Museum Aargau

Kochvideo: Hühnerpastete – Rezept aus dem Mittelalter

Zurück zum Blog 19. Juni 2024 Categories Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kochen Sie Hühnerpastete nach einem Rezept aus dem 15. Jahrhundert. Unsere Schlossköchin Verena zeigt im Video zus

 
Sammlungszentrum Egliswil

Fachauskunft und Beratung

Museum Aargau stellt Ihnen gerne Objekte der Sammlung für wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung. Bitte nehmen Sie vorgängig Kontakt mit uns auf. Beachten Sie, dass wir über keinen Lesesaal verfügen

 
Sammlungszentrum Egliswil

Formular Leihgesuch einreichen

Kontakt Gesuchstellende Institution Funktion/Position Vorname * Nachname * Adresse * PLZ * Ort * E-Mail Adresse * Telefon Verwendungszweck und Leihobjekte Titel der geplanten Ausstellung * Ausstellung

 
Sammlungszentrum Egliswil

Formular Reproduktionsanfrage einreichen

Kontakt Gesuchstellende Institution Funktion/Position Vorname * Nachname * Adresse * PLZ * Ort * E-Mail Adresse * Telefon Verwendungszweck und Leihobjekte Titel der geplanten Ausstellung * Ausstellung

 
Museum Aargau

Highlights aus der Aargauer Möbelgeschichte

Zurück zum Blog 16. Juni 2026 Categories 20./21. Jh. Schätze aus der Sammlung Mit dem dritten Band seiner Reihe "Aargauer Industriegeschichten" rückt Museum Aargau ein bislang wenig beachtetes Kapitel

 
Museum Aargau

Ein Hexenprozess auf Schloss Lenzburg

Zurück zum Blog 28. August 2024 Categories Mittelalter Neuzeit Schlossgeschichten Adelheid, Agnes, Anna, Barbara, Bryda, Jakob, Magdalena, Regula, Verena: Sie alle waren im Turm der Lenzburg gefangen,

 
Schloss Habsburg

Schloss Habsburg virtuell

Virtueller Rundflug mit VR-Brille Preis Kostenlos Dauer ca. 20 Minuten Reservation erforderlich Buchen Sie Ihr Zeitfenster bequem online (pro Brille sind zwei Personen möglich). Hinweis Die VR-Brillen

 
Sammlungszentrum Egliswil

Leihgesuche

Fristen und Richtlinien Fristen für Leihgesuche Leihgesuche können grundsätzlich jederzeit eingereicht werden, spätestens jedoch sechs Monate vor dem gewünschten Ausleihdatum. Über Ihr Leihgesuch wird

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Führungen und Workshop für Gruppen

Museum Aargau bietet für Gruppen buchbare Führungen, einen Heilkräuter-Workshop sowie eine knifflige Rätseltour durch die Klosterhalbinsel Wettingen an. Schwerpunkte sind das Klosterleben von damals s

 
Museum Aargau

Memory-Spiel: Die Aargauer Möbelindustrie

Zurück zum Blog 09. Juni 2026 Categories 20./21. Jh. Quiz & Spiele Die Aargauer Möbelindustrie hat eine spannende und stille Erfolgsstory. In unserem Memory-Spiel treffen Sie auf Möbelklassiker aus de

Gradian

Museumsblog

Allianzwappenscheibe der "von Hallwyl" aus dem Jahr 1631

Wappenscheiben gehören zu den herausragenden Objektgruppen der Sammlung Museum Aargau. Ihre ikonografische und stilistische Vielfalt ist auch für kunstgeschichtliche Fragestellungen von grossem Interesse. Besonders die 1631 hergestellte Scheibe "von Hallwyl-Reichlin von Meldegg" erlaubt aussergewöhnliche Einblicke in die Geschichte des katholischen Zweiges des aargauischen Adelsgeschlechts von Hallwyl.

Die Wappenscheibe im Detail

Im Mittelfeld der Glasscheibe (36,8 cm x 24,8 cm) befinden sich zwischen zwei Säulen die Wappen des Stifterehepaars. Links (heraldisch rechts) das Wappen von Hallwyl, rechts das Wappen Reichlin von Meldegg. Der Helm auf letzterem wird durch eine goldene Krone überhöht, was eine 1465 von Kaiser Friedrich III. gewährte "Wappenaufwertung" ist.

Der Mittebereich steht auf einer mit Roll- und Beschlagwerk verzierten Sockelzone. In deren Mitte sind auf einer Tafel die Namen des Stifterpaars und das Herstellungsjahr eingeschrieben. Auf der Seite sind die Namenspatrone der Auftraggeber, links Johannes der Täufer, rechts die Heilige Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Christuskind, abgebildet. Der Bereich über dem Gebälk steht stellvertretend für die himmlische Sphäre und zeigt die von zwei Putti (nackte Kindergestalten) flankierte Muttergottes als Himmelskönigin.

Werk des Konstanzer Glasmalers Jeronimus Spengler

Die Wappenscheibe wurde 1631 vom Konstanzer Glasmaler Jeronimus (Hieronymus) Spengler (1589-1636) geschaffen. In der Ecke unten rechts hat er seine Künstlersignatur "I. SP" vermerkt. Weitere Werke von ihm sind im Kanton Aargau im Kloster Wettingen und in der Pfarrkirche Mellingen zu bestaunen. Die Auftraggeber der Allianzwappenscheibe von 1631 waren Hans Walter von Hallwyl (um 1590 geboren) und dessen Gemahlin Anna Benigna Reichlin von Meldegg (1595-1639). 

Hans Walter, der 1619 Schloss und Herrschaft Blidegg übernahm, entstammte dem 1743 ausgestorbenen thurgauisch-schwäbischen Zweig der Herren von Hallwyl. Dieser war nach der Reformation katholisch geblieben. Das persönliche Bekenntnis zum Katholizismus wird durch das offensichtlich mariologische und damit deutlich gegenreformatorische Bildprogramm auf der Scheibe verdeutlicht. Der Stammsitz des Adelsgeschlechts "von Hallwyl" ist das Schloss Hallwyl in Seengen. Die Allianzwappenscheibe "von Hallwyl-Reichlin von Meldegg" ist dort im Festsaal des Hinteren Schlosses ausgestellt. 

Allianzwappenscheiben dienten auch der Repräsentation

Allianzwappenscheiben stellten in der Frühen Neuzeit die Verbindung zwischen zwei Trägern (Personen, Länder, Fürsten- oder Bistümer) einer Allianz dar. Sie waren nicht für den Eigengebrauch, sondern vielmehr für deren Repräsentation in einem öffentlichen Gebäude oder im Wohnhaus einer angesehenen Persönlichkeit bestimmt. Die dort angebrachten Scheiben bedeuteten, mit der jeweiligen Institution oder Persönlichkeit verbunden zu sein. Sie demonstrierten damit das weitgefächerte Beziehungsgeflecht und die Einflusssphäre der Stifter. Es ist jedoch nicht bekannt, für welchen Anbringungsort die Wappenscheibe "von Hallwyl-Reichlin von Meldegg" ursprünglich bestimmt war.

Von Rudolf Velhagen

Ähnliche Artikel finden Sie hier:

Kommentare

Kommentar schreiben

* Diese Felder sind erforderlich

Newsletter

Newsletter abonnieren und tolle Preise gewinnen!

Jetzt anmelden