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Schloss Habsburg

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Bau- und Restaurationsgeschichte Familien- und Nutzungsgeschichte Bau- und Restaurationsgeschichte Die Rodungsburg Um 1020/30 liess Radbot den Wald auf dem Wülpelsberg roden und errichtete am höchsten Punkt des Gipfelgrats eine Burg. Unterhalb davon gründete er eine Siedlung, das heutige Dorf Habsburg. Die Burg bestand aus einem mehrstöckigen Steinhaus, umgeben von Holzbauten und geschützt von Holzpalisaden oder einer Trockenmauer. Das steinerne Haus war grösser und massiver gebaut als andere Burgen in der Region. Die Hausmauern bestanden aus kleineren Jurakalksteinen aus dem Burggraben. Das Dach war vermutlich mit Schindeln gedeckt. Es gab wahrscheinlich zwei oder drei hohe Säle im Haus. Die schartenartigen Fenster waren unverglast. Eine solche Rodungsburg war nichts anderes als ein fest gebauter grosser Bauernhof. Mehr Weniger 1020/30 Ausbau zur monumentalen Doppelburg Ab 1070 erweiterten die Habsburger die Anlage zu einer stark befestigten Doppelburg. Das Steinhaus erhielt einen über Eck gestellten Turm im Osten und einen an seine nördliche Mauer anschliessenden Turm. Dort heizte ein offenes Herdfeuer; Kachelöfen gab es wohl erst seit dem 12. Jahrhundert. An den östlichen Turm war eine Latrine angebaut, die zum Wohnraum hin offen war – man verrichtete sein Geschäft in Gesellschaft. Am westlichen Ende des Grates entstand die Hintere Burg: Von den ersten Bauten ist nur der kleine Turm erhalten. Er diente habsburgischen Dienstleuten als Wohnturm. Zwischen den beiden Burgen lag ein Hof mit Holzbauten für Gesinde und Vieh. Der ganze Hügel war nun mit einer Ringmauer befestigt. Südbering und Steinhaus bildeten einen Zwinger, in den das vordere Burgtor führte. Der Durchgang zum Hof erhielt um 1200 ein Torhaus. Schon im Verlauf des 12. Jahrhunderts liessen die Habsburger im Hof eine zweistöckige Kapelle ans hölzerne Gesindehaus anbauen sowie einen fast siebzig Meter tiefen Sodbrunnen in den Felsen schlagen. Mehr Weniger 11.-12. Jh. Vollendung der Hinteren Burg Ab 1200 bauten die Habsburger die Hintere Burg aus: Ihr Wahrzeichen ist der heute noch bestehende grosse Turm. Er schliesst westlich an den kleinen Turm an. Der grosse Turm ist aus mächtigen Findlingen gemauert. Ein Hocheingang führte ins Innere. Vermutlich war der dreistöckige Bau mit einem Spitzhelm bedeckt. Rundherum führte eine Wehrlaube. Um die Jahrhundertmitte erweiterte ein Wohnbau, der Palas, den grossen Turm nach Südosten. Darin wohnte es sich behaglicher als in den älteren Gebäuden: Die Wände waren mit Holz getäfert, die Fenster verglast und die Balkendecken mit Schnitzereien verziert. Ein Bering schützte die neuen Bauten gegen Norden; im Westen begrenzte ihn ein flankierender Wehrturm. Die Anlage nahm nun den ganzen Grat auf über hundert Metern ein und war damit eine der grössten nördlich der Alpen. Doch als die Hintere Burg um 1250 vollendet war, hatten die Habsburger die Vordere Burg bereits verlassen. Mehr Weniger 13. Jh. Einsetzender Zerfall Nach 1300 bauten die habsburgischen Lehensleute die Burg nicht weiter aus. Die Vordere Burg begann nach dem Wegzug der Habsburger um 1220/30 zu zerfallen. Vermutlich fehlten den Rittern von Wohlen die Mittel, sie instand zu halten. Sie beschränkten sich darauf, die Hintere Burg gegen Osten durch einen Abschnittsgraben im Hof zu schützen. Mehr Weniger 14./15. Jh. Vorne Ruine, hinten Sanierungen Nach fast 300 Jahren ohne grössere Bautätigkeit begann Bern 1559, die Hintere Burg zu sanieren. Der Palas erhielt ein neues Schindeldach; vom Innenausbau sind Holzdecke und Täfer in der «gotischen Stube» im 1. Stock erhalten. 1594 liess Bern den Innenhof überdachen, so dass ein zusätzlicher, dreigeschossiger Wohntrakt für den Hochwächter entstand. Weil das Pultdach anfällig für Sturmschäden war, brauchte es 1634 ein stärker geneigtes Dach. Die Burg hatte keinen fortifikatorischen Zweck mehr: Der Abschnittgraben im Hof verkam zur Abfalldeponie, bevor man ihn im 17. Jahrhundert zuschüttete. Das gleiche geschah mit dem Sodbrunnen. Auch die Burgkapelle liess Bern abtragen und nach 1675 schleifte es die Ruinen der Vorderen Burg. Kalkbrenner bauten am Platz des ersten Steinhauses einen Ofen, den sie mit den Steinen der Burgmauern fütterten. Im 18. Jahrhundert beschränkte sich der Unterhalt auf das Nötigste. Mehr Weniger 16.-18. Jh. Pflege des historischen Erbes Vor 1815 liess der Kanton Aargau auf der einstigen Vorderen Burg eine Aussichtsterrasse anlegen und ebnete alle Ruinen ein. Auf der Hinteren Burg liess der Kanton die Einbauten im Innenhof abtragen, so dass der ursprüngliche Hof wieder frei wurde. Ab 1866 begann die erste von bis heute vier Restaurationen in der Hinteren Burg. Damals erhielt der grosse Turm seinen Zinnenkranz. Im 19. Jahrhundert setzte die Forschung zur Baugeschichte ein; archäologische Grabungen blieben aber noch aus. Mehr Weniger 19. Jh. Archäologische Erforschung 1908 liess der Kanton Aargau im Bereich der Vorderen Burg ein Reservoir bauen, um die Gemeinde Habsburg an die Wasserversorgung anzuschliessen. Dabei erfolgte aber keine archäologische Untersuchung. 1948 erhielt die Hintere Burg neue Holzbauten: Lauben und Treppen sowie die Decke im Erdgeschoss des Palas. 1978-1983 grub die Kantonsarchäologie Aargau anlässlich der Reservoir-Erneuerung die Ruinen der Vorderen Burg aus und konservierte die Mauerreste. 1994/95 untersuchten Archäologen den Burghof, bevor unterirdische Räume fürs Restaurant entstanden. Ein Baggerführer stiess dabei auf den zugeschütteten Sodbrunnen. Bei den Grabungen kamen lediglich Abfälle und verloren gegangene Gegenstände zum Vorschein; Funde aus vergänglichen Materialien wie Holz, Leder oder Textilien fehlen. Noch ist die Baugeschichte der Habsburg nicht abschliessend erforscht. Zukünftige Grabungen dürften weitere Erkenntnisse liefern. Mehr Weniger 20. Jh. Familien- und Nutzungsgeschichte Radbot, der Burggründer Graf Radbot herrschte von seiner Rodungsburg aus über die Bauern rundum. Bevor er seine Burg auf dem Wülpelsberg bezogen hatte, sass er auf einem festen Haus in Altenburg an der Aare, im ehemaligen römischen Kastell. Die habsburgische Grundherrschaft, das spätere Eigenamt, war strategisch wichtig, vereinigen sich doch bei Windisch die drei schiffbaren Flüsse Aare, Reuss und Limmat. Wie viele Adlige gründete auch Radbot die Burg, um das Land weiter auszubauen. Im 11. