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Die Entstehungssage der Habsburg: Zwischen Mythos und politischem Kalkül

Zurück zum Blog 14. Juli 2024 Kategorie Mittelalter Aus der Sage zum Bau der Habsburg lässt sich einiges herauslesen, das auf den ersten Eindruck im Verborgenen liegt. Der Beitrag begibt sich auf die Spur der unterschiedlichen Bedeutungsstränge des Ursprungsmythos und erklärt deren Nutzen für die Habsburger. Die Sage zur Entstehung der Habsburg , die der Dynastie der Habsburger ihren Namen gab, ist schnell erzählt. In ihrer verbreitetsten Version handelt die Geschichte vom frühhabsburgischen Grafen Radbot , der auf der Jagd seinen abgerichteten Habicht verloren haben soll. Er fand den Vogel erst nach langer Suche auf dem Wülpelsberg wieder, einem Jurahöhenzug im heutigen Kanton Aargau. Der Ort erschien ihm als idealer Standort für eine Burg. Darauf lieh er sich Geld von seinem Bruder Werner, der Bischof von Strassburg war, um an eben jener Stelle eine Burg zu errichten. Darstellung Radbots aus der 'Chronik des Hauses Habsburg' von Joseph Geissinger um 1800 (Wikimedia Commons). Anstatt das Geld vollständig in sein Bauvorhaben zu stecken, nutzte Radbot es auch dafür, die Beziehungen zu seinen Gefolgsleuten im Umland zu stärken. Als ihn sein Bruder Werner eines Tages besuchte, um die erbaute Burg zu begutachten, war er zunächst enttäuscht. Der Bau imponierte ihm wenig und er wunderte sich, wohin all sein Geld geflossen war. Über Nacht liess Radbot all seine Gefolgsleute mobilisieren und als die beiden Brüder am nächsten Morgen erwachten, war das Land um die Burg voll mit Menschen. Herren, Ritter und Knechte, alle hatten sie ihre Zelte im Feld aufgeschlagen. Werner fürchtete sich, dass sie belagert worden seien. Radbot erklärte ihm, dass das Gegenteil der Fall sei. Diese Menschen seien die tatsächlichen Mauern, die er gebaut habe. Bischof Werner gab Radbot Recht und zeigte sich sehr zufrieden. In Gedenken an seinen Lieblingsvogel nannte Graf Radbot die Burg "Habichtsburg". Im alltäglichen Wortgebrauch wurde daraus im Laufe der Zeit "Habsburg". Ursprungssage und Herrschaftslegitimation im Mittelalter Mittelalterliche Ursprungssagen wie jene zur Habsburg erzählen einiges über ihre Entstehungszeit. Mit Hilfe symbolträchtiger Erzählungen legitimieren sie die Herrschaftsansprüche der betreffenden Adelsfamilie. In der Sage zur Habsburg wird die Herrschaft der Habsburger so dargestellt, dass letztere auf die Zusammenarbeit mit allen Bevölkerungsschichten abgestützt ist. Radbot erscheint so als weiser Anführer. Er zieht gute Beziehungen zu seinen Untertanen einer imposanten Burg vor, was seine eigene Herrschaft gerecht erscheinen lässt. Älteste bekannte realitätsnahe Darstellung der Habsburg aus 'Wappenbuch des Hans Ulrich Fisch' um 1627 (Staatsarchiv Aargau). Ein weiterer wichtiger Aspekt der Geschichte ist das mystische Element des Habichtflugs, der die Lage der Habsburg bestimmt haben soll. Solch schicksalshafte Begebenheiten verleihen einer adligen Familiengeschichte eine übernatürliche Komponente. Dass die Habsburger über andere Menschen bestimmen, erscheint so als überirdische, gottgewollte Tatsache. Mythos der Habsburger als Abkommen eines römischen Geschlechts In der Ursprungssage zur Entstehung der Habsburg versteckt sich auch ein Motiv, das über die Jahrhunderte der habsburgischen Familiengeschichte hinweg bedeutend blieb: Die angebliche Abstammung der beiden Brüder Radbot und Werner von einem alten römischen Adelsgeschlecht. Es die einzige Angabe zur Herkunft der beiden Brüder in der Sage. Die Forschung vermutet, dass dieses Element einer römischen Abkunft erst im 12./13. Jahrhundert Teil der Ursprungssage wurde. