Vindonissa Museum

Unterwegs in Vindonissa

Führung für Schulen Geeignet für Ab 5. Klasse 120 Ab 5. Klasse – Rundgang durch das Museum und römische Schauplätze Die Führung beginnt mit einem Besuch im Museum (30 Minuten). Danach werden archäologische Stationen im Gelände mit Abschluss bei den "Töpferöfen" erkundet. Führung für Schulen im Vindonissa Museum: "Unterwegs in Vindonissa" (2 Stunden). Geeignet für: Ab 5. Klasse. Rundgang durch Museum und römische Schauplätze

 
Schloss Hallwyl

Unser täglich Brot – Ernährung im Mittelalter

Workshop für Schulen Geeignet für 3. bis 9. Klasse 150 nicht parallel buchbar 3. bis 9. Klasse – Brot backen und dabei Getreidebau und Mühle kennenlernen Im Schloss Hallwyl ist noch heute sichtbar, wie wichtig einst Getreide war: Der Vorrat im Kornhaus sollte vor Hunger bewahren, auf dem Herd köchelte das Mus und in der Mühle mahlte der Müller das Korn. Die Kinder bereiten einen Brotteig zu, dreschen und mahlen Getreide und vergleichen dabei die eigene Ernährung mit früheren Zeiten. Der Müller zeigt den Kindern die Mühle. Mit Spielen rund um die Mühle und einem knusprigen Brötchen endet der Workshop. Workshop für Schulen auf Schloss Hallwyl: "Unser täglich Brot – Ernährung im Mittelalter" (2,5 Stunden). Geeignet für: 3. bis 9. Klasse. Brot backen, Getreideanbau und Mühle

 
Schloss Habsburg

Türme, Latrinen und ein Habicht

Workshop für Schulen Geeignet für: 4. bis 6. Klasse 150 ohne Wanderung 4. bis 6. Klasse – Burg und Adelsgeschlecht der Habsburger erkunden Auf der Habsburg erfahren die Kinder, wie die Menschen im Mittelalter hier lebten. Die Vordere Burg ist längst zur Ruine verfallen. Es braucht also Phantasie, um sich die einst imposante Burganlage vorzustellen. Daran mangelte es in vergangenen Zeiten nicht: Ein Habicht habe dem Gründer den Bauplatz gezeigt… So erzählt es die Sage. Die Kinder stellen eine Beizjagd nach, umwandern die Burg, steigen auf den Westturm und erfahren, wie es den Habsburgern gelungen ist, zu einer der mächtigsten Herrscherfamilien Europas aufzusteigen. Sie herrschten im 16. Jahrhundert über ein Reich, in dem die Sonne nie unterging. Workshop für Schulen auf Schloss Habsburg: "Türme, Latrinen und ein Habicht" (2,5 Stunden). Geeignet für: 4. bis 6. Klasse. Burg und Habsburger erleben.

 
Schloss Wildegg

Tulpenzwiebel- und Genussmarkt

420 Herbstmarkt mit Tulpenzwiebeln und nachhaltigen Produkten Der Tulpenzwiebel- und Genussmarkt auf Schloss Wildegg bietet seltene Tulpenzwiebeln für Frühlingsblüher in allen Formen und Farben sowie handwerklich hergestellte, regionale und saisonale Produkte. An den Genussständen können Köstlichkeiten degustiert und gekauft werden: Gewürze, Trockenfleisch, Wein, Kaffee, Süsses, Essig, Öle und vieles mehr. Die Produkte erfüllen die Standards für nachhaltig und fair hergestellte Nahrungsmittel, ganz im Sinne der Partner Slow Food und ProSpecieRara. Kräuterspaziergänge führen in den Wildegger Schlosswald. Im Spice Lab werden eigene Gewürzmischungen hergestellt. Auf Führungen entdecken Besucherinnen und Besucher zudem Schloss und Garten. Kinder können in der Schlossscheune Wachstücher zur Konservierung von Lebensmitteln herstellen. Seltene Tulpenzwiebeln und Genussprodukte auf Schloss Wildegg. Geniessen Sie Köstlichkeiten wie Käse, Wein, Eingemachtes oder Obstprodukte.

 
Schloss Lenzburg

Tapfer und edel

Workshop für Schulen Geeignet für: 3. bis 6. Klasse 150 3. bis 6. Klasse – Ritterprüfungen für künftige Burgherren (und Burgdamen!) Dem letzten Grafen von Lenzburg fehlt der Nachwuchs. Höchste Zeit, junge Ritter auszubilden! In hartem Training lernen sie, Pferd und Schwert zu führen. Auch Minnesang und höfisches Benehmen wollen geübt sein. Nicht nur die Burg, sondern auch das Herz der Burgherrin gilt es zu erobern. Wer sich bewährt, darf Ulrich IV. im Tross des Kaisers begleiten und erbt vielleicht gar die Grafschaft Lenzburg. Workshop für Schulen auf Schloss Lenzburg: "Tapfer und Edel" (2.5 Stunden). Geeignet für: 3. bis 6. Klasse. Ritterprüfungen, Schwertkampf, Minnesang, Ausstellungsbesuch.

