Museum Aargau

Schweizer Biergeschichte: Druckplatte von Feldschlösschen

Zurück zum Blog 10. Mai 2021 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Die “Hopfenperle”-Druckplatte aus der Sammlung Museum Aargau ist ein Stück Schweizer Biergeschichte. Mit ihr tauchen wir ein in die Geschichte von Feldschlösschen und der Bierkultur in der Schweiz. Der Kanton Aargau verfügt in seinem gesamten Gebiet über eine überraschende Anzahl an Schlössern. Bekannt darunter sind auch die Perlen, die zu Museum Aargau gehören. Welches der Aargauer Schlösser das schönste ist, war wohl schon der Anstoss für so manche Diskussion. Das Prädikat des unumstrittenen "Erfrischungsschlosses"

 
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"Das ist aber dufte" ˗ von schönen Flacons und explodierende Seifen

Zurück zum Blog 21. April 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Düfte sind überall und jederzeit. Ohne sie wäre unsere Wahrnehmung nicht komplett. Begleiten Sie Museum Aargau auf einer kurze Reise in den duftenden Aargau. Der Mensch ist ein Augentier. Das hielt bereits das Universalgenie Leonardo da Vinci (1452-1519) fest. Auf den ersten Blick macht dies sicherlich Sinn. Dieser Befund Da Vincis spiegelt sich auch in den Verpackungen wider, in denen die Menschen ihre Produkte zum Verkauf anbieten. Auffällig, bunt und extravagant. So sollen Kunden und Kundinnen zum Kauf animiert werden

 
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Im Herbst säen, um im Winter zu ernten

Zurück zum Blog 16. September 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im Herbst ist Erntezeit. Zudem stehen Aufräumarbeiten an. Was dabei oft vergessen geht: Auch im Herbst kann noch ausgesät werden, um auch im Winter das eine oder andere Grün zu ernten. Im September und Oktober ist genau die richtige Zeit, um solches zu säen. Zum Beispiel Kresse, Nüsslisalat, Spinat, Hirschhornsalat, Roter Winterlattich oder Schnittmangold. Winterpostelein Ich persönlich finde die eher unbekannte Winterpostelein (Claytonia perfoliata) einen wahren Gaumenschmaus. Sie kann im Herbst und im Winter

 
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Pflegen statt essen: Lange Ernte mit Basilikum

Zurück zum Blog 24. Juni 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Ob Pesto oder Tomaten-Mozzarella-Salat: Basilikum gehört zu den beliebtesten Gewürzpflanzen. Nachfolgend die wichtigsten Tipps für die richtige Pflege. Gekauft wird Basilikum meist frisch in Töpfchen. Ich empfehle jedoch die Blätter nicht gleich zu verwerten. Basilikum bringt eine ganze Saison lang Ernte, und damit einen Hauch Italien in die Küche! Umtopfen und Teilen Gönnen Sie der Basilikumpflanze nach dem Kauf einen grösseren Topf. Teilen Sie gekauften Basilikum wenn möglich auf zwei oder mehrere Töpfe auf. Mit mehr

 
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So gelingt die Wildblumen-Wiese für Bienen

Zurück zum Blog 15. Mai 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Verwöhnen Sie die Bienen in Ihrem Garten mit einem Festbankett vor der Tür – und zwar in Form einer Wildblumenwiese mit einheimischen Arten. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Haben Sie in Ihrem Garten ein Wildbienenhotel eingerichtet? Wunderbar! Die Bienen werden es Ihnen danken. Sie werden sich aber noch viel mehr freuen, wenn Sie ihnen auch gleich ein Festbankett vor die Türe pflanzen – und zwar in Form einer Wildblumenwiese mit einheimischen Arten. Auf solchen Wiesen finden Wildbienen nämlich ihre

 
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Pomp mit Brunnen und Statuen: wie die Römer ihre Gärten gestalteten

Zurück zum Blog 20. Mai 2021 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Die Offiziere der römischen Legionen zeichneten sich nicht nur durch Disziplin und militärische Erfolge aus, sie wussten auch, wie man entspannen konnte. Um dem Leben im Legionslager zu entkommen, besuchten sie Thermen, assen delikate Speisen und legten Gärten an. © Museum Aargau Gartenarchitektur in römischen Gärten Um eine ruhige Oase der Erholung zu schaffen, wurde ein grosser Aufwand betrieben. Pflanzen spielten dabei natürlich eine wichtige Rolle – sie waren aber nicht das einzige, worauf die Römer

 
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Fotoalbum der ersten Bundesfeier 1891 in Lenzburg

Zurück zum Blog 26. Juli 2023 Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit 1891 feierte die Schweiz erstmals am 1. August ihren Nationalfeiertag. Ein Fotoalbum aus der Sammlung Museum Aargau gibt Einblick in die erste Bundesfeier 1891 in Lenzburg. Die erste offizielle Bundesfeier fand am 1. August 1891 in Brunnen statt. Nach langem Hin und Her hatte die Innerschweiz den Zuschlag erhalten. Gefeiert wurde auch an anderen Orten der Schweiz. Dies zeigt ein besonderes Objekt aus der Sammlung Museum Aargau: ein Fotoalbum mit dem Titel "Erinnerungsalbum zur Bundesfeier 1891 in Lenzburg" von F. Bosshard. K-

