zum Baudenkmal. Exklusive Führungen, spannende Einblicke und ein genussvoller Apéro machen diesen Burgen-Nachmittag zu einem besonderen Erlebnis. Wilhelmina und die Wasserburg: Ein exklusiver Nachmittag voller Geschichte auf Schloss Hallwyl

 
Vindonissa Museum

Stadtfest Brugg: Das Abenteuer von Vindonissa

240 Barbetrieb im römischen Garten und Suche nach Schätzen Das Vindonissa Museum öffnet am Stadtfest Brugg gratis seine Tore und entführt Gross und Klein in die faszinierende Welt der Römer. Unter dem Motto "Das Abenteuer von Vindonissa" locken eine stimmungsvoll inszenierte Bar im römischen Garten sowie Entdeckungsreisen durch die Ausstellungen. Immer wieder taucht ein rätselhafter Abenteurer auf und sucht fieberhaft nach dem legendären "Schatz von Vindonissa" – und alle rätseln mit! Ein besonderes Museumserlebnis von Museum Aargau in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Pro Vindonissa (GPV) und dem Verein Freunde Vindonissapark. Stadtfest Brugg: Spezialprogramm im Vindonissa Museum – Das geheimnisvolle Abenteuer von Vindonissa

 
Schloss Wildegg

Objekt-Talk mit Butlerin Zita Langenstein

90 Ein Gespräch über die Welt des Dienens Butlerin Zita Langenstein ist zu Gast beim 28. Objekt-Talk auf Schloss Wildegg. Die Nidwaldnerin dient seit Jahrzehnten den Reichen und Vornehmen dieser Welt. Rund 20 Jahre lang arbeitete sie regelmässig für die königliche Familie im Buckingham Palace. Im Gespräch mit Rudolf Velhagen, Leiter Sammlung & Konservierung Museum Aargau, gewährt "Zita The Butler" inspirierende Einblicke in die Welt des Dienens – sei es am britischen Königshof oder in anderen Häusern mit Service-Excellence. Zita Langenstein ist zutiefst überzeugt: Dienen macht glücklich! Für das Gespräch mit anschliessendem Apéro hat Zita Langenstein ein passendes Objekt aus der Sammlung Museum Aargau ausgewählt: ein Teeservice von Royal Worcester, einer der bedeutendsten Porzellanmanufakturen Englands. Es öffnet den Blick auf historische Formen der Gastlichkeit und verbindet diese mit heutigen Fragen nach Stil, Haltung und Aufmerksamkeit. Objekt-Talk mit Butlerin Zita Langenstein auf Schloss Hallwyl: Ein Gespräch über die Welt des Dienens. Jetzt buchen!

 
Kloster Königsfelden

Europäische Tage des Denkmals

60 Spezialführungen zum Thema Glasfenster Das Kloster Königsfelden lädt im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals zu kostenlosen Spezialführungen ein. Thema sind die berühmten Glasfenster im Chor der Klosterkirche. Die rund 700 Jahre alten Glasscheiben wurden im Rahmen der Kirchenrestaurierung 2023-2025 zerlegt, gereinigt, neu verlötet und mit fortschrittlicher Schutzverglasung versehen. Die verantwortliche Glasrestauratorin Aline Dold erzählt auf der Führung von dieser aufwändigen Arbeit. Eine Museumsführerin erläutert zudem ausgewählte Motive in den Glasfenstern. Europäische Tage des Denkmals: Spezialführungen durch das Kloster Königsfelden

Gradian

Museumsblog

Historische Gartengeräte

Wie wurden die historischen Gärten des Museum Aargau in früherer Zeit gepflegt und gehegt? Eine kleine Auswahl an historischen Gartengeräten aus unserer Sammlung geht dieser Frage auf den Grund.

“In einem Garten ging das Paradies verloren, in einem Garten wird es wiedergefunden.”
Blaise Pascal (1623-1662)

Das Schloss Lenzburg ist bunt. An allen Ecken und Enden stehen Pflanzenkübel. An den Fenstern hängen Erdwannen mit leuchtenden Geranien. Auf Schloss Wildegg stehen auf der Lindenterrasse die imposanten und altehrwürdigen Linden und spenden in heissen Tagen Schatten.