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde dieses Detail zigfach in ihren dynastischen Erzählungen zitiert und intensiviert. Dass die Habsburger als Abkommen eines römischen Geschlechts dargestellt wurden, war ein Kunstgriff, um mögliche Zweifel am glorreichen Ursprung der Dynastie zu widerlegen. Dies war zur Zeit ihres Aufstiegs in die oberste Riege der europäischen Adelsgeschlechter für die Habsburger essenziell. Die Habsburger gehörten nämlich nicht zum engeren Reichsfürstenstand und hatten keine verwandtschaftlichen Beziehungen mit den alten königlichen Häusern aufzuweisen. Der Mangel hochedler Herkunft der Habsburger wurde so mit einer angeblich römischen Herkunft wettgemacht. Sagen als adelige Selbsterzählungen Die Anknüpfung an eine römische Vorgeschichte war typisch für die Selbsterzählungen der Adelsgeschlechter des im 10. Jahrhundert entstehenden Heiligen Römischen Reiches. Der Name "Heiliges Römisches Reich" leitet sich vom Anspruch dessen mittelalterlicher Herrscher ab, die Nachfolger der antiken römischen Kaiser und die universalen, weltlichen Oberhäupter der Christenheit zu sein. Wenig überraschend wurde in den Eigenerzählungen vieler germanischen Adelsfamilien ans Römertum angeknüpft. Nach antikem Vorbild des Triumphbogens der Cäsaren modellierte Ehrenpforte, die sowohl die eigenen Leistungen als auch die angeblichen mystischen Vorfahren des habsburgischen Kaisers Maximilian I. darstellen. Kolorierter Holzschnitt, 1559, Albertina Museum Wien (© Anita Pravits, 2019). Unter dem habsburgischen Kaiser Maximilian I. von Österreich wurde zu Ende des 15. Jahrhunderts die römische Herkunftslegende noch weiter in die Vergangenheit gesponnen. Eigens angestellte Hofhistoriographen erarbeiteten eine dynastische Rückführung des Habsburger-Stammes bis hin zu den Trojanern. Eine Version, welche die habsburgische Dynastie nicht nur bis auf den trojanischen König Priamus, sondern sogar bis zum biblischen Noah zurückführte, wurde hingegen wohl aufgrund der Einwände der Wiener Theologischen Fakultät nicht gedruckt. Gesichertes Wissen über die Sage zur Habsburg Kenntnisse über den Ursprung der Sage gibt es wenig. Höchstwahrscheinlich basierte die Fabel zum Habichtsflug auf mündlichen Erzählungen, die sich in der Gegend der heutigen Schweiz erzählt wurden, nachdem die Habsburger ihre Herrschaft im Gebiet des heutigen Aargaus ab dem 11. Jahrhundert auszubreiten begannen. Mit dem Aufkommen einer kritischen Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert löste man sich endgültig von den fabelhaften Ursprungserzählungen. Heute lässt sich mit Sicherheit nur festhalten, dass die Habsburg durch die Frühhabsburger im Rahmen des hochmittelalterlichen Landesausbaus im Raum Brugg errichtet wurde. Dass die Habsburger danach konstant an Macht gewinnen konnten, hat unter anderem mit dem Aussterben anderer bedeutender Dynastien in derselben Region – der Lenzburger, Zähringer, Rapperswiler und Kyburger – zu tun. Mit dem neuen Fokus auf den niederösterreichischen Raum und dem Wiener Hof als Herrschaftszentrum um 1400 verlor die Sage um die Entstehung der Stammburg an Bedeutung. Die Habsburger fokussierten sich nun darauf, eine unauflösbare Verbindung zwischen dem eigenen Geschlecht und Österreich darzulegen. Die südwestliche Seite der Habsburg, wie sie sich heute präsentiert (Wikimedia Commons / Roland Zumbühl). Weitere Blogbeiträge 12. Mai 2022 Die Falknerei im Mittelalter Die Falknerei war im Mittelalter ein beliebtes Hobby adeliger Männer. Aber war die Falknerei lediglich eine adelige Spielerei – oder eben… 23. Juni 2023 Der Gutshof – Ein Zentrum der mittelalterlichen Herrschaft Im Juli 2023 wird vor den Schlosstoren von Hallwyl ein mittelalterlicher Bauernhof errichtet. Eine Gruppe Siedler zeigt authentisch den… Von Mara Jenni Von Mara Jenni Mara Jenni ist Praktikantin im Team Ausstellungen von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Mittelalter Kommentare 24.08.2024 Miriam Widmer Sehr interessanter Artikel. Als Bruggerin hat kennt man natürlich die Sage. Eigentlich ist es schade das es "nur" eine Sage ist. Aber schön finde ich sie trotzdem. Ich bin stolz eine Aargauerin zu sein.

