Schloss Lenzburg

Mittelaltertage auf der Burg

Wählen Sie das Datum für Ihren Besuch bei der Online-Buchung aus. 420 Authentische Einblicke ins Spätmittelalter Über 100 Mitwirkende aus ganz Europa inszenieren auf Schloss Lenzburg das Mittelalter.

 
Schloss Hallwyl

Ateliernachmittag: Badesalz herstellen

180 Eigenes Badesalz mischen Am Ateliernachmittag auf Schloss Hallwyl mischen Gross und Klein fein duftendes Badesalz. Zutaten sind Meersalz und getrocknete Kräuter und Blumen.

 
Legionärspfad Vindonissa

Europäische Tage des Denkmals

60 Führung zum Schutthügel des Legionslagers Vindonissa Der Legionärspfad Vindonissa lädt im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals zur Führung zum Schutthügel des ehemaligen Legionslagers. Der Hüg

 
Schloss Lenzburg

Ateliernachmittag: Mit Federkiel und Tinte

180 Tinte herstellen und mit Federkiel alte Schriften ausprobieren Am Ateliernachmittag auf Schloss Lenzburg dreht sich alles ums Schreiben und um alte Schriften. Gross und Klein stellen selber Tinte

 
Schloss Wildegg

Ateliernachmittag: Wachstuch herstellen

180 Lebensmittel nachhaltig aufbewahren mit selbst gemachtem Wachstuch Am Ateliernachmittag stellen Gross und Klein ihr eigenes Wachstuch her; die clevere Art, Lebensmittel nachhaltig aufzubewahren. I

 
Schloss Wildegg

Szenischer Rundgang: Versailles! C'est chic!

60 Szenischer Rundgang durch die Familiengeschichte von Schloss Wildegg Seidenstrumpf, Feuersbrunst und etwas Charme von Versailles: Persönlichkeiten der Familie von Effinger führen auf einem szenisch

 
Legionärspfad Vindonissa

Römertag Vindonissa 2024

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420 Tierische Attraktionen für die ganze Familie Der Legionärspfad Vindonissa startet mit dem grossen Eröffnungsfest in die Saison 2024. Auf Familien warten Attraktionen zum Thema "Tiere in Vindonissa

 
Kloster Königsfelden

Mittelalterlicher Spanschachtel-Workshop

Dieser Workshop dauert zwei Tage (22./23. Juni 2024, jeweils 10 – 17 Uhr) 840 Herstellung von kunstvollen Schachteln mit Experte Hannes Hirsch Im zweitägigen Workshop mit Hannes Hirsch entstehen spätm

 
Schloss Wildegg

Blumenworkshop mit der Meisterfloristin

240 Gestalten Sie Blumenarrangements mit Evelyn Krebs Meisterfloristin Evelyn Krebs entführt Sie in die duftende Welt der Blumen. Der Workshop beginnt mit einem Rundgang durch die Gärten von Schloss W

Gradian

Museumsblog

Der Lastkahn aus dem Wassergraben von Schloss Hallwyl

Der Weidling aus dem 16. Jahrhundert ist vor langer Zeit im Schlossgraben gesunken. Heute ist das Schiff in einem Nebengebäude des Schlosses ausgestellt.

Der Lastkahn aus dem 16. Jahrhundert ist in einem eigens errichteten Bau neben dem Schloss Hallwyl museal aufgebahrt, wobei die rückwärtigen Fensterfronten – verbunden mit malerischer Akustik – den Spiegel auf sein vormaliges Habitat eröffnen. Die aus Fichtenholz gearbeiteten Planken bilden den flachen Körper des Weidlings, welcher mit seinen leicht aufgebogenen Bug- und Heckzonen an ein anmutiges Lächeln erinnert. Die rippengleiche Binnenstruktur dieses havarierten Kahns formen alternierend plane und gekrümmte Spanten.

Im Burggraben versunken

Bevor das Schiff aus ungeklärten Gründen im Burggraben des Vorderen Hauses, westlich des südlichen Wehrs, in die Tiefe entschwunden ist, war es ein wichtiges Element der Logistik für das im Wasserschloss beheimatete Adelsgeschlecht von Hallwyl. Ob für Personen- oder für Frachttransporte, mit diesem Weidling war es möglich, bis zu 4,5 Tonnen auf dem Hallwylersee zu verladen und zu löschen, was beispielsweise einer Tonnage von mehr oder weniger 15 Fässern Wein entsprach.

Solch grosse Frachtvolumen liessen sich mittels der Binnenschifffahrt weitaus effizienter und kostengünstiger bewältigen, als dies auf dem Landweg möglich gewesen wäre.

Eine "schwedische Entdeckung"

Nach welchem Ereignis das Versorgungsschiff auf den kalten Grund des Burggrabens gesunken ist, und welchen Zeitraum dieses in seiner einsamen, von nassem Schlamm umgebenen Stätte ausharrte, lässt sich nicht bestimmen. Allerdings konservierte die untergangsbedingte Umgebung in einzigartiger Weise den einstigen Lastkahn schlafesgleich, bereit für seine "schwedische Wiederentdeckung" im Jahr 1911.

Die Entdeckung des Weidlings war in einem doppelten Sinne eine schwedische: Die Gattin vom Grafen Walther von Hallwyl (1839-1921), dessen Grafentitel möglicherweise eher einer traditionskonstruierenden Kreativität zuzuschreiben ist – war Anna Fridrica Wilhelmina Kempe (1844-1930), Alleinerbin eines schwerreichen schwedischen Holzhandelsimperiums.

Die aussergewöhnliche Gräfin Wilhelmina von Hallwyl interessierte sich ausserordentlich für den im Jahr 1874 vom verarmten Schwager erworbenen Stammsitz ihres Gemahls. Sie war bestrebt, das Wasserschloss von seinen historistischen märchengleichen Umbauten zu befreien, um es im Zusammenhang mit zukunftsweisender archäologischer Forschung und fundierter wissenschaftlicher Dokumentation in seinen ursprünglicheren Zustand zu restituieren.

Umfangreiche Sammlung

Die unbändige Neugier und der kaum stillbare Wissensdrang von Wilhelmina führten schliesslich zu einer umfangreichen und einzigartigen Sammlung, inklusive die mehrere Laufmeter umfassende Katalogs-Publikation. Die doppelte Beteiligung Schwedens an der Entdeckung wird durch die Nationalität des Grabungsleiters vervollständigt: Mit der Leitung der archäologischen Grabung auf Schloss Hallwyl von 1910 bis 1916 betraute die Gräfin ihren Landsmann Nils Lithberg (1881-1934), welcher im Jahr 1911 begann, die Burggräben zu entschlammen. Während ebendiesen feucht-schlammigen Arbeiten wurde das Wrack des Lastkahns entdeckt, welches sogleich vom Landesmuseum konserviert wurde.

Von Rudolf Velhagen

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