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So machten es die Römer: Toga binden – mit Video

Der Legionskommandant von Vindonissa zeigt euch im Video, wie die Römer eine Toga drapieren.

Die Toga

Das wichtigste Kleidungsstück im Römischen Reich war die Toga, die üblicherweise weiss war. Getragen wurde sie von allen Männern, die das römische Bürgerrecht besassen. Im Alltag unterschieden römische Bürger deutlich von Sklaven, Verbannten und Barbaren. Das Tuch war etwa 5 bis 6 Meter breit.

Da der legatus legionis, kurz Legat, der Kommandant einer Legion, dem Senatorenstand angehörte, trug er eine Toga, die mit einem Purpurstreifen eingefasst war. Der echte Purpurfarbstoff wurde aus verschiedenen Purpurschnecken gewonnen. Da dieser jedoch sehr teuer war, gab es schon bald auch billigere Imitate aus pflanzlichen Rohstoffen. 

Bei unserer Darstellung handelt es sich beim roten Streifen allerdings um eine Rekonstruktion mit einer neuzeitlichen Farbe, da wir zur Farbherstellung keine Purpurschnecken verwenden wollten.

Die Tunika

Unter der Toga trug der Legat eine Tunika, die ebenfalls auf beiden Seiten mit einem breiten Purpurstreifen versehen war. Die Tunika war das grundlegende Kleidungsstück aller Römerinnen und Römer. Sie diente entweder als Untergewand oder als Hauptkleidungsstück. Ihre Länge, Weite und Gestaltung variierten je nach Person und Epoche: Mal war sie lang oder kurz, mal schmal oder weit, mal schlicht, bunt oder kunstvoll verziert.

Im Video haben wir uns auf die Toga konzentriert. Die Ärmel der Toga entsprechen nicht dem typischen Modell, das ein Legat zur Zeit des Legionslager Vindonissa im 1. Jahrhundert n. Chr. trug. Die Tunika der Senatoren hatte damals keine Ärmel.

Eine Toga falten

Den Senatoren standen immer Sklaven zur Verfügung, die ihre Togen drapierten. Und so wurde sie gebunden:

  • Zuerst wurde ein Drittel des Tuchs von hinten über die linke Schulter gelegt. Das hintere Teil wurde anschliessend unter dem rechten Arm durchgeführt. Das Schulterblatt musste frei bleiben, damit die Person sich bewegen konnte. 
  • Das restliche Tuch wurde von vorne über die linke Schulter geworfen. Oben wurde alles schön drapiert, damit auch die Streifen gut zu sehen sind. Die Fallinie des Stoffes, die von der Hüfte bis zur Schulter führte, war der Sinus. 
  • Zum Schluss wurde ein Stück Stoff unter dem rechten Arm hervorgezogen und über den Sinus drapiert. Die Tasche, die dadurch entstand, wird Umbo gennant.
Von Museum Aargau

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