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung dank günstigem Klima und der ertragreicheren Dreifelderwirtschaft. Die Burgbewohner bauten auch selbst Getreide und Gemüse an und züchteten Vieh. Die landwirtschaftlichen Produkte verarbeiteten sie auf der Burg; dies belegen etwa Funde von Spinnwirteln aus der Frühzeit. Radbot stiftete 1027 zusammen mit seiner Frau Ita von Lothringen das Kloster Muri im aargauischen Bünztal. Sein Bruder Rudolf gründete um 1045 das Kloster Ottmarsheim im Oberelsass. Mehr Weniger 1020/30 Die Frühhabsburger Otto II. nannte sich als erster nach der Burg: Graf von Havichsberg. Er und sein Sohn Werner waren Gefolgsleute der deutschen Könige und Kaiser. Die erweiterte Burg repräsentierte die neu gewonnene Macht der Familie. Otto II. zog 1108 mit König Heinrich V. nach Ungarn. Sein Sohn Werner II. begleitete Friedrich I. Barbarossa zur Kaiserkrönung nach Italien und starb kurz vor Rom. Die Frühhabsburger hatten nicht nur Besitz im Aargau, sondern auch im südlichen Elsass sowie an verschiedenen Orten im Südwesten des damaligen Reiches, zwischen Rhein, Donau und Alpen. Ab dem 12. Jahrhundert begannen sie ihren Besitz zu einer räumlich geschlossenen Herrschaft auszubauen. Mehr Weniger 1108 Von der Burg in die Stadt Rudolf II. von Habsburg, ein Enkel Werners, begleitete den Stauferkönig Friedrich II. durch sein Reich bis nach Italien. Auf seinem Stammsitz dürfte sich Rudolf nur selten aufgehalten haben. Dennoch liess er die Hintere Burg ausbauen. Das Geschlecht brauchte einen repräsentativen Sitz, seit es von den Lenzburgern die Grafschaft im Aargau übernommen hatte. Die Burgen der 1173 ausgestorbenen Grafen von Lenzburg – die Lenzburg selbst und der Stein in Baden – waren nämlich an die Kyburger gefallen. Doch schon 1230 gaben die Habsburger die Vordere Burg auf. Unweit des Sitzes in Altenburg bezogen sie ein Haus in der entstehenden Stadt Brugg. Als Adlige waren sie ständig unterwegs durch ihre Ländereien, denn nur so konnten sie ihre Herrschaft ausüben. Die Burg verliehen die Habsburger ihren Dienstleuten: Die Hintere Burg ging an die Truchsessen von Habsburg und Wildegg, die als Inhaber wichtiger Hofämter bereits dort wohnten. Die Vordere Burg fiel den Herren von Wülpelsberg zu; nach deren Aussterben um 1300 den Rittern von Wohlen. Letztere blieb aber unbewohnt. Mehr Weniger Um 1200 Rudolf, der erste Habsburger König In den 1230er-Jahren teilte sich das Geschlecht auf in die ältere Linie und in die Linie Habsburg-Laufenburg. Herausragender Vertreter der älteren Linie war Rudolf IV. von Habsburg. Er stieg in Südschwaben zu einem der mächtigsten Herrscher auf. 1273 wählten ihn die Kurfürsten zum König. Rudolf gewann die österreichischen Reichslehen vom böhmischen König zurück und verlegte damit das Zentrum seiner Herrschaft in den Südosten des Reiches. Seine Anwesenheit auf der Habsburg ist nur ein einziges Mal in den Urkunden bezeugt. Ab 1280 war der Stein zu Baden das habsburgische Verwaltungszentrum in den Stammlanden. Die Habsburg hatte die Familie ihren Dienstleuten übergeben: 1371 kauften die Ritter von Wohlen auch die Lehen an der Hinteren Burg, wo Henmann von Wohlen nun Wohnsitz nahm. Mehr Weniger 1273 Verlust der Stammlande Die Habsburger verloren 1308 mit der Ermordung von König Albrecht durch dessen Neffen Johann die Reichskrone. Darauf gründeten sie unweit der Stammburg das Kloster Königsfelden. Mit der Niederlage in Sempach gegen die Eidgenossen 1386 bahnte sich das Ende der Habsburger Herrschaft auf dem Gebiet der heutigen Schweiz an. Schon zuvor hatte sich die Familie «von Österreich» genannt. Als die Eidgenossen 1415 den Aargau eroberten und auch gegen die Habsburg zogen, kapitulierte Henman von Wohlen und anerkannte Bern als neue Lehensherrin. Henmann überschrieb seinen Besitz wenig später Peterman von Greifensee, behielt sich aber das lebenslängliche Wohnrecht auf der Habsburg vor. 1457 verkaufte Peterman die Burg der Stadt Bern, die sie fünf Jahre später Hans Arnold Segesser weiterverkaufte. Mehr Weniger 1415 Aufschwung zur europäischen Königsdynastie König Albrecht II. erlangte 1438 für Habsburg die Reichskrone zurück. Bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs 1806 stellte das Haus insgesamt zwanzig Regenten. 1469 ging die Habsburg ans Kloster Königsfelden, das seit 1415 ein Berner Hofmeister verwaltete. Als Bern mit der Reformation 1528 das Kloster aufhob, fiel die Burg zurück an Bern. Bis 1798 verwaltete sie ein Berner Hofmeister von Königsfelden aus. Auf der Habsburg wohnte nur noch ein Wächter. In der «Ewigen Richtung» legten Habsburg und die Eigenossenschaft 1474 die Feindschaft bei und garantierten sich gegenseitig den Besitz. In der Schweiz besass das Haus Österreich nur noch das Fricktal mit den Städten Laufenburg und Rheinfelden (bis 1801). Mehr Weniger 1438 Das habsburgische Weltreich Dank geschickter Heiraten errichtete Habsburg ein Weltreich: Ab 1516 herrschte Karl V. von Spanien aus über ein Reich, das von Südamerika bis zu den Philippinen reichte. Die Ruine von Habsburg gehörte als eine von 156 Hochwachten zum militärischen Alarmsystem von Bern. Diese «Chutzen» gaben sich am Tag Signale mit Rauch, nachts mit Feuer, um bei Gefahr Truppen zu mobilisieren. Habsburg benachbart waren die Hochwachten Brunegg im Südosten und Lägern im Osten, auf Zürcher Gebiet. Mehr Weniger 1516 Das Baudenkmal im Aargau 1804 übernahm der neu gegründete Kanton Aargau die Habsburg. Kaiser Franz I. von Österreich besuchte 1815 die Habsburg. Er war auf dem Rückweg von Paris, wo die europäischen Herrscher nach den Napoleonischen Kriegen einen Frieden unterzeichnet hatten. Die Aussicht sei wunderbar, befand der Kaiser, doch was er auf dem Burghügel sehe, gefalle ihm nicht. Der Aargauer Regierungsrat hatte kurz vor dem Besuch vergeblich versucht, auf der vernachlässigten Ruine etwas aufzuräumen. Seit den 1840er Jahren durfte der Hochwächter auf der Burg eine Gastwirtschaft betreiben. Mit dem Ende der Berner Herrschaft hatte er keine militärischen Pflichten mehr, sondern alarmierte nur noch bei Feuersbrünsten. Der letzte Hochwächter erhielt 1908 einen Pachtvertrag und wurde vollamtlicher Wirt. Die Wirtsfamilie Mattenberger-Hummel bewohnte bis in die 1940er Jahre als letzte das Schloss. Der Palas beherbergt bis heute ein Restaurant. 2009 übergab die Kantonsarchäologie die Habsburg ans Museum Aargau, das im grossen Turm eine Ausstellung zur Burg im Mittelalter zeigt. Mehr Weniger 1804 Weiterführende Literatur Frey, Peter et al.: Die Habsburg. Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 1998. Frey, Peter: Die Habsburg. Bericht über die Ausgrabungen von 1994/95, in: Argovia Bd. 109, Aarau 1997, S. 123-176. Frey, Peter: Die Habsburg im Aargau. Bericht über die Ausgrabungen von 1978-1983, in: Argovia Bd. 98, Aarau 1986, S. 23-116. Meier, Bruno: Ein Königshaus aus der Schweiz. Die Habsburger, der Aargau und die Eidgenossenschaft im Mittelalter, Baden 2008. Siehe auch Geschichte in Kürze Ausstellungen & Rundgänge Kontakt

