Klosterhalbinsel Wettingen

SING!Stimmen – Klingender Kloster-Rundgang 

120 Rundgang mit fünf Kurz-Konzerten in einzigartiger Klosteratmosphäre Der klingende Kloster-Rundgang SING!Stimmen lädt Sie ein zu fünf weihnachtlichen Kurz-Konzerten auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Klänge und Gesänge unterschiedlicher Stilrichtungen erfüllen abends die Klosterräume. Der Kloster-Rundgang ist ein Festival, das sich ganz der menschlichen Stimme in all ihren stilistischen Ausdrucksmöglichkeiten widmet: dem Gesang, aber auch anderen vokalen Ausdrucksformen wie Schauspiel, Rezitation und Lesungen. Der Konzertabend klingt mit einem Glas Glühwein aus. SING!Stimmen wurde vom

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Musik-Workshop: Gregorianischer Choral

150 Auf den Spuren der mittelalterlichen Musikhandschriften Im Musik-Workshop auf der Klosterhalbinsel Wettingen dreht sich alles um gregorianischen Choral. Der erste Teil beleuchtet die Notenschrift aus den mittelalterlichen Klöstern. Die damaligen Schreiber waren wahre Künstler, ihre Musikhandschriften stellen heute wertvolle Schätze der Buchkunst dar. Im praktischen Teil wird gemeinsam gesungen – getragen von der Neugier, wie die Notenzeichen vergangener Jahrhunderte in der Gegenwart erklingen. Der Workshop wird geleitet von Thamar Xandry, Präsidentin des Schweizerischen Lateintags, klassische

 
Schloss Hallwyl

Stockholm trifft Hallwyl: Vortrag zu Wilhelmina

45 Zu Gast: Gösta Sandell, Kurator in Stockholm und Kenner der schwedischen Ha Gösta Sandell, Historiker und Kurator am staatlichen Museum in Stockholm, hält im Saal der Schlossscheune einen Vortrag zu Wilhelmina von Hallwyl: Die letzte private Schlossbesitzerin schuf vor rund 100 Jahren zwei Museen: Schloss Hallwyl und ihr Wohnhaus in Stockholm, das heutige Hallwyl-Museum (Hallwylska museet). Gösta Sandell gibt Einblick in das Leben von Wilhelmina und ihrem Gatten Walter von Hallwyl sowie ihren Töchtern in Schweden. Aus den Familiendokumenten zeichnet er das Bild des Grossbürgertums der Belle

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Heilkräuter-Workshop im Klostergarten

Workshop für Gruppen 120 Heilpflanzen kennenlernen und einen eigenen Heiltrunk herstellen Erleben Sie mit allen Sinnen die Heilkraft in den historischen Gärten der Klosterhalbinsel Wettingen. Die Naturheilpraktikerin und Phytotherapeutin Jeannine Blum nimmt Sie mit in die Welt der Heilpflanzen. Der Workshop beginnt mit einer Führung zum Medizinalgarten und Krankenhaustrakt. Thema sind Heilkräuter damals und heute. Anschliessend wird ein eigener Heiltrunk (Oxymel) hergestellt. Heilkräuter-Workshop im Klostergarten: Angebot für Gruppen auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Heilpflanzen kennenlernen

 
Schloss Hallwyl

Trümpi-Festival: Mautrommel-Konzert

90 Das Ensemble Spassapensiere spielt auf alten Instrumenten Das Ensemble Spassapensiere spielt auf Schloss Hallwyl auf Maultrommeln. Die sogenannten Trümpi haben eine lange, weltweite Tradition. Die vier Musiker von Spassapensiere haben sich zusammengefunden, um alte und vergessene Musikinstrumente wiederzubeleben. Die Maultrommel spielt in ihrer Musik die Hauptrolle. Das Publikum erlebt im Konzert die erstaunliche Vielseitigkeit dieses unscheinbaren Instruments. Jüngste Forschungen belegen, dass die Maultrommeln im Schloss Hallwyl ursprünglich aus dem piemontesischen Valsesia stammen; entsprechend