 
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Luftbefeuchter Egro: "Gesunde Raumluft" aus Niederrohrdorf

Zurück zum Blog 11. November 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Wie schützen wir am besten unsere Gesundheit? Eine Frage, die gerade in Zeiten wie dem Corona-Virus mit gesteigerter Hygienevorschriften und verordneter Präsenz in den eigenen vier Wänden an Bedeutung gewonnen hat. Angesichts mikroskopischer Bedrohungen scheint daher auch nichts wichtiger zu sein, als die Kontrolle über unser Umfeld, und so manches technische Gerät verspricht diese zu gewährleisten. Eines davon ist der Luftbefeuchter, oft beworben als der Garant eines optimalen Raumklimas zur Steigerung des

 
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So pflanzen Sie Tulpen im Frühling um

Zurück zum Blog 01. Juni 2021 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kennen Sie das? Sie haben einen Garten voll schön blühender Tulpen. Doch diese wollen farblich nicht so recht zueinander passen. Sei es, weil Sie Ihren Garten von jemanden übernommen haben. Oder weil Sie die verschiedenfarbigen Tulpen selbst so gesetzt haben. Da Tulpenzwiebeln jedes Jahr wieder neu austreiben, kann es schon vorkommen, dass man im Herbst Zwiebeln in den Boden setzt und vergisst, welche Farbe letzten Frühling nebenan gewachsen ist. Mit der Zeit kann also ein ganz schönes Durcheinander entstehen – doch

 
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Effizient Pflanzen bewässern: Wenig Wasser im heissen Sommer

Zurück zum Blog 09. August 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Gartenarbeit besteht im Sommer vor allem aus Giessen. Bei Wasserknappheit sollten durstige Pflanzen möglichst effizient mit Feuchtigkeit versorgt werden. Grundsätzlich gilt: Lieber seltener und ausgiebig giessen statt ständig nur oberflächlich. Pflanzen bilden ansonsten mehr Wurzeln an der Oberfläche statt in der Tiefe. Giessen: Die richtige Tageszeit Giessen Sie Ihre Pflanzen am frühen Morgen. Der kühle Boden nimmt Wasser besser auf als am Nachmittag. Für eine Bewässerung im späteren Tagesverlauf verwenden Sie an

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Die Geschichte des Rauchens – Tabakkonsum im Wandel der Zeit

Vom opulenten Dampf einer E-Zigarette über den diskret im Mundwinkel versteckten Snus: Die Tabakkultur hat heute unterschiedliche Formen und Farben. Doch wann und wie wurde das Rauchen überhaupt "in"? Eine Holzpfeife aus der Sammlung Museum Aargau gibt Einblicke in die jahrhundertealte Geschichte und Tradition des Tabakkonsums.

Die vorliegende Pfeife wurde im 19. Jahrhundert hergestellt und von Hand aus einem Ast geschnitzt. Die Rinde wurde dabei mehrheitlich belassen, was der Pfeife die Ästhetik von Horn verleiht – ein zu dieser Zeit ebenfalls sehr beliebtes Material zur Herstellung von Pfeifen.

Es handelt sich um eine sogenannte Steckpfeife, bei welcher der Pfeifenkopf abgenommen werden kann. Dadurch wird die Reinigung und Erhaltung der Pfeife wesentlich erleichtert.

Die Pfeife an sich ist sehr kunstvoll ausgestaltet. Der verdünnte Mund besteht aus Eisen und ist mit zwei von Holz verkleideten Schnüren versehen, an deren Enden Nüsse hängen. Das Kopfteil ist an der Unterseite mit einem Gesicht versehen und der verschliessbare Deckel obendrauf ist in Form einer Ente geschnitzt.

Die Pfeife im Aufschwung

Das 19. Jahrhundert war eine Blütezeit für Pfeifen dieses Stils und sah die erneute Etablierung der Pfeife als ausgefeiltes modisches Accessoire. Bei solchen Holzpfeifen wurden grundsätzlich edle Hölzer benutzt, um die Glimmfähigkeit zu mindern. Die Nutzung unterschiedlicher Hölzer wie Teak, falscher Jasmin, Weichsel oder Buchsbaum war ebenfalls sehr beliebt.

Die verschiedenen Hölzer benutzte man dabei vor allem aufgrund der unterschiedlichen Aromen, die das Holz während des Rauchens abgab. Bis die Pfeife jedoch zur heute noch geläufigen Form kam, hatte sie bereits einige Iterationen durchlaufen und auch der generelle Tabakkonsum hatte sich stark entwickelt.

Die bescheidenenen Anfänge: der Tabak als Zierpflanze

Die Ausbreitung des Tabaks im europäischen Raum kam im Zuge der kolonialen Eroberung der beiden Amerikas im Verlauf des 15. Jahrhunderts.