 
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Baugeschichte Familiengeschichte Baugeschichte Die Turmburg Im späten 12. Jahrhundert gründeten die Herren von Hallwyl am Aabach eine kleine Burg. Sie bestand aus einem Wohnturm, der auf drei Seiten von einem Trockengraben umgeben war. Aussen waren die Turmmauern mit mächtigen Findlingen verkleidet. Ein vorgelagerter Wirtschaftshof versorgte die Burgfamilie. Er war vermutlich älter als die Burg. Die Familie von Hallwyl wurde mächtiger – und die Turmburg zu eng. Abhilfe bot der um 1265 östlich des Wohnturms direkt am Bachufer errichtete Palas. Zwei Räume im Erdgeschoss dienten der Vorratshaltung. Im ersten und zweiten Obergeschoss befanden sich Wohnräume. Spätestens beim Bau des Palas, vermutlich aber schon früher, führte eine Brücke über den Aabach. Mehr Weniger 12./13. Jh. Die Wasserburg In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stand Johans I. der Herrschaft Hallwyl vor. Er baute die Turmburg zur zweiteiligen, befestigten Wasserburg aus. Dafür liess er im Sumpfland der Bachniederung eine künstliche Insel aufschütten, die auf drei Seiten von einer Ringmauer und allseitig von Wassergräben umgeben war. Auch Wohnturm und Palas erhielten rundum Wassergräben sowie eine Schanze. Die vordere Insel beherbergte eine Burgkapelle, ein hölzernes Backhaus und ein bis heute erhaltener Rundturm. An diesen schloss das Alte Haus an, ein repräsentativer, zweigeschossiger Wohnbau. Auch das Südhaus, der Vorgängerbau des Vorderen Hauses, entstand in dieser Zeit. Mehr Weniger 14. Jh. Zerstörung und Wiederaufbau Bei der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Jahr 1415 schossen Berner Truppen die Burg in Brand. Verschont blieben nur der Wohnturm und einige Räume im Palas der Hinteren Burg. Die Herren von Hallwyl liessen die Burg zügig wieder aufbauen und erweiterten sie bei dieser Gelegenheit: Den Palas auf der hinteren Insel verlängerten sie nach Süden. Ein dreigeschossiges Wohngebäude, das Vordere Haus, ersetzte das abgebrannte Südhaus. Mehr Weniger 15. Jh. Der Umbau zum Schloss Um 1500 liess Dietrich von Hallwyl an den östlichen Ecken der hinteren Insel runde Geschütztürme mit Schiesscharten errichten (Verlies- und Archivturm). Um 1520 wurde das Alte Haus auf der vorderen Insel abgebrochen. Einige seiner Mauern sowie ein Eingangsportal blieben für das bis heute erhaltene Kornhaus stehen. Das Vordere Haus bekam gegen Westen einen Anbau. Nach 1550 erhielt der Palas auf der hinteren Insel eine Erweiterung gegen Norden. Burkhard III. von Hallwyl baute die Burg von 1578 bis 1590 zum Schloss aus. Er baute über dem Tor Räume in den Turm und verschönerte das Vordere Haus mit neuen Fenstern und einem Erker. Nun erschlossen Treppentürme anstelle der einstigen Holzlauben die Stockwerke von Vorderem und Hinterem Haus (Palas). Den Palas versah Burkhard im Osten mit einer neuen Fassade und neuen Fenstern; im dritten Geschoss baute er einen Festsaal ein. Auch die Schlossscheune stammt aus dieser Zeit. Mehr Weniger 16. Jh. Die Schlossmühle Eine Schlossmühle gab es bereits im 14. Jahrhundert. Das heute noch bestehende Mühlengebäude stammt von 1637. Es nimmt unmittelbar nördlich der Schlossanlage eine dritte Insel ein. Im Erdgeschoss befindet sich der Mahlraum mit drei Mahlgängen, der heute Teil der Ausstellung ist. Im Obergeschoss wohnte der Müller. Mehr Weniger 17. Jh. Erneuerungen der Wirtschaftsbauten 1757 liess Bernhardine von Hallwyl die Schlossscheune nach Westen verlängern. Dafür riss man die Schlosskapelle ab, die mit der Reformation ihre Funktion verloren hatte. Im Osten vor dem Schloss, wo sich heute ein Kiesplatz befindet, legte sie einen grossen Barockgarten an. Auch die Mühle liess Bernhardine erneuern. Das Vordere Haus brauchte eine Renovation, nachdem es mehrere Jahrzehnte unbewohnt gewesen war. Mehr Weniger 18. Jh. Ein historisierender Schlossumbau Um 1810 liess Franz von Hallwyl den alten Wohnturm bis auf das Erdgeschoss abbrechen und neu überdachen. Hans von Hallwyl versah in den 1860er Jahren die Ringmauer mit Zinnen und schlug eine Brücke über den Südgraben in den neu angelegten Landschaftspark. Von 1871 bis 1873 liess er das Vordere Haus und den Torturm im Stil der Neugotik umgestalten. Noch war der Innenausbau nicht abgeschlossen, als der Bauherr Konkurs machte. Um das Stammschloss der Familie zu erhalten, erwarb es 1874 Hans’ Bruder Walther. Mehr Weniger 19. Jh. Das Baudenkmal Bis 1910 blieb das Schloss ungenutzt. Walthers Gattin, Wilhelmina von Hallwyl, liess das Schloss 1910 bis 1916 archäologisch untersuchen und nach denkmalpflegerischen Richtlinien restaurieren. Sie liess die verschlammten Wassergräben reinigen und die Bauten in den Zustand vor der letzten Umgestaltung zurückbauen. Der leitende Archäologe, Nils Lithberg, veröffentlichte seine Befunde in einem fünfbändigen Werk. Nach dem Tod ihres Gatten gründete Wilhelmina 1925 die Hallwil-Stiftung als Trägerschaft der Schlossanlage und machte diese öffentlich zugänglich. Mehr Weniger 20. Jh. Gesamtsanierung und Museum 1994 schenkte die Hallwil-Stiftung das Schloss dem Kanton Aargau. Von 1997 bis 2004 erfolgte eine Gesamtsanierung. Es galt, die historische Bausubstanz zu erhalten. Überall dort, wo Eingriffe in den Boden oder in historische Bauteile unvermeidbar waren, führte die Kantonsarchäologie Ausgrabungen und Bauuntersuchungen durch. Seit 2005 veranschaulicht die Dauerausstellung die Geschichte der Familie von Hallwyl und ihre Beziehungen zum Seetal. Auf der Mühleninsel ersetzte ein Neubau die ehemalige Mühlenscheune. Mehr Weniger 21. Jh. Familiengeschichte Vermutlich aus edelfreiem Geschlecht: Waltherus de Allewilare 1167 taucht erstmals ein Mitglied der Familie von Hallwyl in einer Schriftquelle auf: Waltherus de Allewilare war Zeuge für den Grafen Cuno von Lenzburg. 12. Jh. Von den Kyburgern zu den Habsburgern: Waltherus III. Die Herren von Hallwyl erhielten die landgräfliche Vogtei über den Hallwilersee; wohl von den Staufern oder Kyburgern. Damit waren sie befugt, rund um den See Recht zu sprechen und Zölle zu erheben. Dies dürfte sie veranlasst haben, am Nordende des Sees ihre Burg zu errichten. Waltherus de Hallewile stand im Dienst der Kyburger. Seine Söhne traten 1263 nach dem Aussterben der Kyburger unter habsburgische Herrschaft. Die Familie hatte ihre Grablege im Kloster Kappel am Albis. Mehr Weniger 13. Jh. Auf dem Höhepunkt der Macht: Johans I. Johans I. (erste Nennung 1305-1348) machte Karriere als habsburgischer Verwalter. Nach dem Vorbild seiner Herren verzeichnete er all seine Güter und Rechte in einem so genannten Urbar. Er begann, den verstreuten Familienbesitz zu einer geschlossenen Herrschaft zusammenzufügen. Johans amtete auf Schloss Lenzburg als Erzieher Herzog Friedrichs II. von Habsburg. Zu seiner Zeit erreichte die Familie einen Höhepunkt an Macht und Ansehen. Seine Tochter Udelhild bestimmte Johans für die kirchliche Laufbahn. Als Äbtissin leitete sie das Kloster Königsfelden. Johans’ vier Söhne schlossen einen Erbvertrag ab, aus dem spätere Generationen die Unveräusserlichkeit der Burg ableiteten. Tatsächlich blieben die "Stammgüter" bis auf eine Ausnahme bis im 20. Jahrhundert in Familienbesitz. Mehr Weniger 14. Jh. Von Habsburg zu Bern: Rudolf, Hans und Dietrich Als die Eidgenossen 1415 den Aargau eroberten, verteidigten die Leute von Rudolf III. (1373-1440) die Hallwyl erfolglos. Die Familie musste Bern als neuen Landesherrn anerkennen, wollte sie ihren Besitz behalten. Hans (1434-1504) folgte der Familientradition und stellte sich zunächst in den Dienst Österreichs. In den Burgunderkriegen führte er dann 1476 Berner Truppen bei Murten siegreich in die Schlacht gegen Karl den Kühnen. Hans’ Bruder Dietrich (1462-1509) diente als junger Mann dem König von Frankreich. Nach seiner Rückkehr übernahm er den Familienbesitz, gründete einen Hof, liess Karpfenteiche anlegen und handelte mit Salz. Mehr Weniger 15. Jh. Reformierte Junker und ein Bischof: Hartmann III., Burkhard III. und Johann Georg Hartmann III. (1503-1573) studierte beim Reformator Wolfgang Capito in Basel Theologie. Nachdem er sich der Reformation angeschlossen hatte, verwarf er den Plan, Priester zu werden. Hartmann trat als Diplomat in den Dienst der Stadt Bern. 1546/47 war er im Schmalkaldischen Krieg Gesandter der Protestanten. Burkhard III. (1533-1598) stellte in seinem Arzneibuch über 2500 Rezepte zusammen. In seinem Labor machte er Versuche mit Destilliergeräten. Für seine Arzneien verwendete er Heilkräuter, tierische Substanzen und exotische Zutaten aus der Apotheke. Burkhard erneuerte das Haus- und Turnierbuch der Familie und baute die Hallwyl zum Schloss aus. In Burkhards Generation spaltete sich die Familie in vier Linien auf: zu Hallwyl, zu Trostburg im aargauischen Teufenthal, im aargauischen Schafisheim, in Württemberg und im Thurgau. Die Schafisheimer Linie setzte sich ab 1580 in Württemberg fort. Johann Georg (1555-1604) aus dem katholisch gebliebenen Thurgauer Zweig erhielt dank familiärer Beziehungen zunächst eine Pfründe am Domstift in Basel, später in Konstanz. Die Jesuiten hatten ihn geprägt: Er war streng gläubig und förderte Reformen in der katholischen Kirche. 1601 wählte ihn das Domkapitel Konstanz zum Bischof. Mehr Weniger 16. Jh. Aufstieg in Österreich, Niedergang im Aargau: Hugo und Gottfried Hugo (1576-1649) aus dem Trostburger Zweig trat nach seinem Studium der Rechte in den Dienst Österreichs und begründete die österreichsch-böhmische Linie der Familie. Gottfried (1640-1731) diente als junger Mann dem Pfalzgrafen und in einem schwedischen Regiment. Er heiratete mit Verena Sandmeier eine Nicht-Adelige. Nach einem Streit mit seinen Verwandten und einem Konkurs verwies ihn Bern des Landes. Er fristete mit seiner grossen Familie ein kümmerliches Dasein in Zürich. Im Alter versöhnte sich Gottfried mit der Verwandtschaft, Bern begnadigte ihn und er kehrte ins Hintere Haus von Hallwyl zurück. 1674 gelangte das Vordere Haus an die mit den Hallwyl verschwägerten Breiten-Landenberg. Schon zuvor war sowohl das Vordere wie das Hintere Haus auf Hallwyl in den Besitz von Familienzweigen ohne Söhne geraten. Es herrschte Unklarheit darüber, ob der Erbvertrag aus dem 14. Jahrhundert noch gelte, demzufolge die Stammgüter nur über die männliche Linie vererbt werden konnten. Mehr Weniger 17. Jh. Schloss Hallwyl in Frauenhand: Bernhardine und Franziska Romana 1742 gewann Johannes (1688-1753) das Vordere Haus in einem langwierigen Prozess für die Familie zurück. Dessen 39 Jahre jüngere Frau Bernhardine (1728-1779), geborene von Diesbach, wurde nach Johannes’ Tod Oberherrin auf Hallwyl und zog einen Weinhandel auf. Franziska Romana (1758-1836), aus dem österreichischen Familienzweig, flüchtete aus ihrem Elternhaus in Wien, um ihren Aargauer Verwandten Abraham Johann (1746-1779) zu heiraten. Wie ihre Schwiegermutter Bernhardine wurde auch sie früh Witwe und waltete danach über 50 Jahre als Oberherrin des Schlosses. In der Helvetischen Revolution 1798 verlor Franziska ihre Adelsvorrechte. Dennoch war sie aufgeschlossen für demokratische Ideen und pflegte Freundschaften mit einflussreichen Männern wie dem Pädagogen Pestalozzi oder dem Gelehrten Lavater. Mehr Weniger 18. Jh. Aargauer Politiker: Franz und Hans Karl Franz Rudolf (1777-1852) diente unter dem russischen Zaren im tatarischen Kasan. In steter Geldnot veruntreute er Schmuck und musste seinen Dienst quittieren. Zurück in der Heimat wurde er Herr auf Hallwyl und Grossrat im jungen Kanton Aargau. Franz prozessierte um in der Revolution verlorene Rechte des Hauses und verschuldete sich dadurch. 1833 musste er die Schlossmühle verkaufen. Hans (1835-1909), Oberst und Aargauer Regierungsrat, erhielt zu seiner Hochzeit das Stammschloss überschrieben. Er wohnte als Letzter zeitweise auf Hallwyl und begann, das Vordere Schloss im neugotischen Stil umzugestalten. 1874 machte er Konkurs und musste den Familiensitz seinem Bruder Walther (1839-1921) verkaufen. Mehr Weniger 19. Jh. Ein Schloss für alle: Von Wilhelmina zum Kanton Aargau Walthers Frau Wilhelmina (1844-1930) entstammte der reichen schwedischen Industriellenfamilie Kempe. Sie sammelte Gemälde, Porzellan, Silber, Waffen und Gebrauchsgegenstände. Ihre Sammlungen stellte sie in ihrem Wohnhaus in Stockholm aus, dem heutigen Hallwyl-Museum. Schloss Hallwyl liess Wilhelmina von 1910 bis 1916 archäologisch erforschen und in den Zustand vor 1862 zurückbauen. Nach dem Tod ihres Gatten gründete sie 1924 die Hallwil-Stiftung, die das Schloss öffentlich zugänglich machte. Eine bedeutende Sammlung mit Objekten und Gemälden sowie archäologischen Funden ist im Landesmuseum Zürich ausgestellt (Sammlung Hallwil). Die Familie von Hallwyl lebt bis heute. Mehr Weniger 20. Jh. Weiterführende Literatur Brun, Carl: Geschichte der Herren von Hallwyl, hg. Von Inès Keller-Frick, Bern 2006. Flury-Rova, Moritz: Das Schloss Hallwyl in der Entstehungszeit der modernen Denkmalpflege 1860-1920, Seengen 1999. Frey, Peter: Das Stammhaus der Herren von Hallwyl, Baden 2007. Lithberg, Nils: Schloss Hallwil, 5 Bände, Stockholm 1924-1932. Siehe auch Geschichte Ausstellungen & Rundgänge Förderverein Falken & Fisch Wasserradfonds