 
Schloss Hallwyl

Trümpi-Festival: Einführung ins Maultrommelspielen

90 Crashkurs: Lernen Sie ein altes Hosensack-Instrument spielen In diesem Einführungskurs zeigen Lorenzo D'Erasmo und Alessandro Zolt, wie auf Maultrommeln – sogenannten Trümpi – gespielt wird. Beide sind Experten für das Maultrommelspiel. Dieser Kurs ist im Maultrommel-Schmiedeworkshop inbegriffen, kann aber auch separat gebucht werden. Maultrommeln können vor Ort ausgeliehen oder gekauft werden. Trümpi-Festival auf Schloss Hallwyl: Einführung ins Maultrommelspielen

 
Schloss Hallwyl

Trümpi-Festival: Maultrommel schmieden

300 Selbst ein mittelalterliches Musikinstrument herstellen Im Workshop mit Luca Boggio werden mittelalterliche Maultrommeln geschmiedet, sogenannte Trümpi. Luca Boggio ist ein ausgewiesener Experte auf seinem Gebiet: Er spielt selbst Maultrommeln und hat sich als Schmied auf die Reproduktion alter Maultrommelmodelle spezialisiert. Im Preis inbegriffen sind eine Mittagsverpflegung sowie der anschliessende Einführungskurs ins Maultrommelspielen (15.30 bis 17.00 Uhr). Trümpi-Festival auf Schloss Hallwyl: Maultrommel schmieden

 
Schloss Hallwyl

Wilhelmina und die Wasserburg

190 Ein exklusiver Nachmittag voller Geschichte auf Schloss Hallwyl Erleben Sie mit Museum Aargau die Entwicklung Schloss Hallwyls von der Wasserburg zum Baudenkmal. Exklusive Führungen, spannende Einblicke und ein genussvoller Apéro machen diesen Burgen-Nachmittag zu einem besonderen Erlebnis. Wilhelmina und die Wasserburg: Ein exklusiver Nachmittag voller Geschichte auf Schloss Hallwyl

 
Vindonissa Museum

Stadtfest Brugg: Das Abenteuer von Vindonissa

240 Barbetrieb im römischen Garten und Suche nach Schätzen Das Vindonissa Museum öffnet am Stadtfest Brugg gratis seine Tore und entführt Gross und Klein in die faszinierende Welt der Römer. Unter dem Motto "Das Abenteuer von Vindonissa" locken eine stimmungsvoll inszenierte Bar im römischen Garten sowie Entdeckungsreisen durch die Ausstellungen. Immer wieder taucht ein rätselhafter Abenteurer auf und sucht fieberhaft nach dem legendären "Schatz von Vindonissa" – und alle rätseln mit! Ein besonderes Museumserlebnis von Museum Aargau in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Pro Vindonissa (GPV)

 
Schloss Wildegg

Objekt-Talk mit Butlerin Zita Langenstein

90 Ein Gespräch über die Welt des Dienens Butlerin Zita Langenstein ist zu Gast beim 28. Objekt-Talk auf Schloss Wildegg. Die Nidwaldnerin dient seit Jahrzehnten den Reichen und Vornehmen dieser Welt. Rund 20 Jahre lang arbeitete sie regelmässig für die königliche Familie im Buckingham Palace. Im Gespräch mit Rudolf Velhagen, Leiter Sammlung & Konservierung Museum Aargau, gewährt "Zita The Butler" inspirierende Einblicke in die Welt des Dienens – sei es am britischen Königshof oder in anderen Häusern mit Service-Excellence. Zita Langenstein ist zutiefst überzeugt: Dienen macht glücklich! Für

Gradian

Museumsblog

Goldener Schatz aus den Tiefen der Gruft Friedrichs von Greifenstein

1891 wurde in der Gruft Friedrichs von Greifenstein in der Klosterkirche Königsfelden einen reich verzierten Prunkgürtel gefunden. Das Objekt ist ein eindrückliches Beispiel spätmittelalterlicher Goldschmiedskunst.

Dieser Prunkgürtel war 2022/2023 in der Sonderausstellung "Die Habsburger im Mittelalter – Aufstieg einer Dynastie" im Historischen Museum der Pfalz Speyer zu sehen. Museum Aargau hatte für diese Ausstellung acht Leihgaben, darunter den Gürtel, gegeben. Erfahren Sie hier mehr über dieses wertvolle Objekt. 

