Museum Aargau

Highlights aus der Aargauer Möbelgeschichte

Zurück zum Blog 16. Juni 2026 Kategorien 20./21. Jh. Schätze aus der Sammlung Mit dem dritten Band seiner Reihe "Aargauer Industriegeschichten" rückt Museum Aargau ein bislang wenig beachtetes Kapitel in den Mittelpunkt: die Möbelbranche des Kantons. Entdecken Sie in diesem Blogbeitrag fünf ausgewählte Highlights aus der Aargauer Möbelgeschichte. Der Kanton Aargau gehört unbestritten zu den bedeutendsten Industriekantonen der Schweiz. Neben Maschinen‑, Metall‑, Elektro‑, Textil‑ und Schuhindustrie zählen auch Nahrungs‑, Getränke‑ und Tabakproduktion zu seinen wichtigen Wirtschaftszweigen

 
Schloss Wildegg

Vortrag: Reisen in der Belle Époque

Preis Im Museumseintritt inbegriffen Anmeldung Nicht erforderlich 0 Spannende Reise durch eine Zeit des Aufbruchs Schloss Wildegg bietet im Rahmen des Schweizer Schlössertages 2026 mit dem Vortrag "Reisen in der Belle Époque" spannende Einblicke in eine Zeit des Aufbruchs, als Dampfschiffe, Eisenbahnen, Kutschen, frühe Automobile und auch das Fahrrad neue Freiheiten eröffneten. Der Vortrag von Gabriela Gehrig, Historikerin und Geschichtsvermittlerin Museum Aargau, wird begleitet mit zeitgenössischen Fotografien und Reiseberichten aus den Jahren zwischen 1880 und 1914. Um 13 und 15 Uhr finden

 
Museum Aargau

Licht ins Dunkel: Das farbige Mittelalter

Zurück zum Blog 08. Juli 2026 Kategorien Mittelalter Historische Kleidung Trug man im Mittelalter nur graue und braune Kleidung? Weit gefehlt! Eine Hommage an die Farbigkeit dieser Epoche. Das Klischee des "dunklen Mittelalters" hält sich in der breiten Bevölkerung und in der medialen Kultur hartnäckig – zum Frust von Historikerinnen und Historikern sowie anderen, welche sich mit dieser Epoche differenzierter auseinandersetzen. Wenn man im alltäglichen Kontext etwas als "mittelalterlich" bezeichnet, ist dies negativ geprägt und soll "rückständig" ausdrücken. Allerdings war das Mittelalter

 
Museum Aargau

5 faszinierende Fakten über römische Münzen

Zurück zum Blog 28. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Münzgeld verliert heutzutage zunehmend an Bedeutung. Römische Münzen waren bei den Römern hingegen das zentrale Zahlungsmittel und ermöglichten Einkäufe und Handel im ganzen Reich. Doch was macht römische Münzen so besonders und wofür wurden sie verwendet? "Pecunia non olet" – Geld stinkt nicht. Diese Redewendung geht auf Kaiser Vespasian zurück, der zur Finanzierung des Staates eine Steuer auf öffentliche Latrinen einführte. Als sein Sohn Titus die Moral dieser Steuer beanstandete, hielt Vespasian ihm Münzen

 
Schloss Lenzburg

Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung

Sonderausstellung Saison 2025/2026 Preis Im Eintritt inbegriffen 0 Sonderausstellung zur Pionierrolle in der Schweizer Museumspädagogik Schloss Lenzburg beleuchtet 2025/2026 in einer Sonderausstellung seine Pionierrolle in der Geschichtsvermittlung. Vor 50 Jahren arbeiteten hier erstmals Museumspädagoginnen und -pädagogen spielerisch mit Kindern – ein Novum in der Schweiz. In der kleinen Ausstellung "Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung" erzählen Pionierinnen und Pioniere, wie sie ab 1975 Geschichte zum Erlebnis für alle Sinne machten – mit feuerspeienden Drachen, verkleideten Gräfinnen