 
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Baugeschichte Bewohnerinnen und Bewohner Baugeschichte Die ersten Bauten auf dem Burghügel waren vermutlich aus Holz. Im 11. Jahrhundert kam ein steinerner Turm dazu. Seine Mauerreste liegen versteckt unter dem Boden. Das älteste erhaltene Gebäude ist ein herrschaftlicher Wohnturm, den die Grafen von Lenzburg um 1100 errichten liessen. Der vierstöckige Bau hatte einen Hocheingang, eine Wehrplattform mit Zinnenkranz und nur wenige Fenster. Der Wohnturm steht heute noch. An der Südwand erkennt man zwei rundbogige Aborttüren, heute grosse Fenster. Mehr Weniger 11. Jahrhundert Um 1170 liessen die Lenzburger den Wohnturm um einen südlich angrenzenden Bau erweitern. Der heutige Südturm war damals nur eingeschossig. Aus der Lenzburger Zeit stammen auch ein Turm im Norden sowie die Burgkapelle im Südwesten des Plateaus. Beide Bauten lassen sich nur in den Schriftquellen nachweisen. Auch der Sodbrunnen dürfte bereits in dieser Zeit entstanden sein; die Trogmauer wurde 1551 erneuert. Mehr Weniger 12. Jahrhundert Herzog Otto von Habsburg liess um 1340 das Ritterhaus bauen; möglicherweise als Wohnhaus für die Braut seines Sohnes Friedrich II. Erhalten ist der zweistöckige Saalbau, der nach dem Tod Friedrichs 1344 im Rohbau stecken blieb. Das Ritterhaus war ursprünglich um ein Drittel länger: Im Westen grenzte ein Wohntrakt an die Kapelle. Ebenfalls um 1340 erhöhten die Habsburger den Südturm um zwei Stockwerke. Mehr Weniger 14. Jahrhundert Um 1460 liessen die Berner den Nordturm abbrechen und den Windenturm errichten. Er enthält bis heute eine Aufzugswinde. Das Tretrad wurde durch einen Elektromotor ersetzt. 1509 vollendeten die Berner den Saalbau des Ritterhauses und brachen den Wohntrakt ab. Später diente das Ritterhaus als Kornspeicher. 1518/19 entstand die Landvogtei als Wohnhaus für die Landvögte. 1629 erhielt der Bau einen vorgelagerten Treppenturm. Der heutige Springbrunnen diente Ende des 16. Jahrhunderts als Zisterne. Mehr Weniger 15./16. Jahrhundert Um 1600 liessen die Berner Stall und Mühle an der Nordmauer zum "Hinteren Haus" ausbauen, dem heutigen "Berner Haus". Die Berner planten während des Dreissigjährigen Krieges verschiedene Befestigungsanlagen. 1624 zeichnete Joseph Plepp die erste genaue Darstellung der Burg, umgeben von einem gezackten Bastionsgürtel. Von diesem Gürtel verwirklichten die Berner nur einzelne Abschnitte: Das äussere Burgtor, die talseitige Zwingermauer und das verstärkte mittlere Torhaus. Zudem bauten sie ein früheres Bollwerk zur Südbastion aus und schütteten in den 1640er Jahren die Ostbastion auf. Der Uhrenturm folgte 1659. Weil von der Ostbastion Wasser in die Wohnräume der Landvogtei sickerte, entstand in den 1670er Jahren der Nordtrakt als neue Landvogtwohnung. Mehr Weniger 17. Jahrhundert Ab 1896 liess August Jessup das Schloss restaurieren. Er orientierte sich dabei am Plan von 1624. Jessup erhöhte den Südturm um ein Geschoss und bekrönte den Wohnturm wieder mit Zinnen. Die Ostbastion senkte er ab, um einen Rosengarten mit Zugang zur Landvogtei anzulegen. Diese erhielt eine neugotische Hoffassade. Sämtliche Holzlauben stammen aus dieser Sanierung. Jessup liess Zentralheizung, fliessend kaltes und warmes Wasser und Strom im Schloss installieren. 1978-1986 sanierte der Kanton Aargau das Schloss umfassend. Dabei galt es, die historische Bausubstanz zu sichern sowie das Schloss einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Ostbastion wurde ausgehöhlt, um einen Ausstellungs- und Kulturgüterschutzraum einzurichten (heute Museumsshop und Geschichtsatelier). 2018-2019 standen Fassaden- und Dachrenovationen an. Die Schlossmauern wurden Richtung Südwesten restauriert und verstärkt. Mehr Weniger 19./20. Jahrhundert Bewohnerinnen und Bewohner Lenzburger und Staufer Gegründet hat die Lenzburg das gleichnamige Adelsgeschlecht. Die Vorfahren der Grafen von Lenzburg stammten aus der Ostschweiz. Im Aargau ist 1036 erstmals ein Graf Ulrich I. urkundlich erwähnt, der sich aber noch nicht "von Lenzburg" nannte. Vermutlich gab es die Burg damals bereits. 1077 taucht der Name Lenzburg dann zum ersten Mal in einer Chronik auf: Ein Enkel von Ulrich I. hielt zwei päpstliche Gesandte auf der Lenzburg fest. Graf Ulrich II. – Udalrico comite de Lentzburg – stand im Investiturstreit auf Seiten des Königs. Mit Ulrich IV. starb 1173 der letzte Lenzburger Graf. Er vermachte die Burg dem staufischen Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Als dieser auf einem Hoftag auf der Lenzburg Besitzungen an seine Gefolgsleute verteilte, erwähnte er in einer Urkunde das "castrum Lenceburg", die Burg Lenzburg. Mehr Weniger 11./12. Jahrhundert Kyburger und Habsburger Barbarossas Sohn Otto nannte sich 1188 "comes de Lenceburg". Drei Generationen später fiel die Lenzburg 1253 durch Heirat an die Kyburger. Dieses Hochadelsgeschlecht gründete unterhalb der Burg die Stadt Lenzburg. 1264 starben die männlichen Kyburger aus. Rudolf I. von Habsburg kaufte die Lenzburg 1273, kurz bevor er zum König gewählt wurde. 1275 hielt er sich für einen Hoftag auf der Burg auf. Die Habsburger bauten die Lenzburg im 14. Jahrhundert zu einem Herrschaftszentrum im Aargau aus. Bis 1344 weilten immer wieder Habsburger Fürsten auf der Burg. Lehensleute verwalteten von hier aus den habsburgischen Besitz: So die Familien von Hallwyl, die Truchsessen von Wolhusen und die Ribi. Mehr Weniger 13./14. Jahrhundert Berner Landvögte 1415 eroberten eidgenössische Truppen einen grossen Teil des habsburgischen Aargaus. Die Lenzburg blieb vom Feldzug verschont; Bern kaufte sie 1433 dem Schultheissen Hans Ribi ab. In den nächsten 350 Jahren war Schloss Lenzburg Berner Verwaltungssitz. Ein Landvogt regierte von hier aus über die Untertanen des Amtes Lenzburg. Von 1444 bis 1798 amteten 71 Berner Landvögte auf der Lenzburg. Sie stammten aus reichen Ratsgeschlechtern und wohnten mit ihren Familien vier bis sechs Jahre im Schloss. Einer der bekanntesten Landvögte war Adrian von Bubenberg (1457 bis 1461), der später als Schultheiss der Berner Regierung vorstand. Der letzte Berner Landvogt, Viktor von Wattenwyl, übergab das Schloss 1798 den Franzosen. Mehr Weniger 15.-18. Jahrhundert Knabeninternat Nach der Gründung des Kantons Aargau 1803 ging das Schloss in aargauischen Staatsbesitz über. 1823 pachtete der deutsche Pädagoge Christian Lippe das Schloss und richtete eine Privatschule für Knaben aus reichen Familien ein. Lippe bildete nach Pestalozzis Methode «Kopf, Herz und Hand» seiner Zöglinge. Kurz vor seinem Tod löste Lippe das Institut 1853 wegen Geldproblemen auf. Mehr Weniger 1804-1853 Private Besitzer: Familien Pestalozzi, Wedekind, Jessup und Ellsworth Der Kanton Aargau verkaufte das Schloss 1853 für 60’000 Franken dem Zürcher Seidenfabrikanten Konrad Pestalozzi-Scotchburn. Seine Erben traten es 1872 für 90’000 Franken dem deutschen Emigranten Friedrich Wilhelm Wedekind ab. Die Familie Wedekind wohnte mit ihren sechs Kindern im Schloss. Der spätere Dichter Frank Wedekind verarbeitete im Drama "Frühlingserwachen" Lenzburger Jugenderinnerungen. 1893 kaufte der Amerikaner August Edward Jessup das Schloss für 120’000 Franken. Er bewohnte es in den Sommermonaten mit seiner Frau, Lady Mildred Marion Bowes-Lyon, einer Grosstante von Queen Elisabeth II. 1911 trat Jessup die Lenzburg für 550’000 Franken an James William Ellsworth ab; auch ein amerikanischer Grossindustrieller. Dessen Sohn Lincoln war Polarforscher und plante auf dem Schloss seine Expeditionen zum Nord- und Südpol. Als Lincoln Ellsworth 1951 verstarb, suchte seine Frau Marie Louise Ellsworth-Ulmer einen Käufer für das Schloss. Mehr Weniger 1853-1956 Das Schloss als Begegnungsort und Museum Der Kanton Aargau und die Stadt Lenzburg gründeten eine Stiftung und kauften 1956 das Schloss für 500’000 Franken, um es öffentlich zugänglich zu machen. Die Stiftung Schloss Lenzburg sorgt seither für den Bauunterhalt und vermietet das Ritterhaus für Anlässe. Von 1960 bis 2018 nutzte das «Stapferhaus Lenzburg» das Bernerhaus für Tagungen und Projekte zu Gegenwartsfragen. 2018 bezog das Stapferhaus einen Neubau beim Bahnhof Lenzburg. 1978 bis 1986 wurde die Lenzburg umfassend restauriert und für eine öffentliche Nutzung eingerichtet. 1987 eröffnete das Historische Museum Aargau im Ostteil des Schlosses. Das Museum übernahm die historischen Sammlungen des Kantons Aargau und stellte Teile davon aus. Seit 2007 ist Schloss Lenzburg ein Standort des Museum Aargau. Mehr Weniger Ab 1956 Weiterführende Literatur Baudepartement des Kantons Aargau (Hg.): Schloss Lenzburg. Dokumentation der baulichen Sanierung 1978-1986, Aarau 1988. Dürst, Hans: Schloss Lenzburg, Historisches Museum Aargau. Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 1992. Frey, Peter: Schloss Lenzburg. Neue Erkenntnisse zur Bau- und Siedlungsgeschichte. Ergebnisse der archäologischen Forschungen 1979-1984, in: Nachrichten des Schweizerischen Burgenvereins, Bd. 60, Zürich 1987. Neuenschwander, Heidi: Schloss Lenzburg seit der Kantonsgründung, in: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau, Bd. 106, Aarau 1994. Niederhäuser, Peter: Die Lenzburg als Fürstensitz, in: Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, Basel 2018.