Ritterliche Extravaganz zum Umschnallen

Die Bedeutung des Prunkgürtels geht über den rein ästhetischen Wert hinaus: Der Gürtel ist gleichzeitig Zeugnis der Geschichte der Habsburger-Dynastie, der frühen Eidgenossenschaft, des Aargau und auch der Sammlung Museum Aargau.

Der eineinhalb Meter lange und einen Zentimeter schmale Gürtel fällt durch seine silbervergoldeten Besatzstücke in der Form von hohlen Halbkugeln und durch die kunstvoll gefertigte Schnalle samt Senkel auf. Als der Gürtel gefunden wurde, waren nur noch Fragmente des Originalgürtelbandes vorhanden. Es wurde daher Ende des 19. Jahrhunderts durch eine Kopie ersetzt.

Doch auch vor gut hundert Jahren passierten Fehler: Bei der Restaurierung wurde die Schnalle irrtümlicherweise verkehrt herum angebracht, so dass nun die Rückseite nach aussen zeigt. Das Kleidungsstück hatte wohl hauptsächlich eine repräsentative Funktion; es wurde gar spekuliert, ob der Gürtel ein Insignium des exklusiven, österreichischen Ritterordens "Vom Zopf" gewesen sei.

Habsburger und Eidgenossen in Sempach und im Aargau

Friedrich von Greifenstein war einer von 27 Rittern, die 1386 in der Schlacht bei Sempach mit dem Habsburger Herzog Leopold III. fielen und in der Kirche des Klosters Königsfelden – seit seiner Gründung 1309 die wichtigste Grabstätte der Habsburger – beigesetzt wurden. Zusammen mit Rittern aus Schwaben, dem Elsass, dem Aargau, dem Thurgau und Tirol sowie italienischen, französischen und deutschen Söldnern, war der Adlige aus dem Südtirol seinem Lehnsherrn in den Krieg gefolgt, in welchem die Territorialinteressen der Habsburger und Eidgenossen aufeinanderprallten.

Die Niederlage von Herzog Leopolds Armee in Sempach war entscheidend für die Expansion und Festigung der jungen Eidgenossenschaft. 30 Jahre später (1415) eroberte Bern für die Eidgenossenschaft den Aargau. Das Haus der Habsburger verlor damit den grössten Teil seiner ursprünglichen Stammlande auf dem Boden der heutigen Schweiz.

Geschichtsträchtig und begehrt: Der Gürtel im Museum

Das wertvolle Stück wurde 1891 bei Restaurationsarbeiten in der Klosterkirche entdeckt, als man die Gräber der in Sempach gefallenen Ritter öffnete. Im späten 19. Jahrhundert, als sich im jungen schweizerischen Bundesstaat ein Bewusstsein um die Bedeutung von Altertümern und historischen Kulturgütern entwickelte, stiess der Fund auf grosses Interesse. Er gelangte ins Kantonale Antiquarium in Aarau (und so später ins Museum Aargau), und wurde um 1900 mehrmals restauriert.

Zudem fertigte der landesweit bekannte Luzerner Goldschmied und Kunsthändler Johann Bossard eine Kopie des Gürtels für das erst kurz zuvor gegründete Landesmuseum in Zürich an.

Mysterien des Gürtels

Gänzlich offengelegt sind die Mysterien des Gürtels trotzdem nicht, einiges ist bis heute ungeklärt: War das Skelett, um dessen Hüfte der Gürtel bei seinem Fund gebunden war, tatsächlich jenes von Friedrich von Greifenstein, oder gehörte es einem anderen, in derselben Gruft begrabenen Ritter? Wurde das wertvolle Stück gar erst nachträglich als Grabbeigabe gestiftet? Und handelt es sich bei dem Prunkgürtel wirklich um ein Ordensband?

Trotz – oder gerade wegen dieser offenen Fragen, bleibt der Gürtel eines der spannendsten und begehrtesten Objekte der Sammlung des Museum Aargau. Und so schmückt er heute nicht mehr Ritter und Adelige, sondern Kataloge und Ausstellungen im In- und Ausland.

 

Dieser Beitrag wurde im Mai 2019 von Michael Brunner, ehemaliger Praktikant der Sammlung von Museum Aargau, verfasst.

Von Michael Brunner

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