 
Schloss Wildegg

Museumswald

Museumswald Preis Eintritt frei Ort Der Museumswald befindet sich oberhalb des Spielplatzes bei Schloss Wildegg 0 Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert Der Museumswald von Schloss Wildegg zeigt die Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert: als Speisekammer, Holzlieferant, Weidefläche und Jagdrevier. Kern des Museumswaldes ist die Waldweide. Im Früh- und Spätsommer grasen hier Geissen, wie vor 200 Jahren. Führungen und Workshops lassen diese historische Waldnutzung lebendig werden und beleuchten die heute so aktuellen Themen Biodiversität und Naturschutz. Museumswald auf Schloss

 
Museum Aargau

Memory-Spiel: Die Bewohnerinnen und Bewohner von Schloss Lenzburg

Zurück zum Blog 04. August 2026 Kategorien 20./21. Jh. Quiz & Spiele Bevor Schloss Lenzburg in öffentliche Hand überging, lebten dort zahlreiche faszinierende Persönlichkeiten – von Künstlerinnen und Industriellen bis hin zu einem Polarforscher. In unserem Memory-Spiel lernen Sie einige davon kennen. Finden Sie alle Bewohnerinnen und Bewohner? ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN Saison 2026 Künstlerinnen, Industrielle und ein Polarforscher Die illustren Privatbesitzerinnen und -besitzer von Schloss Lenzburg Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale

 
Vindonissa Museum

Römischer Garten von Vindonissa

Preis: im Museumseintritt inbegriffen 0 Rekonstruierter Ziergarten des Legionskommandanten Der römische Garten beim Vindonissa Museum ist eine Oase der Ruhe und Sinnlichkeit. In den Beeten wächst eine bunte Pflanzenpracht, in den Brunnen und Becken plätschert das Wasser. Ein Säulengang umrahmt die 450 Quadratmeter grosse Anlage. Diese ist in ihrer Dimension einzigartig in der Schweiz. Im römischen Garten von Vindonissa wachsen rund 40 Pflanzenarten, die für Vindonissa archäobotanisch bezeugt sind. Die Architektur mit verspielten Beetumrandungen und Wasserspielen orientiert sich an antiken

 
Vindonissa Museum

Rätsel-Tour

Spiel-Tour für Kinder Geeignet für Ab 7 Jahre Preis Im Museumseintritt inbegriffen Dauer 45 Minuten Anmeldung Nicht erforderlich 0 Ab 7 Jahre – Mit der Schatzkarte durchs Museum Unser Archäologe vom Dienst, Walter Schussel, hat mal wieder von grossen Palästen und funkelnden Schätzen geträumt. Dabei hat er vergessen, wo er seine neusten Fundobjekte aus der letzten Ausgrabung hingelegt hat. Helft ihm, seine Objekte wieder zu finden und füllt die Lücken in seinem Tagebuch. Ein spannendes Rätsel für Gross und Klein! Auf zur Rätsel-Tour im Vindonissa Museum! Helft Archäologe Walter Schussel bei

 
Vindonissa Museum

Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe!

Spiel-Tour für Kinder Geeignet für Ab 8 Jahre Preis Im Museumseintritt inbegriffen Dauer 90 Minuten Anmeldung Nicht erforderlich Ab 8 Jahre – Löst Rätsel und entdeckt einen römischen Schatz Rätsel lösen und einen echten Schatz aus Vindonissa entdecken: Beim Rundgang "Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe" schlüpfen Besucherinnen und Besucher in verschiedene Rollen: Archäologe, Ausgräberin, Grabungstechniker, Restauratorin, Wissenschaftler oder Museumsdirektorin. An authentisch nachgebauten Schauplätzen wie dem Grabungszelt, im Grabungscontainer, im Labor oder im Archiv warten knifflige

Gradian

Museumsblog

Das Einhorn – ein Wesen mit vielen Bedeutungen

Das Einhorn trug im Laufe der Geschichte viele Bedeutungen. In der heutigen Popkultur ist es ein Symbol für Unterschiedliches, darunter Weiblichkeit, Kindheit und Selbstermächtigung.