 
Kloster Königsfelden

Geschichte

Königin Elisabeth gründete 1309 das Kloster Königsfelden, nachdem ihr Mann, König Albrecht von Habsburg, an dieser Stelle ermordet worden war – von seinem eigenen Neffen, der sich um sein Erbe betrogen fühlte. Da der sterbende König seine Sünden keinem Priester beichten konnte, drohte ihm Sühne im Fegefeuer. Dem sollten die Gebete der Klostergemeinschaft entgegenwirken. Elisabeth umgab die Bettelordenskirche mit einem Kloster für Klarissen im Süden und einem für Franziskaner im Norden. Im Zentrum des Kirchenschiffs befindet sich die Gruft. Dort setzte Elisabeths Tochter Agnes 1316 die Gebeine ihrer Mutter bei. Albrecht selbst ist im Dom von Speyer bestattet. Königin Agnes von Ungarn Agnes wohnte bis zu ihrem Tod 1364 auf dem Klostergelände und leitete die Geschicke der Gemeinschaft, ohne selbst ins Kloster einzutreten. Sie und ihre Brüder statteten das Kloster mit Gütern und Einkünften aus. Agnes sorgte dafür, dass der Chor Fenster mit einem ausgeklügelten Bildprogramm erhielt: Sie zeigen das Leben und Sterben Christi, umgeben von den Aposteln sowie den Ordensgründern Franziskus und Klara. Die habsburgischen Stifter liessen sich zuunterst in den Scheiben verewigen. Die farbigen Glasfenster entstanden zwischen 1330 und 1350 und zählen zu den herausragenden Kunstwerken des europäischen Mittelalters. Von Habsburg zu Bern Nach der Schlacht bei Sempach 1386 weitete Königsfelden das Totengedenken aus auf die Ritter aus dem Heer Herzog Leopolds III. von Habsburg. Die Gefallenen sind auf Wandmalereien im Archivgewölbe dargestellt sowie auf einer Tafel im Kirchenschiff aus dem 17. Jahrhundert. 1415 entrissen die Eidgenossen Habsburg den Aargau. Fortan verwaltete ein Hofmeister aus Bern das Eigenamt und führte den Gutshof des Klosters. Er wohnte in der Hofmeisterei westlich der Kirche. Einige Berner liessen sich wie ihre habsburgischen Vorgänger in der Kirche begraben. Eine Wappentafel aus dem 17. Jahrhundert erinnert an sie. Aufhebung des Klosters 1528 rief Bern die Reformation aus; die letzten Geistlichen verliessen das Kloster. Viele Nonnen waren schon in den Jahren zuvor ausgetreten. Damit endete das Gedenken an die verstorbenen Habsburger. Die Familie überführte die Gebeine 1770 ins Kloster Sankt Blasien im Schwarzwald. Danach verwendete Bern das Kirchenschiff als Kornhaus und die Klostergebäude als Asyl für Arme und Kranke. Psychiatrische Klinik und Kunstdenkmal 1803 ging das Kloster Königsfelden in den Besitz des neu gegründeten Kantons Aargau über. Dieser nutzte die alten Klosterbauten als Heil- und Pflegeanstalt. Das Männerkloster liess er bis auf das Archivgewölbe abbrechen. 1872 eröffnete ein neues Spitalgebäude ausserhalb der einstigen Klostermauern, die heutige psychiatrische Klinik. Im Lauf des 19. Jahrhunderts erkannten Fachkreise die Bedeutung der Glasfenster. Die erste umfassende Restaurierung versuchte, die Scheiben wieder vollständig herzustellen. 2002 endete die jüngste Restauration. Weiterführende Literatur Kurmann-Schwarz, Brigitte: Die mittelalterlichen Glasmalereien der ehemaligen Klosterkirche Königsfelden, Bern 2008. Kurmann-Schwarz, Brigitte und Rauschert, Jeannette: Das Kloster Königsfelden, Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 2011. Simon Teuscher, Claudia Moddelmog (Hg.): Königsfelden. Königsmord, Kloster, Klinik, Baden 2012.

 
Schloss Lenzburg

Geschichte

Ein Ostschweizer Grafengeschlecht begann vor tausend Jahren, die Lenzburg zu erbauen und benannte sich fortan nach seinem Stammsitz. Dem Wappen der Grafen von Lenzburg zufolge bestand die erste Burg aus zwei Steintürmen, von denen der südlichere bis heute erhalten ist. Der letzte Lenzburger, Ulrich IV., vermachte die Burg 1173 Kaiser Friedrich I. 1253 fiel die Lenzburg an die Kyburger, die am Fuss des Burgfelsens die Stadt Lenzburg gründeten. Zwanzig Jahre später kaufte Rudolf I. von Habsburg die Burg, kurz bevor er zum König gewählt wurde. Aus der habsburgischen Zeit stammt das Ritterhaus, einer der grössten gotischen Profanbauten der Schweiz. Berner Verwaltungssitz Nachdem eidgenössische Truppen einen Grossteil des habsburgischen Aargaus erobert hatten, ohne jedoch die Lenzburg einzunehmen, kaufte Bern die Feste. Ab 1444 verwaltete jeweils ein Berner Landvogt von der Burg aus das Oberamt Lenzburg. Bis 1798 residierten 71 Patrizierfamilien auf dem Schloss und sorgten für dessen Unterhalt. Die meisten erhaltenen Bauten stammen aus der Berner Zeit: die Landvogtei, das Bernerhaus sowie der Nordtrakt. Als Bern 1528 die Reformation einführte, erhielt die Lenzburg stärkere Wehranlagen. Die Burg lag nahe der Grenze zum katholischen Freiamt. Während des Dreissigjährigen Krieges investierte Bern weiter in die Wehrbauten. Davon zeugen nicht nur die Doppeltoranlage sowie Bastionen im Osten und Süden des Felsplateaus, sondern auch die erste exakte Darstellung des Schlosses von 1624. Privatschule im kantonalen Schloss Als die Berner Herrschaft 1798 mit der Helvetischen Revolution endete, diente das Schloss einige Monate als Militärspital. Nach der Zeit der Helvetik übernahm 1804 der neu gegründete Kanton Aargau die Lenzburg. Erst zwanzig Jahre später erhielt das Schloss eine neue Nutzung: Der deutsche Pädagoge Christian Lippe leitete bis 1853 ein Internat, das nach Pestalozzis Methode von "Kopf, Herz und Hand" Knaben aus bürgerlichen Familien unterrichtete. Private Besitzer 1853 veräusserte der Kanton Aargau das Schloss an einen Zürcher Seidenfabrikanten; dessen Erben verkauften es dem Deutschen Friedrich Wilhelm Wedekind. Der Dichter Frank Wedekind verbrachte seine Jugendjahre auf der Lenzburg. Bauliche Veränderungen tätigte erst der dritte Privatbesitzer, August Jessup, ab 1896. Er versuchte, den Zustand der Anlage aus dem 17. Jahrhundert wiederherzustellen und gleichzeitig erhöhte er den Wohnkomfort durch Zentralheizung, Elektrifizierung und fliessendes Wasser. Auf Jessup folgte 1911 ein weiterer amerikanischer Grossindustrieller: James William Ellsworth. Dessen Sohn Lincoln plante im Schloss seine Expeditionen zum Nord- und Südpol. Das Schloss als Begegnungsort und Museum 1956 verkaufte die Flugpionierin Marie Louise Ellsworth-Ulmer das Schloss der Stiftung Schloss Lenzburg , die der Kanton Aargau und die Stadt Lenzburg gegründet hatten. Die Stiftung hatte sich zum Ziel gesetzt, das Schloss öffentlich zugänglich zu machen. Sie sorgt seither für den Bauunterhalt und vermietet das Ritterhaus für Anlässe. 1960 bis 2018 beherbergte das Bernerhaus das "Stapferhaus", benannt nach einem der Kantonsgründer, um in Ausstellungen und an Tagungen Gegenwartsfragen zu verhandeln. Nach einer umfassenden Sanierung eröffnete 1987 das Historische Museum Aargau in den Ostbauten des Schlosses seine Ausstellungen. Seit 2007 gehört Schloss Lenzburg zu Museum Aargau. Weiterführende Literatur Baudepartement des Kantons Aargau (Hg.): Schloss Lenzburg. Dokumentation der baulichen Sanierung 1978-1986, Aarau 1988. Dürst, Hans: Schloss Lenzburg, Historisches Museum Aargau. Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 1992. Frey, Peter: Schloss Lenzburg. Neue Erkenntnisse zur Bau- und Siedlungsgeschichte. Ergebnisse der archäologischen Forschungen 1979-1984, in: Nachrichten des Schweizerischen Burgenvereins, Bd. 60, Zürich 1987. Neuenschwander, Heidi: Schloss Lenzburg seit der Kantonsgründung, in: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau, Bd. 106, Aarau 1994. Niederhäuser, Peter: Die Lenzburg als Fürstensitz, in: Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, Basel 2018.