 
Schloss Hallwyl

Strohflechten live

120 Lebendiges Handwerk im Seetal "Heimarbeiterinnen" präsentieren auf Schloss Hallwyl ein uraltes Handwerk: Aus Stroh werden Agreements (Verzierungen) für die weltberühmten Wohler Strohhüte gedreht und geflochten. Wie ein solcher Röhrlihut aus ganzen Halmen zusammengenäht wird, kann ebenfalls im Detail mitverfolgt werden.

 
Schloss Hallwyl

Durchs Schloss mit Stibitz, der Turmdohle

Führung für Schulen Geeignet für Kindergarten bis 1. Klasse 60 Nicht parallel buchbar und nicht mit Erw. Aktiv "Süsses aus der Schlossküche", F "Von zu Hause abgehauen" , szen. F Cécile. Hochzeiten beachten Kindergarten bis 1. Klasse – Entdeckungsrundgang mit Rabenvogel-Beobachtung Aufregung im Schloss: Der Rabenvogel Stibitz stiehlt alles, was glitzert und glänzt. Wer hilft, die Kostbarkeiten wieder an ihren Platz zu bringen? Die Kinder besuchen mit Stibitz und der Schlossmagd Küche, Salon und Rittersaal. Zum Schluss gibt's ein Murmelspiel und für Stibitz ein Nest voller farbiger Glaskugeln. Die Kinder beobachten auf ihrem Rundgang die Turmdohlen, die in den alten Mauern nisten. Anders als Stibitz haben sie keine diebischen Absichten. Führung für Schulen auf Schloss Hallwyl: "Durchs Schloss mit Stibitz, der Turmdohle (1 Stunde). Geeignet für: Kindergarten bis 1. Klasse. Mit Vögel-Beobachtung

 
Schloss Habsburg

Sisi besucht Schloss Habsburg

45 Szenische Führung mit der legendären Kaiserin von Österreich Elisabeth, Kaiserin von Österreich, reist durch die Schweiz und besucht die Stammburg der Habsburger. Sisi erzählt über das Leben am Wiener Hof. Schonungslos blickt sie auf ihr eigenes Leben: ihre unglückliche Ehe, ihre Rolle als Königin von Ungarn, ihre Liebe zur Natur. Sie begegnen einer Frau, die alles hat – ausser Freiheit. Öffentliche Führung auf Schloss Habsburg: "Sisi besucht Schloss Habsburg". Szenische Führung mit der legendären Kaiserin von Österreich

 
Schloss Habsburg

Sisi besucht Schloss Habsburg

Szenische Führung für Gruppen 45 Szenische Führung im Kostüm: Besuch der legendären Kaiserin von Österreich Elisabeth, Kaiserin von Österreich, reist durch die Schweiz und besucht die Stammburg der Habsburger. Sisi erzählt über das Leben am Wiener Hof. Schonungslos blickt sie auf ihr eigenes Leben: ihre unglückliche Ehe, ihre Rolle als Königin von Ungarn, ihre Liebe zur Natur. Sie begegnen einer Frau, die alles hat – ausser Freiheit. Führung für Gruppen auf Schloss Habsburg: "Sisi besucht Schloss Habsburg". Szenische Führung im Kostüm: Besuch der legendären Kaiserin von Österreicht

 
Schloss Wildegg

Setzlingsmarkt ProSpecieRara

480 Grosser Markt mit hunderten raren Pflanzen Am grossen ProSpecieRara-Setzlingsmarkt auf Schloss Wildegg bieten rund 15 Gärtnereien mit ProSpecieRara-Gütesiegel ihr Raritäten-Sortiment an. Darunter finden sich über 500 rare Kartoffel-, Tomaten-, Salat-, Gemüse-, Obst-, Beeren- und Zierpflanzensorten. ProSpecieRara lädt um 12 und 14:30 Uhr zu Führungen durch den historischen Barockgarten ein. Zudem locken diverse Verpflegungsmöglichkeiten sowie ein Gumpischloss für Kinder. Setzlingsmarkt ProSpecieRara auf Schloss Wildegg: Die Mutter aller Setzlingsmärkte öffnet jeweils Anfang Mai seine Tore.

Gradian

Museumsblog

Goldener Schatz aus den Tiefen der Gruft Friedrichs von Greifenstein

1891 wurde in der Gruft Friedrichs von Greifenstein in der Klosterkirche Königsfelden einen reich verzierten Prunkgürtel gefunden. Das Objekt ist ein eindrückliches Beispiel spätmittelalterlicher Goldschmiedskunst.