 
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Die Entwicklung der Reiseapotheken: vom Altertum bis ins 18. Jahrhundert

Zurück zum Blog 24. Juli 2024 Kategorien Mittelalter Neuzeit Schätze aus der Sammlung Reisen war früher gefährlich und mühsam. Doch mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke konnte man sich auf die zahlreichen Gefahren vorbereiten. Ein Fuhrmann mit Pferd und Karren, Hausbuch der Nürnberger, Amb. 317.2 Folio 27 verso (Mendel I), Tinte (schwarz), Wasserfarben (grün, braun, grau), Höhung in Weiss und Rot, um 142 (Wikimedia Commons). Früher war Reisen ein mühsames und gefährliches Unternehmen. Die Wege waren schlecht, die Kutschen unbequem und oft führten einsame Pfade durch unbekanntes Gebiet. Die Reisenden waren damals viel grösseren Gefahren ausgesetzt als heute und hatten keine Möglichkeit, schnell Hilfe zu holen. Sich zu verletzen oder zu erkranken konnte tödlich enden. Daher war es üblich – wie teils auch heute noch –, eine Reiseapotheke für Notfälle bei sich zu haben. Reiseapotheken im Altertum und Mittelalter Die Apotheken jener Zeit unterschieden sich stark von modernen Vorstellungen einer Apotheke. Ähnlich wie heute enthielten die Reiseapotheken Mittel gegen Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit sowie Hilfsmittel gegen Bisse oder Floh- und Wanzenstiche. Reiseapotheken existieren in verschiedenen Formen bereits seit der Antike (ein Beispiel wäre Plinius Schrift Medicina Plinii aus dem 4. Jahrhundert, welche bis ins Mittelalter verbreitet war). Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Form der Reiseapotheke erheblich – von Kräuterbüchern und kunstvoll gestalteten, schweren Truhen hin zu kleinen kompakten Taschen, Boxen oder wasserdichten Beuteln. Kreutterbuch, 16. Jahrhundert, Frankfurt am Main, Sammlung Museum Aargau, Inv.-Nr. K-6706. Reisen im Altertum und Mittelalter Reisen waren lang, da Pferde oder gar Kutschen für die meisten Leute zu teuer waren. Vielfach waren Reisen – so etwa bei Wallfahrten – religiös motiviert. Ab der Römerzeit reisten insbesondere Pilger, Geschäftsleute oder Soldaten. Auch das gewöhnliche Volk war unterwegs, allerdings vor allem, um Seuchen oder Kriegen zu entkommen. Dank des ausgebauten Strassennetzes der Römer war das Reisen im Vergleich zu früheren Zeiten einfacher. Im Mittelalter verschlechterte sich jedoch der Zustand der römischen Strassen, sodass Reisen auf unebenen Feldwegen erfolgten. Bildungsreisen im 18. Jahrhundert Im 18. Jahrhundert war das Reisen und das Kennenlernen fremder Länder besonders in Europa sehr verbreitet. Adelige und wohlhabende Bürger begaben sich auf Bildungsreisen ( Grand Tour ), um die Kultur und Kunst Europas zu entdecken. Florenz, Rom, Venedig, Nizza und Paris standen auf der Reiseroute der Grand Tour . Die Reisenden auf einer Grand Tour führten in der Regel viel Gepäck mit, darunter auch die Reiseapotheke, um eine komfortable und sichere Reise zu gewährleisten. In Reiseapotheken des 18. Jahrhunderts findet man oft kleine Glasfläschchen mit Mitteln zur Behandlung von Krankheiten und sogar chirurgische Instrumente, sofern man sich diese leisten konnte. Gebildete