 
Schloss Habsburg

Geschichte

Die Sage erzählt, ein entflogener Jagdvogel habe Graf Radbot den Platz für seine Burg gezeigt: Er errichtete auf dem Wülpelsberg über der Aare seine "Habichtsburg". Gesichert ist, die früheren Habsburger verwalteten von ihrer Rodungsburg aus ihre Grundherrschaft, das spätere Eigenamt, ein Gebiet zwischen Aare, Reuss und Limmat. Was als befestigter Bauernhof begann, bauten die Habsburger schon bald zur monumentalen Doppelburg aus. Eine der grössten Burgen nördlich der Alpen Nach 1200 war die Habsburg vollendet. Vordere wie Hintere Burg verfügten über je einen Wohnbau, überragt von flankierenden Türmen. Wenig später verliess das Gründergeschlecht die Burg. Für die frühen Habsburger war die Burg nur ein Sitz unter mehreren: Mittelalterliche Herrscher ritten stets durch ihre Ländereien, um ihre Macht auszuüben. Seit dem 12. Jahrhundert finden sich Habsburger im Gefolge der Könige des römisch-deutschen Reichs. Ihre Burg hatten sie an Dienstleute verliehen. Die Habsburger Königsdynastie Rudolf I. bestieg 1273 als erster Habsburger den Thron des römisch-deutschen Reiches. Mit ihm verlagerte sich das habsburgische Machtzentrum nach Österreich. Durch kluge Heiratspolitik erlangten die Habsburger die Krone von Spanien, Böhmen und Ungarn. Im 16. Jahrhundert besass Karl V. ein Reich, in dem die Sonne nie unterging. Dem römisch-deutschen Reich waren bis zu seinem Ende im Jahr 1806 zwanzig Habsburger vorgestanden. Die Dynastie herrschte noch bis 1918 als Kaiser über Österreich-Ungarn. Die Familie von Habsburg besteht bis heute. Zerfall und Erforschung der Burg 1415 verlor Habsburg den Aargau – ausser dem Fricktal – an die Eidgenossenschaft. Die Vordere Burg war schon im Lauf des 13. Jahrhunderts zerfallen. Bern richtete auf dem Wülpelsberg eine Hochwacht ein, um bei Gefahr seine Truppen zu mobilisieren. Ein Hofmeister verwaltete die Burg vom Kloster Königsfelden aus. Seit 1804 ist die Habsburg im Besitz des Kantons Aargau. Er führte in der Vorderen und in der Hinteren Burg archäologische Grabungen durch. Schloss Habsburg gehört seit 2009 zu Museum Aargau. Weiterführende Literatur Frey, Peter et al.: Die Habsburg. Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 1998. Frey, Peter: Die Habsburg. Bericht über die Ausgrabungen von 1994/95, in: Argovia Bd. 109, Aarau 1997, S. 123-176. Frey, Peter: Die Habsburg im Aargau. Bericht über die Ausgrabungen von 1978-1983, in: Argovia Bd. 98, Aarau 1986, S. 23-116. Meier, Bruno: Ein Königshaus aus der Schweiz. Die Habsburger, der Aargau und die Eidgenossenschaft im Mittelalter, Baden 2008. Siehe auch Zeitstrahl Ausstellungen & Rundgänge Kontakt