Wie alle schönen Dinge im Leben, brauchen sie Pflege und Zeit. Daher war das Anlegen eines Gartens eine sorgfältig überlegte und geplante Angelegenheit. Je nach Epoche, dienten sie verschiedener Bedürfnisse. Waren die ersten Gärten vor allem Krautgärten, in denen Heilpflanzen und je nach Lage gewissen Nutzpflanzen angepflanzt wurden, änderten sich die Gärten zunehmend zu Zier und Prestige-Gärten.

Von Spaten und Rechen

Um die Gärten auch richtig pflegen zu können, war und ist robustes sowie handliches Werkzeug unumgänglich. Die klassischen Gartenwerkzeuge sind bis heute praktisch unverändert geblieben. Nicht selten kamen die Geräte in zweckentfremdeter Form, zum Beispiel auch bei bäuerlichen Erhebungen, zum Einsatz.

Nicht alle Werkzeuge der Sammlung stammen von den Schlössern selbst. Viele kommen von Privatpersonen aus dem ganzen Kanton Aargau, sei es aus Sammlungen von landwirtschaftlichen Geräten, oder aus privaten Haushalten wo sie in regen Gebrauch waren. Der vorliegende Spaten beispielsweise kam 1987 aus einer privaten Sammlung ins Museum. Die Schaufel dagegen wurde bei der Übernahme von Schloss Lenzburg inventarisiert.

Die Kunst den Garten zu pflegen

Gärten wurden womöglich bereits seit den ersten sesshaften Menschen angelegt. Aus der Antike stammen die bekannten hängenden Gärten von Babylon. Die Idee an sich war nichts Neues, jedoch gab es bei der Anlegung eines Gartens zwei grundlegende Ausrichtungen: Zier oder Nutzgarten.

Beide Formen benötigen intensive Pflege der Pflanzen und des Bodens. Es ist anzunehmen, dass der grösste Teil der vorhandenen Gärten für das Anpflanzen von Kräutern und Obst/Gemüse verwendet wurde. Erst mit dem Aufkommen des Flanierens Ende des 16. Jh. rückten die Ziergärten wieder in den Fokus.

Dies äusserte sich auch im Gebrauch und der Herstellung der Gartenwerkzeuge. Rechen, Spaten, Schaufeln oder Mistgabeln - alles wurde nochmals technisch verfeinert und in kleineren Grössen hergestellt, um die empfindlichen, meist exotischen, Pflanzen nicht zu beschädigen. Ein Beispiel ist der Heidelbeerrechen.

Dieses spezielle Werkzeug wurde aus Weissblechteilen zusammengelötet und hat abgerundete Enden. Wie mit einem Kamm kann so durch den Busch gefahren werden und die empfindlichen Beeren fallen sanft in die Hohlöffnung. Insgesamt wurde die Arbeit in einem Barockgarten eher als künstlerisches Handwerk angesehen. Kunstvolle Rankenbögen und geometrische Anordnungen von Blumenbeeten wurden in den adligen Residenzen wie Versailles auf die Spitze getrieben.

Im Wandel der Zeit

Anhand der Gartengeräte kann aufgezeigt werden, wie sich technische Innovation an geänderte Lebensweisen anpassen kann. Aber dennoch blieben viele der Werkzeuge seit Urzeiten unverändert, so beispielsweise die Form und Nutzung des Spatens.

Diese diachrone Entwicklung ist bemerkenswert und zeigt, dass auch in einem digitalen Zeitalter auf bewährte Handarbeit nicht verzichtet werden kann (und sollte). So erblühen die Gärten des Museum Aargaus weiterhin in ihrem Glanz. Auch dank einfachster Hilfsmittel. Das Paradies lässt sich so durchaus in jedem Garten wiederfinden.

Literatur

  • Brüsch, Björn: Entwürfe zur Errichtung einer großen Gärtner-Schule: Die Gründung der Königlichen Gärtner-Lehranstalt in Preußen 1818–1823. In: Die Gartenkunst 20 (1/2008), S. 83–104.
  • Leps, Günther und Rose: Der Gärtner zwischen Schönheit und Nutzen. Ed. Leipzig, Leipzig 1994.
  • van der Groen, Jan: Den Nederlandtsen Hovenier, Amsterdam 1670.

Internetquellen

Von Romeo Arquint

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