Leute verfügten zusätzlich über ein Kräuter- oder Arzneibuch, um die Arzneimittel selbst herstellen zu können. Die mysteriöse Truhe der Sammlung Museum Aargau In der Sammlung Museum Aargau befindet sich eine Reiseapotheke des 18. Jahrhunderts, deren Eigentümer unbekannt ist. Auf den ersten Blick und in geschlossenen Zustand erscheint sie wie eine geheimnisvolle Schatztruhe, welche Betrachterinnen oder Betrachter einlädt, sie zu öffnen und ihren Inhalt zu entdecken. Diese kunstvolle und elegante Reiseapotheke zeigt typische Merkmale der Reiseapotheken des 17. und 18. Jahrhunderts. Sie ist in Form einer Truhe gestaltet und aus Holz gefertigt, das mit Leder überzogen ist. Die Apotheke enthält zudem typische Arzneimittel jener Zeit. Geöffnete Reiseapotheke mit neun Phiolen mit verschiedenen Substanzen, ein kleines Döschen und zwei eingepackte Arzneimittel (Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-940.) Inhalt der Reiseapotheke In der Reiseapotheke der Sammlung Museum Aargau befinden sich neun Phiolen aus weissem Glas, die unterschiedlich gross sind. Sie enthalten fast alle noch originales Pulver oder Pillen und sind mit Leder abgebunden und beschriftet. Auf dem nachfolgenden Foto sind von links nach rechts drei der neun Gläser aus der Reiseapotheke zu sehen. Ihre Lederdeckel enthalten folgende Bezeichnungen: P. Antispasm, Pil. Purgantes, P. Bezoard . Entsprechend dem Inhalt könnte hier P. für «pulvis» (Pulver) und Pil. für «Pillula» (Kleine Pille) stehen. Diese drei Arzneimittel waren im 18. Jahrhundert sehr verbreitet. Der Pulvis Antispasmicodicum ist ein Antikrampfmittel, die Pillulae Purgantes wurden für die Reinigung des Darms und für eine bessere Verdauung verwendet, Pulvis Bezoard für die Entgiftung. Fazit Reiseapotheken haben eine lange Tradition. Auch heute sind sie noch aktuell und stellen für uns wichtige Reisebegleiter dar. Form und Inhalt der Reiseapotheken haben sich im Laufe der Zeit jedoch stark verändert. Während moderne Reiseapotheken kompakt und spezialisiert sind, waren damalige Reiseapotheken auch faszinierende kleine Kunstwerke. Die Grundidee von Reiseapotheken blieb jedoch stets dieselbe: die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit auf Reisen. Weitere Blogbeiträge 08. Mai 2024 Reisekultur und Reiseliteratur im 18. und 19. Jahrhundert Die Wildegger Schlossbibliothek birgt zahlreiche Reisbücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Anhand dieser Schriften lässt sich wunderbar… 07. Juni 2024 Quiz: Was wissen Sie über alte Heilpflanzen? Woher kommt die Bezeichnung für Basilikum? Welche Blumen werden bei Verdauungsbeschwerden angewendet? Testen Sie Ihr Wissen in diesem Quiz! 01. Dezember 2021 Gesund durch den Winter mit Arzneien von Burkhard von Hallwyl (Teil 1) Im Winter muss man besonders gut auf die Gesundheit achten. Folgende Rezepte gegen Winterkrankheiten von Burkhard III. von Hallwyl könnten… Von Patricia Striebel Von Patricia Striebel Patricia Striebel ist Praktikantin der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Neuzeit Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Quiz: Was wissen Sie über alte Heilpflanzen?