 
Kloster Königsfelden

Zeitstrahl

Bau- und Restaurationsgeschichte Kloster- und Nutzungsgeschichte Bau- und Restaurationsgeschichte Ein Kloster zum Totengedenken Königin Elisabeth stiftete mit ihren Söhnen das Doppelkloster Königsfelden zur Erinnerung an ihren ermordeten Gatten, König Albrecht von Habsburg. Unmittelbar nach dem Mord 1308 hatte Elisabeth am Tatort eine Kapelle errichten lassen. Im Herbst 1310 begannen die Bauarbeiten für die Kirche und das Kloster. Im Zentrum der Anlage sollte sich die Klosterkirche erheben als turmloses, dreischiffiges Langhaus im Stil der Bettelordensarchitektur. Die Bauarbeiten schritten zügig voran – in ein, zwei Jahren war das Kirchenschiff fertig; der Dachstuhl des Mittelschiffs datiert von 1314. Die Fenster erhielten Scheiben mit Ornamenten. Im östlichen Mittelschiff befindet sich seit 1316 die habsburgische Grablege. Über der Gruft steht ein Kenotaph – ein Scheingrab – aus schwarzem und weissem Marmor. Der Chor mit dem Hochaltar und drei weiteren Altären erhielt 1330 die Weihe. Zu diesem Zeitpunkt waren erst die drei zentralen Christus-Fenster eingesetzt; die übrigen Fenster dürften blank verglast oder gar nur provisorisch verschlossen gewesen sein. Die Klosterbauten stammen von 1313. Südlich der Kirche standen die Gebäude für die Klarissen, nördlich diejenigen der Franziskaner. Mehr Weniger 1310-1330 Vollendung des Bildprogramms in den Glasfenstern Um 1340 liess Königin Agnes den Chor mit den beiden Märtyrer-Fenstern sowie den beiden Apostel-Fenstern ausstatten. Zuunterst in den Fenstern waren die Wohltäter des Klosters dargestellt. Das Bild von Agnes und ihrem Gatten ging verloren. Obwohl die Chorfenster ein planmässiges Bildprogramm präsentieren, entstanden sie in Etappen. Nach 1340 folgten die vier Heiligenfenster des Chors. Die Glaskünstler stammten wohl vorwiegend aus dem oberrheinischen Raum um Basel. Die figürlichen Fenster in den Seitenschiffen bestellte Agnes nach dem Tod ihres Bruders und Vormunds Albrecht II. im Jahr 1358. Von den ursprünglich 14 Darstellungen habsburgischer Familienmitglieder sind nur noch zwei erhalten. Mehr Weniger 1340-1360 Bernische Hofmeisterei Unter der Berner Herrschaft ab 1415 blieben Habsburgische Stiftungen aus und im Baubestand änderte sich nur wenig. 1508 liess Bern das Kircheninnere erstmals renovieren. Die Glasscheibe mit der Darstellung Evas stammt aus dieser Zeit. Nach der Reformation von 1528 benutzte Bern die Kirche als Magazin. Das Grabmal blieb bestehen und das Kenotaph erhielt vor 1555 eine Schranke, auf der die Namen der Bestatteten verzeichnet sind. Das ehemalige Frauenkloster beherbergte nun ein "Toubhüsli", einen Verwahrungsort für psychisch Kranke. Um 1600 liess Bern die Hofmeisterei westlich des Frauenklosters mit Schneggenturm, Wappentafel und Renaissanceportal ausbauen. Die Hofmeisterei bildete mit Scheunen und Stallungen ein Geviert um den noch erhaltenen achteckigen Brunnen. Mehr Weniger 15.-17. Jh. Die Kirche als Kornhaus und Spital 1777 baute Bern die Kirche zum Kornhaus um und liess dafür Zwischenböden ins Kirchenschiff ziehen. Zuvor überführten die Habsburger die Gebeine aus der Familiengruft ins Kloster Sankt Blasien im Schwarzwald. Im Chor der Kirche war jetzt ein Spital untergebracht, in den Klostergebäuden ein Armenasyl. Die Klosterbauten dienten dem 1803 gegründeten Kanton Aargau als Heilanstalt. Der Kanton erkannte die Bedeutung der Glasmalereien und begann ab den 1830er Jahren, die grössten Schäden an den Scheiben zu reparieren. In den 1860er-Jahren beschloss die Regierung, ein neues Spitalgebäude zu bauen, das 1872 eröffnete. Das Männerkloster liess sie bis auf das Archivgewölbe abbrechen. Ab 1891 befreite der Kanton Aargau das Kirchenschiff von den Einbauten. 1896-1900 restaurierte der Glasmaler Richard A. Nüscheler die Chorfenster mit dem Ziel, die Scheiben wieder vollständig herzustellen. Mehr Weniger 18./19. Jh. Jüngste Restaurationen Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Glasfenster ausgebaut und zunächst im Luftschutzkeller der psychiatrischen Klinik in Sicherheit gebracht. Als sich die Kriegslage 1944 verschärfte, evakuierte man die Scheiben in einen Felsenkeller von Schloss Lenzburg. Beim Wiedereinbau 1947 erhielten die Scheiben eine Schutzverglasung. 1983 wurde der ursprüngliche Lettner von 1312 rekonstruiert – die Schranke zwischen Kirchenschiff und Chor. 1987 bis 2002 restaurierten Fritz Dold und Urs Wohlgemuth die Chorfenster und versahen sie mit einer neuen Schutzverglasung. Abgase aus dem Strassenverkehr hatten ihnen zugesetzt. 2019 erhielt die Westfassade der Klosterkirche eine Restauration. 2023 bis 2025 fanden weitere Restaurierungsarbeiten statt. Mehr Weniger 20./21. Jh. Kloster- und Nutzungsgeschichte Königsmord und Klostergründung Der römisch-deutsche König Albrecht I. von Habsburg wurde am 1. Mai 1308 auf dem Feld bei Windisch ermordet – von seinem eigenen Neffen, Herzog Johann. Der fühlte sich von seinem Onkel ums Erbe betrogen. Der Mord erschütterte das Haus Habsburg, verlor die Familie mit dem Fall Albrechts doch auch die Reichskrone. Zum Gedenken an den Ermordeten liess die Königswitwe, Elisabeth von Görz-Tirol, am Tatort eine Kapelle mit einem Haus für zwei Franziskaner errichten. 1310 veranlasste Elisabeth zusammen mit ihren Kindern den Bau eines Doppelklosters für Klarissen und Franziskaner. Zur Erinnerung an König Albrecht erhielt es den Namen Königsfelden. Die Familie stattete das Kloster reich mit Besitz und Einkünften aus. Nonnen und Mönche sollten fürs Seelenheil des Ermordeten und seiner Angehörigen beten. 1312 zogen die ersten sechs Nonnen im Kloster ein. Königin Elisabeth verstarb ein Jahr darauf in Wien, bevor das Kloster fertig gebaut war. Sechs Franziskaner waren für die Messe und die Seelsorge des wachsenden Frauenklosters zuständig. Mehr Weniger 1308-1313 Königin Agnes Agnes, Tochter des ermordeten Albrechts, bestimmte für die nächsten 50 Jahre die Geschicke des Klosters. Sie hatte ihren Gatten, König Andreas III. von Ungarn, früh verloren und kam 1316 als Witwe nach Königsfelden Agnes bestattete die Gebeine ihrer Mutter Elisabeth in der Klosterkirche. In der Gruft wurden zehn weitere Habsburger bestattet, auch Agnes selbst. Albrechts Leichnam hingegen gelangte nach Speyer, wo die Könige im Dom ihre Grablege hatten. 1317 liess sich Agnes in Königsfelden nieder, ohne ins Kloster einzutreten. Sie bezog ein Haus südlich neben der Kirche. Als einzige Frau hatte sie Zugang zum Chor – durch eine eigene Pforte. 1320 weihte der Bischof von Strassburg die Kirche. Als 1330 auch der Chor stand, weihte der Konstanzer Bischof die Kirche Maria und allen Heiligen. Dank Stiftungen von Agnes und ihren Geschwistern verdoppelte sich 1337 der Franziskanerkonvent auf zwölf Mönche. Die Zahl der Nonnen setzte Agnes auf vierzig fest. Sie stammten mehrheitlich aus dem Hochadel und brachten grosses Vermögen ins Kloster. Agnes prägte die Organisation des Klosters bis zu ihrem Tod mit 83 Jahren. Sie stattete das Kloster mit zahlreichen Schenkungen aus und trat als Vermittlerin bei politischen Konflikten in den habsburgischen Vorlanden auf. Mehr Weniger 1316-1364 Von Habsburg zu Bern Mit Agnes‘ Tod endete die direkte Verbindung des Klosters zur Stifterfamilie. Ab 1364 vertrat ein Hofmeister das Frauenkloster in weltlichen Angelegenheiten. Macht und Reichtum des Klosters schwanden. In der Schlacht bei Sempach 1386 verlor das Ritterheer Herzog Leopolds III. von Habsburg gegen die Eidgenossen. Der Herzog und 26 seiner Ritter wurden in der Klosterkirche begraben. Das Totengedenken umfasste neben der Stifterfamilie nun auch die Parteigänger Habsburgs. Mit der Eroberung des Aargaus geriet das Kloster Königsfelden 1415 unter Berner Herrschaft. Nun verwaltete ein Berner Hofmeister das Kloster und seinen Besitz, das Eigenamt. Einige Hofmeister liessen sich in der Klosterkirche begraben. Mehr Weniger 1364-1415 Säkularisierung In der Reformation von 1528 hob Bern das Kloster auf. Damals lebten noch etwa sechs Nonnen in Königsfelden unter der Äbtissin Katharina von Waldburg. Habsburg versuchte vergeblich, das Totengedenken aufrechtzuerhalten. Schon ab 1523 wollten viele der etwa dreissig Nonnen aus dem Kloster austreten, um gemäss der reformierten Lehre ein gottgefälliges Leben in der Welt zu führen. Ab 1524 gestattete ihnen der Berner Rat den Austritt. Da das Vermögen der Frauen dem Kloster gehörte, gewährte Bern ihnen ein Darlehen. Im Gegenzug schmolz Bern einen Teil des Klosterschatzes zu Münzen ein. Drei Hauptwerke aus dem Klosterschatz befinden sich heute im Historischen Museum Bern. Mehr Weniger 1528 Psychiatrische Klinik und Kunstdenkmal 1803 ging das Kloster Königsfelden in den Besitz des neu gegründeten Kantons Aargau über. Dieser nutzte die alten Klosterbauten als Heil- und Pflegeanstalt. 1872 öffnete der Neubau ausserhalb der einstigen Klostermauern; die heutige psychiatrische Klinik. Die Kantonsarchäologie sorgte dafür, dass die Kirche öffentlich zugänglich war. Seit 2009 gehört die Klosterkirche Königsfelden zum Museum Aargau. In der Kirche finden Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Mehr Weniger 1803-heute Weiterführende Literatur Kurmann-Schwarz, Brigitte: Die mittelalterlichen Glasmalereien der ehemaligen Klosterkirche Königsfelden, Bern 2008. Kurmann-Schwarz, Brigitte und Rauschert, Jeannette: Das Kloster Königsfelden, Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 2011. Simon Teuscher, Claudia Moddelmog (Hg.): Königsfelden. Königsmord, Kloster, Klinik, Baden 2012.