Dieser Prunkgürtel war 2022/2023 in der Sonderausstellung "Die Habsburger im Mittelalter – Aufstieg einer Dynastie" im Historischen Museum der Pfalz Speyer zu sehen. Museum Aargau hatte für diese Ausstellung acht Leihgaben, darunter den Gürtel, gegeben. Erfahren Sie hier mehr über dieses wertvolle Objekt. 

Ritterliche Extravaganz zum Umschnallen

Die Bedeutung des Prunkgürtels geht über den rein ästhetischen Wert hinaus: Der Gürtel ist gleichzeitig Zeugnis der Geschichte der Habsburger-Dynastie, der frühen Eidgenossenschaft, des Aargau und auch der Sammlung Museum Aargau.

Der eineinhalb Meter lange und einen Zentimeter schmale Gürtel fällt durch seine silbervergoldeten Besatzstücke in der Form von hohlen Halbkugeln und durch die kunstvoll gefertigte Schnalle samt Senkel auf. Als der Gürtel gefunden wurde, waren nur noch Fragmente des Originalgürtelbandes vorhanden. Es wurde daher Ende des 19. Jahrhunderts durch eine Kopie ersetzt.

Doch auch vor gut hundert Jahren passierten Fehler: Bei der Restaurierung wurde die Schnalle irrtümlicherweise verkehrt herum angebracht, so dass nun die Rückseite nach aussen zeigt. Das Kleidungsstück hatte wohl hauptsächlich eine repräsentative Funktion; es wurde gar spekuliert, ob der Gürtel ein Insignium des exklusiven, österreichischen Ritterordens "Vom Zopf" gewesen sei.

Habsburger und Eidgenossen in Sempach und im Aargau

Friedrich von Greifenstein war einer von 27 Rittern, die 1386 in der Schlacht bei Sempach mit dem Habsburger Herzog Leopold III. fielen und in der Kirche des Klosters Königsfelden – seit seiner Gründung 1309 die wichtigste Grabstätte der Habsburger – beigesetzt wurden. Zusammen mit Rittern aus Schwaben, dem Elsass, dem Aargau, dem Thurgau und Tirol sowie italienischen, französischen und deutschen Söldnern, war der Adlige aus dem Südtirol seinem Lehnsherrn in den Krieg gefolgt, in welchem die Territorialinteressen der Habsburger und Eidgenossen aufeinanderprallten.

Die Niederlage von Herzog Leopolds Armee in Sempach war entscheidend für die Expansion und Festigung der jungen Eidgenossenschaft. 30 Jahre später (1415) eroberte Bern für die Eidgenossenschaft den Aargau. Das Haus der Habsburger verlor damit den grössten Teil seiner ursprünglichen Stammlande auf dem Boden der heutigen Schweiz.

Geschichtsträchtig und begehrt: Der Gürtel im Museum

Das wertvolle Stück wurde 1891 bei Restaurationsarbeiten in der Klosterkirche entdeckt, als man die Gräber der in Sempach gefallenen Ritter öffnete. Im späten 19. Jahrhundert, als sich im jungen schweizerischen Bundesstaat ein Bewusstsein um die Bedeutung von Altertümern und historischen Kulturgütern entwickelte, stiess der Fund auf grosses Interesse. Er gelangte ins Kantonale Antiquarium in Aarau (und so später ins Museum Aargau), und wurde um 1900 mehrmals restauriert.

Zudem fertigte der landesweit bekannte Luzerner Goldschmied und Kunsthändler Johann Bossard eine Kopie des Gürtels für das erst kurz zuvor gegründete Landesmuseum in Zürich an.

Mysterien des Gürtels

Gänzlich offengelegt sind die Mysterien des Gürtels trotzdem nicht, einiges ist bis heute ungeklärt: War das Skelett, um dessen Hüfte der Gürtel bei seinem Fund gebunden war, tatsächlich jenes von Friedrich von Greifenstein, oder gehörte es einem anderen, in derselben Gruft begrabenen Ritter? Wurde das wertvolle Stück gar erst nachträglich als Grabbeigabe gestiftet? Und handelt es sich bei dem Prunkgürtel wirklich um ein Ordensband?

Trotz – oder gerade wegen dieser offenen Fragen, bleibt der Gürtel eines der spannendsten und begehrtesten Objekte der Sammlung des Museum Aargau. Und so schmückt er heute nicht mehr Ritter und Adelige, sondern Kataloge und Ausstellungen im In- und Ausland.

 

Dieser Beitrag wurde im Mai 2019 von Michael Brunner, ehemaliger Praktikant der Sammlung von Museum Aargau, verfasst.

Von Michael Brunner

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