Zurück zum Blog 07. Juni 2024 Kategorien Klosterleben Quiz & Spiele Woher kommt die Bezeichnung für Basilikum? Welche Blumen werden bei Verdauungsbeschwerden angewendet? Testen Sie Ihr Wissen in diesem Quiz! Woher kommt die Bezeichnung für Basilikum? Das Kraut heisst so, weil es gegen den gefährlichen Basilisken schützen soll. Das Kraut wurde in der Stadt Basel besonders gerne gegessen. Die Bezeichnung leitet sich vom Titel "Basileus" der byzantinischen Herrscher ab, weil das Kraut ebenso geschätzt wurde, wie die Herrscher. Der Autor, der das Kraut als erster beschrieb, hiess Basil, und es war sein Lieblingsgewürz. Bei welchen Beschwerden wird auch heute noch gern Lavendel angewendet? Lavendelöl hilft gegen Ohrenschmerzen. Lavendeltee soll die Haut reiner machen. Eine heilende Wirkung des Lavendels ist heute eigentlich nicht bekannt. Lavendel beruhigt: Bei Stress, Einschlafproblemen oder Unruhe kann dessen zarter Duft entspannen. Salbei wird bereits seit langem als Heilmittel eingesetzt. Eine antike Verwendungsweise konnte durch moderne Studien bestätigt werden, nämlich: Das ätherische Öl stärkt die Gedächtnisleistung. Salbei hilft nachweislich gegen Fusspilz. Als Pulver nützt er gegen Haarausfall. Salbei verbessert die Sehleistung. Welche seit der Antike genutzte Heilpflanze kommt häufig in Hustentees und Hustensäften vor? Koriander Schwertlilie Fenchel Minze Welche Heilwirkungen werden heute der Rose zugeschrieben? Rosenkompressen helfen bei Augenentzündungen. Eigentlich keine, die Heilwirkung der Rose ist umstritten. Rosenpuder lindert Verbrennungswunden. Wenn Rosenöl als Mundspülung verwendet wird, soll es gegen Zahnschmerzen helfen. Welche kleinen Blumen werden gerne bei Verdauungsbeschwerden angewendet? Krokus Vergissmeinnicht Kamille Maiglöckchen Was rät Hildegard von Bingen bei Beschwerden durch schuppige Haut? Regenwürmer und Moos sollen zu einem Brei gemischt werden, der auf die Haut aufgetragen wird. Ringelblumen sollen mit einer harten Speckschwarte im Mörser zerstossen und auf die Haut aufgetragen werden. Radieschen sollen bei Vollmond geerntet und in feinen Scheiben auf die betroffenen Hautstellen gelegt werden. Der Morgentau von Frauenmäntelchen soll eingesammelt und aufgetragen werden. Welche Heilpflanze, um die wir lieber oft einen Bogen machen, hilft nachweislich gegen Arthrose und Arthritis? Tollkirsche Fingerhut Brennnessel Riesenbärenklau ENTDECKEN SIE HISTORISCHE GÄRTEN Rundgang durch die Klostergärten Jetzt entdecken Führung "Heilpflanzen früher und heute" Jetzt entdecken Weitere Beiträge 23. August 2022 Heilkunde im Kloster Seit jeher befassen sich Klöster mit Heilkunde, da die Fürsorge für die Armen und Kranken tief in ihrer Tradition verankert ist. Auch beim… 07. Juli 2021 Antike Heilkunde: Wie die Römer Pflanzen als Medizin nutzten Wie heilten die Römer? Und wieso spielten Pflanzen und Kräuter dabei eine wichtige Rolle? Erfahren sie, wie die medizinische Versorgung der… 06. Mai 2022 Quiz: Wie gut kennt ihr die Zeichensprache der Mönche? Wie gut könnt ihr die Zeichensprache der Mönche verstehen? Testet euch in diesem Quiz! Von Salome Bender Von Salome Bender Salome Bender ist Praktikantin Geschichtsvermittlung auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Klosterleben Quiz & Spiele Kommentare