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Geschichte

Gründung und Bau des Klosters Wettingen Das zisterziensische Kloster Wettingen wurde 1227 von Heinrich II. von Rapperswil gestiftet. Über die Gründung ist wenig bekannt. Eine Legende will, dass er in Seenot Maria, die Mutter Gottes, um Hilfe anrief und ihr bei Rettung ein Kloster versprach. Der Sturm legte sich. Am Himmel erschien ein heller Stern (Stella Maris), den Heinrich als Zeichen der Mutter Gottes deutete. Graf Heinrich von Rapperswil, Nachzeichnung eines verlorenen Wandbilds des 17. Jahrhunderts im Kreuzgang des Klosters Wettingen. (Zentralbibliothek Zürich) Wieder zu Hause, dauerte es einige Zeit, bis er auf der Limmathalbinsel den Platz für "sein" Kloster gefunden hatte. Nach dem Kauf der Liegenschaft von den Herren von Dillingen, der Zustimmung des zisterziensischen Generalkapitels und des Bischofs von Konstanz, erfolgte die Gründung. Wie üblich wurde ein Mutterkloster gesucht, welches einige Mönche ins neue Kloster sandte. So kamen die ersten zwölf Mönche aus dem Kloster Salem bei Überlingen nach Wettingen. Sie begannen mit dem Bau der Klosteranlage. Leben im Kloster Der Zisterzienserorden entstand 1098 aus dem Benediktinerorden heraus. Einige Mönche waren unzufrieden mit der Entwicklung des benediktinischen Ordens. Die benediktinischen Regeln, die Leitidee "ora et labora", waren dem Reichtum gewichen. Zuerst in Molesme, dann in Cîteaux fanden viele zurück zum Ursprung des monastischen Lebens. Anfang des 12. Jahrhunderts begann mit dem Eintritt von Bernhard von Clairvaux der Aufschwung der Zisterzienser. Neben den Mönchen, die sich vor allem dem Gebet und der Kontemplation hingaben, entstand die Institution der Konversen, auch Laienbrüder genannt. Diese waren für die harte körperliche Arbeit auf den Feldern, in den Gärten und im Kloster zuständig. Die Wettinger Mönchsgemeinschaft teilte sich ebenfalls in diese beiden Gruppen auf. Oft waren die Mönche auch geweihte Priester und für die Gottesdienste in den umliegenden Dörfern zuständig. Die Landwirtschaft war ein wichtiges Element im Kloster. Auf der Klosterhalbinsel Wettingen gab es neben einem Gemüsegarten und einem Kräutergarten auch Rebstöcke. Der Abt liess sich um sein Abthaus herum einen kleinen Privatgarten bauen. Für die Kontemplation traf man sich im ruhigen Kreuzganggarten. Heute sind diese Gärten teilweise rekonstruiert und können besucht werden. Schwierige Zeiten im 16. Jahrhundert Nachdem das Kloster 1507 einem verheerenden Brand fast vollständig zum Opfer fiel, war das klösterliche Leben durch die Reformation 1529 schon wieder in Gefahr. Die meisten Mönche traten zum neuen Glauben über und heirateten. Bis sie jedoch finanziell selbständig sein konnten, lebten sie weiterhin im Kloster. Ein monastisches Leben in Stille und im Glauben war nicht mehr möglich. Kaum hatten die katholischen Mönche "ihr" Kloster zurück, wurden sie von einer weiteren Pestwelle erfasst. Blütezeit unter Abt Peter Schmid Peter Schmid wurde 1594 zum Abt des Klosters Wettingen gewählt. Er trat an, um dem Kloster wieder zur Blüte zu verhelfen. Viele neue Gebäude entstanden. Er setzte aber auch neue Regeln auf, um das klösterliche Leben wieder in die Gemeinschaft zu bringen. Eine gute Ausbildung der Mönche war für ihn sehr wichtig. Für die Einnahmen sorgten nach 1651 die beiden römischen Katakombenheiligen Getulius und Marianus. Dieser Kauf brachte Pilger nach Wettingen und mit ihnen auch Spenden in Form von Geld. Das Kloster Wettingen um 1710. (Kantonale Denkmalpflege) Revolution und Klosterauflösung Mit dem Beginn der Revolution 1789 in Frankreich stand allen Menschen in Europa eine neue Epoche bevor. "Egalité, Fraternité, Liberté" hiess die Losung. Alle Menschen sollten die gleichen Rechte und Pflichten haben. Die Ständeordnung des Mittelalters fiel in sich zusammen. Das Kloster Wettingen lag mitten im Kriegsgebiet und musste zahlreiche Offiziere aller Kriegsparteien (Franzosen, Österreicher, Russen) bei sich einquartieren. Viel einschneidender war aber die Skepsis der Revolutionäre der Religion gegenüber. Diese Skepsis erhielt im 19. Jahrhundert auch im jungen Kanton Aargau grosse Zustimmung. Die Existenz der grossen und reichen Klöster war vielen ein Dorn im Auge. 1841 wurde im Grossrat in Aarau die Auflösung der aargauischen Klöster beschlossen. Die Wettinger Mönche hatten 48 Stunden Zeit, um ihr Heim zu verlassen. 13 Jahre dauerte es, bis die Wettinger Zisterzienser in Mehrerau bei Bregenz in Österreich eine neue Heimat finden konnten. Sie leben bis heute dort. Klosterhalbinsel in der Moderne Die Klostergebäude wurden anschliessend für ein Lehrerseminar genutzt. Der grösste Verfechter der Klosterauflösungen, Augustin Keller, wurde Rektor der Schule. Er zog in die Abtwohnung ein und führte das Lehrerseminar genauso streng getaktet, wie früher das Klosterleben gewesen war. 1976 wurde die Kantonsschule Wettingen gegründet, welche seither in den ehemaligen Klosterräumlichkeiten zu Hause ist. Über 1100 Schülerinnen und Schüler besuchen hier entweder das Gymnasium oder die Fachmittelschule. Das Aargauische Lehrerseminar Wettingen 1864. (Staatsarchiv Aargau) Industriekultur Der Kanton verkaufte grosse Flächen und Gebäude der Halbinsel an Geschäftspersonen. Johann Wild gründete eine sehr erfolgreiche Baumwollspinnerei an der Limmat, deren markantes Gebäude heute als Kultur- und Gewerbehaus genutzt wird. Ehemalige Arbeiterhäuser sind heute noch bewohnt. Kulturerbe Neben der reich ausgestatteten Kirche sticht vor allem der Kreuzgang mit seinem Figuren- und Wappenscheiben hervor. Diese Glasmalereien wurden von herausragenden Handwerkern in Europa geschaffen. Sie kamen meist als Schenkung ins Kloster Wettingen. Museum Aargau Seit 1. April 2022 betreibt Museum Aargau im Aussenbereich und in ausgewählten Innenräumen ein Museum . Mit dem Projekt "Schule macht Museum" beschreitet das Museum zudem neue Wege: Idee, Inhalte und Gestaltung der Ausstellung im Parlatorium wurden von Museum Aargau mit Schülerinnen und Schülern der Kantonsschule erarbeitet. Im Zentrum des Parlatoriums steht ein Archiv mit hunderten von Fragen: Wann weiss man genug? Wann endet die Welt? Oder: Was wäre, wenn alle Menschen ehrlich wären? Besucherinnen und Besucher wählen eine Frage aus und unternehmen damit eine Entdeckungsreise durch das Parlatorium: im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern, beim Spiel, oder in Form von interaktiven Text-, Bild- und Filminstallationen. Luftaufnahme der Klosterhalbinsel Wettingen von 1964. (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Comet Photo AG (Zürich) / Com_F64-02602 / CC BY-SA 4.0) Weiterführende Literatur Meng, Heinrich: 750 Jahre Kloster Wettingen 1227-1977: Festschrift zum Klosterjubiläum, 1977. Hoegger, Peter: Das ehemalige Zisterzienserkloster Wettingen, Kanton Aargau, GSK Band 604/605, Bern 1997. Hoegger, Peter: Glasmalereien im Kanton Aargau, Kloster Wettingen, 2002. Kottmann A., Hämmerle M.: Die Zisterzienserabtei Wettingen, 1996. Zeitstrahl Klosterkirche Kloster & Nebengebäude Löwenscheune Spinnerei

Gradian
Visualisierung/Animation Antikes Vindonissa
Visualisierung/Animation Antikes Vindonissa

Vindonissa

Legionärspfad und Vindonissa Museum

Erleben Sie in Vindonissa die Römer hautnah: Die Museumsstandorte Legionärspfad Vindonissa (Windisch) und Vindonissa Museum (Brugg) bieten Touren, Ausstellungen, Veranstaltungen sowie buchbare Angebote im früheren Legionslager Vindonissa an.

MUSEUMSSTANDORTE IN VINDONISSA

 
Kinder schreiten wie kleine Römer über das Areal vom Legionärspfad Vindonissa

Legionärspfad
Vindonissa

Der Römer-Erlebnispark bietet Spiel-/Themen-Touren, Events, römische Übernachtungen, Führungen und vieles mehr.  

 
Drei Mädchen stehen in der Ausstellung im Vindonissa Museum. Vor ihnen stehen zwei lebensgrosse Legionäre (Figuren)

Vindonissa
Museum

Das Vindonissa Museum in Brugg zeigt die wichtigsten Funde von Vindonissa, dem einzigen römischen Legionslager der Schweiz.  

Tagesprogramm

  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher
  • Schloss Lenzburg
  • Schloss Hallwyl
  • Schloss Habsburg
  • Schloss Wildegg
  • Klosterhalbinsel Wettingen
  • Kloster Königsfelden
  • Legionärspfad Vindonissa
  • Vindonissa Museum
  • Sammlungszentrum Egliswil
  • IndustriekulTour Aabach

Dies läuft am Tag Ihres Besuches

Ein Abenteurer mit Hut in einem mystischen Wald. Er streckt die rechte Hand aus. In dieser schwebt eine magisch-leuchtende Kugel.
18:00 – 23:59 Uhr

Stadtfest Brugg: Das Abenteuer von Vindonissa

Barbetrieb im römischen Garten und Suche nach Schätzen

Veranstaltung
Eine Schulklasse umkreist eine Ausstellung im Vindonissa Museum
18:00 – 23:59 Uhr

Dauerausstellung zu Vindonissa

Entdecken Sie Original-Objekte aus Ausgrabungen

Ausstellung
Scheibenfibel aus Buntmetall mit farbigen Emaille-Einlagen. Eingraviert ist das Lamm Gottes – ein Sinnbild für die Auferstehung Christi.
18:00 – 23:59 Uhr

Vitrine AKTUELL

Grabsteine aus Vindonissa: Sprechende Steine und ihre Schicksale

Ausstellung
Wo die Legionäre getafelt haben: erhaltene Küche im Legionärspfad Vindonissa

Themen-Touren für Erwachsene

Spannende Themen-Touren durch Vindonissa!

Selbständiger Rundgang
Eine Familie in einem dunklen Raum; die Displays der Audiogeräte um den Hals leuchten mystisch im Dunkeln. An der Rückwand Silhouetten von Legionären.

Spiel-Touren für Kinder

Löst knifflige Rätsel an römischen Schauplätzen

Selbständiger Rundgang
Kinder als Forscherinnen und Forscher verkleidet lösen gemeinsam ein Rätsel während ein Junge im Kittel einen Klemmbrett hält
18:00 – 23:59 Uhr

Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe!

Ab 8 Jahre – Löst Rätsel und entdeckt einen römischen Schatz

Selbständiger Rundgang
Schatzkarte mit diversen Bildern und Texten.
18:00 – 23:59 Uhr

Rätsel-Tour

Ab 7 Jahre – Mit der Schatzkarte durchs Museum

Selbständiger Rundgang
Eine Familie steht mit einem Plan vor einer Vitrine im Vindonissa Museum.
18:00 – 23:59 Uhr

Spurensuche - Auf der Fährte von Lupina und Anissa

Ab 5 Jahre – Folgt den Fussspuren von Lupina und Anissa

Selbständiger Rundgang
Aussenaufnahme vom römischen Garten vom Vindonissa Museum
18:00 – 23:59 Uhr

Wo sich Eichenlaub und Granatapfel treffen

Entdeckungsreise durch Garten und Museum mit Audioguide

Selbständiger Rundgang
Römischer Garten Vindonissa Museum: Eine junge Frau steht inmitten vieler grüner Pflanzen und riecht an einer Blüte. Im Hintergrund ein antiker Brunnen.
18:00 – 23:59 Uhr

Römischer Garten von Vindonissa

Rekonstruierter Ziergarten des Legionskommandanten

Garten
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