Grosse Schneemengen sind für viele Sträucher und Bäume ein Problem. Grundsätzlich sind sie zwar darauf ausgelegt, Schnee und auch starken Wind zu ertragen: Nadelbäume zum Beispiel sind biegsam. Laubbäume haben durch ihre nackten Äste eine geringe Auflagefläche für Schnee und Wind. Zudem wachsen ihre Äste in einem Winkel aus dem Stamm, der es ihnen ermöglicht, Lasten und starke Winde auszuhalten.

Doch wegen der grossen Mengen an schwerem Nassschnee kommt es auch bei vielen gesunden Bäumen und Sträuchern zu Schneebruch.

Vom Schnee beschädigte Stellen abschneiden

Es ist deshalb wichtig, Pflanzen nach viel Schnee zu pflegen: Vor allem müssen die kaputten Stellen sauber abgeschnitten werden. Denn die Bruchstelle ist ein guter Nährboden für Pilze und Bakterien.

Dazu nimmt man eine saubere und desinfizierte Säge oder eine Rebschere, je nach Dicke der Äste. Wie stark diese zurückgeschnitten werden, hängt von der Wuchsform und der Optik des Gehölzes ab.

  • Bei Büschen ist es ratsam, ganze Triebe abzuschneiden. So können sie wieder von unten austreiben und es gibt keinen Besenschnitt.
  • Handelt es sich jedoch um einen schwach wachsenden Strauch, kürzt man den Trieb auf die nächste Knospe oder den nächsten Astansatz.
  • Dicke Äste sollten auf den sogenannten Astring geschnitten werden – das ist die Verdickung am Astansatz –, denn so verheilt die Wunde besser. 

Egal, um welche Art von Gehölz es sich handelt: Um wieder eine schöne Form zu erhalten, müssen auch gesunde Triebe geschnitten werden. So lässt sich ein einseitiger Wuchs vermeiden. Den Pflanzen schadet ein solcher Rückschnitt nicht.

Er ist von Zeit zu Zeit sogar wichtig, um gesunde, kräftige Pflanzen zu erhalten. Haben Sträuche oder Bäume einen Riss in der Rinde, lässt sich dieser mit schwarzer Folie umwickeln, damit er schneller zuwächst. Die Folie kann nach einer Vegetationsperiode wieder entfernt werden.