 
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Tomaten: die richtige Pflege

Zurück zum Blog 17. Juni 2024 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten So gelingen Tomaten perfekt: der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Tomaten kamen bereits im 16. Jahrhundert zu uns und erfreuen sich seither immer grösserer Beliebtheit. Mittlerweile findet man im Handel über 100 verschiedene Sorten. Neben den roten Früchten gibt es auch gelbe, violette oder grüne. Standortwahl und Pflanzung von Tomaten Die Pflanzen lieben einen sonnigen, warmen und wettergeschützten Standort. Haben Sie keinen schützenden Standort, empfiehlt es sich, ein Tomatenhaus zu bauen. Achten Sie darauf, dass eine Seite – die vom Wetter abgewandte – offen ist. Tomaten können im Beet oder in Gefässen gepflanzt werden – wobei Gefässe mindestens 10 Liter gross sein müssen, da Tomaten im Sommer einen hohen Wasserbedarf haben. Weil Tomaten überdies Starkzehrer sind, bevorzugen sie nährstoffreiche Erde und eine gute Gründüngung. Während dem Sommer freuen sich die Pflanzen auch über Flüssigdünger (es gibt speziellen Tomatendünger) und danken es Ihnen mit feinen aromatischen Früchten. Tomaten im Garten (Pixabay/CB_Droneography) Pflege und Ernte Achten Sie beim Giessen auf eine gleichmässige Feuchtigkeit. Während dem Wachstum werden regelmässig die Seitentriebe ausgebrochen, dies fördert die Fruchtbildung. Ab etwa Ende Juli kann man den Kopf der Pflanze abschneiden, ebenso Blätter, welche die noch unreifen Früchte bedecken. Dies unterstützt den Reifeprozess. Hat man im Herbst noch grüne Früchte und die Sonne scheint nicht mehr so oft, können diese geerntet werden und reifen so doch noch nach. Wenn der Reifeprozess beschleunigt werden soll, können Äpfel dazu gelegt werden. Weitere Blogbeiträge 30. April 2024 Kompost, nein danke! Kompost gilt als "schwarzes Gold" im Garten. In einigen Fällen jedoch ist Kompost das falsche Mittel. Der Gartentipp aus dem Wildegger… 07. Juni 2024 Quiz: Was wissen Sie über alte Heilpflanzen? Woher kommt die Bezeichnung für Basilikum? Welche Blumen werden bei Verdauungsbeschwerden angewendet? Testen Sie Ihr Wissen in diesem Quiz! 04. März 2024 Fitmacher Johannisbeeren Tauchen Sie ein in die Welt der Johannisbeeren. Von Sorten und Schnitt bis zur Pflege: Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Das Erdbeer-Einmaleins: Tipps zur Sortenpflege

Zurück zum Blog 13. August 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Der Spätsommer ist der ideale Zeitpunkt, um Erdbeeren zu pflanzen, denn von August bis Oktober werden die Blüten fürs nächste Jahr gebildet. Je später man die Pflanzen setzt, desto geringer ist der Ertrag im nächsten Jahr. Erdbeeren bevorzugen einen sonnigen Standort mit einem humosen, tiefgründigen Boden, der mit Kompost oder Pflanzenerde verbessert werden kann. Am besten eignen würde sich ein frisch geerntetes Kartoffelbeet. Auf jeden Fall sollten während drei Jahren keine Erdbeeren darauf gewachsen sein. Vor dem Fruchtansatz empfiehlt es sich, Holzwolle oder Stroh um die Pflanzen zu legen. Dadurch sind die Beeren weniger anfällig auf Fäulnis und der Schneckenbefall wird eingedämmt. Tipps zur Pflege der Erdbeer-Sorten: Eimaltragend: Vor dem Laubaustrieb die verdorrten und fleckigen Blätter entfernen, das verkleinert das Risiko für Pilzbefall. Die Ausläufer werden entfernt. Immertragend: Nur die ersten zwei bis drei Beeren ernten und dann die Blüten entfernen, das führt zu einer schnelleren Nachblüte, gibt kräftigere Pflanzen und vermindert Schimmelbefall. Pro Pflanze ein bis zwei Ausläufer stehen lassen, um eine gute Nachernte zu erreichen. Erdbeerwiese: Hier wird alles stehen gelassen, so entsteht ein schöner Pflanzenteppich. Monatserdbeere: Diese Pflanzen bilden keine Ausläufer, somit benötigen sie keine spezielle Pflege. Hängeerdbeeren: Für eine starke Ausläuferbildung empfiehlt es sich, die ersten Blüten bis im Mai auszubrechen und ab dann alles wachsen lassen. Zum Überwintern werden die Ausläufer abgeschnitten. Im Winter das Giessen nicht vergessen! Klettererdbeeren: Auch bei diesen Erdbeeren ist es am besten, die ersten Blüten bis im Mai auszubrechen. Klettererdbeeren müssen aufgebunden werden, da sie sich nicht von alleine halten können. Nach etwa drei Kulturjahren sind die Pflanzen erschöpft und müssen frisch gepflanzt werden. Dazu kann man auch die Ausläufer der alten Erdbeeren nehmen und sie dadurch verjüngen. Und beim neu Bepflanzen immer daran denken: Es sollten während drei Jahren keine Erdbeeren in dem Beet gewachsen sein. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Musik aus dem Mittelalter: Drehleier-Spiel auf Schloss Lenzburg