Die Benennung von Tabak als solchem beruhte dabei auf einem Missverständnis. Als die europäischen Eroberer in Kontakt mit den Taíno, einer indigenen Bevölkerungsgruppe der Karibik, traten, übernahmen sie das Wort "Tobago" von ihnen und bezeichneten damit fortan die Pflanze. Tobago war jedoch der Begriff für die Zigarrenart, die bei den Taíno populär war. Der eigentliche Begriff für die Pflanze war "Cohíba", welcher im Gegenzug zum Markennamen einer populären kubanischen Zigarre wurde.

Die Tabakpflanzen, welche nach Europa gebracht wurden, setzte man ursprünglich aufgrund ihrer schönen Blüten mehrheitlich als Zierpflanze ein. Erst später, insbesondere infolge des Dreissigjährigen Krieges, verbreitete sich die Praxis des Tabakrauchens allmählich auf dem gesamten europäischen Kontinent.

Das Rauchen im Spiegel sozialer Schichten

Das Rauchen blieb jedoch lange eine Praxis der ärmeren Schichten. Während im Falle des Dreissigjährigen Krieges vor allem Soldaten rauchten, wurde in Kreisen der adligen Bevölkerung lange das Schnupfen bevorzugt. Dieses entwickelte sich schliesslich zu einem essentiellen Ritual der adligen Hofkultur und wurde gelehrt wie das Reiten, Fechten und Lesen. Nicht nur aufgrund der korrosiven Natur für die Nasenschleimhäute und dem damit einhergehenden Geruchsverlust wandte sich dann allerdings auch diese Bevölkerungsschicht allmählich dem Rauchen zu.

Tabakkultur – von Amerika nach Europa

Die frühe Form des Konsums geschah dabei durch Pfeifen, die man bei der indigenen Bevölkerung der beiden Amerikas zum ersten Mal beobachtet hatte. Von solchen Pfeifen inspiriert, wurde in Europa schliesslich auch unter der reichen Bevölkerung aus langen und zierlichen Ton- oder Porzellanpfeifen geraucht. Die Länge des Stiels war nötig, um die Schärfe des Tabaks zu mindern.

So entstand im Verlauf des 18. Jahrhunderts eine richtige Salon- und Rauchkultur, in der sich die Herren – für Frauen galt das Rauchen als unsittlich – beim Rauchen zurückzogen und Gespräche führten. Eine Kultur des Rauchens, die übrigens auch auf Schloss Wildegg gepflegt wurde: Die Familie Effinger, hier durch den porträtierten Ludwig Albrecht Effinger (1773-1853) repräsentiert, hatte dafür extra ein Raucherzimmer eingerichtet.

Später, mit der Entwicklung von Steckpfeifen wie dem vorliegenden Exemplar, wurde auch das Rauchen durch Holzpfeifen, welche lange nur unter der ärmeren Bevölkerung verbreitet waren, ebenfalls wortwörtlich salonfähig. Von nun an dominierten kleinere Formen von Pfeifen, mitunter sowohl aus Porzellan wie auch aus Holz hergestellt.

Der Weg der Pfeife in die Sammlung Museum Aargau

Die Pfeife war ein Teil der Sammlung der Gebrüder Eugen, Richard und Theodor Zschokke. Die Zschokkes wurden mit der Einwanderung des bekannten Historikers, Schriftstellers und Intellektuellen Heinrich Zschokke (1771-1848) in der Schweiz ansässig.

Der in Magdeburg geborene Heinrich gelangte während dem turbulenten Ende der Alten Eidgenossenschaft um 1798 herum in die Schweiz und war nach einem langen Aufenthalt in Graubünden im Aargau ansässig. Hier leistete er als Schriftsteller und als Politiker einen wichtigen Beitrag sowohl bei der Etablierung des neuen Kantons als auch in der Wegbereitung des Schweizer Bundestaates und kam dabei mit verschiedensten Intellektuellen wie zum Beispiel Johann Heinrich Pestalozzi in Kontakt.

Schlussendlich liess sich die Familie hauptsächlich in Gontenschwil nieder. Hier bauten die Gebrüder Zschokke auch hier ihre Sammlung auf, die sie schliesslich dem Kanton Aargau als Geschenk vermachten.

Schlusswort – Welt des Wandels

Wie die Pfeife eindrücklich zeigt, waren die verschiedensten Arten des Tabakkonsums stets mit verschiedenen Assoziationen von Stand und Haltung verbunden; und bleiben dies auch noch heute. Dabei handelt es sich aber keineswegs um fixe Gesetze, sondern um stets im Wandel begriffene soziale Konventionen.

Heutzutage, mit einem erhöhten Bewusstsein für die gesundheitsschädlichen Effekte des Tabakrauchens, sind andere Formen des Konsums angesagt, die diskreter sind und gesünder wirken. Dazu kommt auch die erhöhte gesellschaftliche Beschleunigung, welches das gemütliche Pfeifenrauchen durch die schnelle Zigarette ersetzt hat. Ob die Pfeife wiederum ein "Comeback" erleben wird oder nunmehr höchstens als Faksimile in der Form von E-Zigaretten, die wie Pfeifen aussehen, erhalten bleiben wird, muss sich noch zeigen.

Von Lukas Becker

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