Heutzutage kaum vorstellbar, aber bis in die Frühe Neuzeit glaubten die Menschen, dass es Einhörner wirklich gibt. Heute ist die Mehrheit sich einig: Das Einhorn ist ein Fabelwesen. Mit den Worten des Dichters Rainer Maria Rilke ausgedrückt: “O dieses ist das Tier, das es nicht giebt.” Als echtes Tier gibt es das Einhorn nicht. Doch es bevölkert unsere Fantasie, die Popkultur und die Ladenregale. Hierbei hat es vielfältige Bedeutungen, denen wir im Blog auf den Grund gehen.

Symbol für Weiblichkeit

Früher brachten die Leute das Einhorn eher mit Männlichkeit in Zusammenhang, heute öfters mit Weiblichkeit. Auf gegenwärtigen Bildern hat es meist feminine Züge – etwa lange Wimpern. Farblich kommt es oft mit rosa oder violetten Elementen, z. B. mit rosa Mähne, daher. Diese Farben gelten als (stereo-)typisch für Frauen und Mädchen. In der Modeindustrie ist das Einhorn äusserst präsent. Es ziert etliche Kleidungsstücke für Mädchen.

Kindlichkeit und Kindheit

Neben Weiblichkeit assoziieren wir das Einhorn auch mit Kindlichkeit und Kindheit. Auf Bildern ist es oft bunt, niedlich und glitzernd dargestellt. Es ist umgeben von Regenbogen. In Kinderzimmern tummeln sich Einhorn-Plüschtiere und -figuren zu Hauf.

Zeichen für Ermächtigung

Das Einhorn ist auch ein Symbol für Ermächtigung. Für die LGBT+-Community gilt es, zusammen mit der Regenbogenflagge, als Zeichen für sexuelle Vielfalt. In den sozialen Medien nutzt es auch die Body-Positivity-Bewegung, die eine positive Einstellung gegenüber allen Körpern verbreitet. Jeder Körper ist für sie so einzigartig und gut wie das Einhorn. So verleiht etwa ein Meme mithilfe des fabelhaften Wesens weiblichen Achselhaaren ein positives Image. Das Einhorn als Symbol hilft also, gegenwärtige Normen aufzubrechen. Es steht für Diversität und Einzigartigkeit.

Realitätsflucht und -umdeutung

Manchen hilft das Einhorn dabei, dem ab und an tristen Alltag zu entkommen. Sie tauchen in eine heile, unbekümmerte und kindliche Welt ein. Das fabelhafte Wesen verspricht nämlich Fröhlichkeit und ein positives Lebensgefühl. So entfliehen etwa Erwachsene in Einhorn-Verkleidung an der Fasnacht dem Alltag. Es hilft auch, die Realität umzudeuten. So findet die oft negativ gedeutete Menstruation in Form von Stoffbinden mit fröhlichen Einhörnern einen positiven Neuanstrich.

Witz und Satire

Das fabelhafte Wesen hat auch eine lustige Seite. Beim sogenannten "Unicorning" lässt sich eine Person mit Einhorn-Maske an einem öffentlichen Ort fotografieren. Dabei entstehen komisch-absurde Szenen. Ein Foto zeigt etwa eine Golferin mit Einhorn-Maske beim Abschlag. Die kurzen Animationsfilme von Jason Steele Charlie the Unicorn von 2005 parodieren Einhörner und deren Bedeutungen. So sind sie nicht wie üblich in anderen Filmen lieb und nett, sondern hinterhältig, nervig und genervt. Im Netz kursieren zudem etliche humorvolle Bilder wie beispielsweise dieses:

Einhorn – offen für viele Interpretationen

Das Einhorn bietet sich für verschiedene Interpretationen an. Das fantastische Wesen ist mal weiblich, mal kindlich besetzt. Es sorgt für Lacher oder das Abtauchen in eine heile Welt. Es steht für Vielfalt und Einzigartigkeit. Welche Bedeutungen hat das Einhorn für Sie?

Literatur:

  • Kaiser, Raphaela: Das popkulturelle Einhorn. Eine Diskursanalyse von Einhornbildern in sozialen Medien. (Masterarbeit). Klagenfurt 2019.

Von Sara Wenzinger

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