Zurück zum Blog 15. Oktober 2020 Kategorie Schlossgeschichten Geschichtsvermittler Peter Suenderhauf belebt als Spielmann mit seiner Drehleier das leerstehende Ritterhaus. Sein "Bransle de Chevaux" – eine Melodie aus dem 16. Jahrhundert – weckt Erinnerungen an freudige Feste und bunte Feiern auf Schloss Lenzburg. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

 
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Die Äbtissin führt zum Klarafenster im Kloster Königsfelden

Zurück zum Blog 14. Oktober 2020 Kategorie Klosterleben Die berühmten Glasfenster der Klosterkirche Königsfelden sind Symbole der herausragenden Stellung der Habsburger im 14. Jahrhundert. Begleiten Sie Äbtissin Udelhild von Hallwyl (1391) durch die Klosterkirche und zum faszinierenden Klarafenster. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Klosterleben Kommentare

 
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Graf Radbot und die Gründung von Schloss Habsburg

Zurück zum Blog 08. September 2020 Kategorie Schlossgeschichten Anna von Habsburg erinnert sich an die Geschichte von Graf Radbot, der um das Jahr 1020 die Habsburg – oder die Habichtsburg, wie er sie nannte – gebaut hat. Wie die Burg wohl zu ihrem Namen kam? Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

 
Legionärspfad Vindonissa

Römisch Schmieden

480 NICHT LÖSCHEN - dient den Daten auf der Homepage Erleben Sie in 2er-Gruppen authentisch das römische Schmiedehandwerk Jeweils am Samstag wird in der rekonstruierten römischen Schmiede im Legionärspfad Vindonissa eingefeuert (für grössere Gruppen auch Dienstag bis Freitag buchbar). Greifen Sie zu Hammer und Zange und erleben Sie in 2er-Gruppen authentisch das römische Schmiedehandwerk. Unter Anleitung eines römischen Schmiedes oder einer römischen Schmiedin entsteht ein Schreibgriffel aus Eisen, ein sogenannter stilus. Vor oder nach dem Schmieden wird eigenständig eine römische Schreibtafel aus Holz und Wachs gebaut. Pro Schmiede-Arbeitsplatz sind zwei Personen nötig, eine vorgängige Buchung ist erforderlich. Römisch Schmieden in Vindonissa: Authentisches römischers Handwerk in der rekonstruierten Schmiede im Legionärspfad Vindonissa. Jeden Samstag. Jetzt buchen.

 
Schloss Hallwyl

Wilhelmina, die Sammlerin

40 Szenische Führung mit Wilhelmina von Hallwyl (1844-1930) Seit rund 100 Jahren ist Schloss Hallwyl ein Museum. Die letzte Schlossbesitzerin, Wilhelmina von Hallwyl (1844-1930), berichtet Ihnen auf einem Rundgang von ihrer speziellen Beziehung zum Schloss. 1874 erwarb Wilhelmina mit ihrem Ehemann Walter von Hallwyl das Schloss und widmete sich leidenschaftlich dessen archäologischer Erforschung und Restaurierung. Als starke und entschlossene Frau brachte sie Schloss Hallwyl zu neuem Glanz. 1925 gründete Wilhelmina eine Stiftung, um das Schloss als Museum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen – ein Erbe, das bis heute nachwirkt. Öffentliche Führung durch Schloss Hallwyl: "Wilhelmina, die Sammlerin". Szenische Führung mit Wilhelmina von Hallwly (1844-1930)

Gradian
Blick in die Halle des Sammlungszentrums Egliswil

Sammlungszentrum Egliswil

Schatzkammer
der Sammlung

Das Sammlungszentrum Egliswil ist die Schatzkammer der Sammlung von Museum Aargau. Die Sammlung umfasst rund 50'000 Objekte. Besuchen Sie das Sammlungszentrum im Rahmen einer öffentlichen Führung.

DIE SAMMLUNG

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Die Sammlung
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Rund 50'000 Objekte zur Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

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Ein Mann präsentiert im Sammlungszentrum Egliswil einen historischen Kelch. Neben und hinter dem Mann steht eine Besuchergruppe.

Öffentliche
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Veranstaltungskalender  

 
Alte Bücher auf einem Tisch

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