Schloss Wildegg

Im Schloss Wildegg durch Raum und Zeit

60 Allgemeine Schlossführung Um 1200 liessen die Habsburger Wildegg errichten. Die Familie Effinger verwandelte die Burg in die barocke Anlage, wie sie noch heute besteht. Streifen Sie durchs Schloss vom Keller bis unters Dach und entdecken Sie die adlige Wohnkultur, garniert mit Anekdoten über die ehemaligen Schlossherrschaften. Öffentliche Führung für Gruppen auf Schloss Wildegg: "Durch Raum und Zeit" (60Minuten). Allgemeine Schlossführung

 
Schloss Habsburg

Stammschloss einer Weltmacht

60 Einblick in die Blütezeit der Burg und den Aufstieg der Habsburger Auf diesem Rundgang durch den Turm und die Ruinen von Schloss Habsburg überblicken Sie ein Stück Weltgeschichte: Was als einfaches Steinhaus eines lokalen Adligen begann, hatte sich um 1100 zur monumentalen Doppelburg entwickelt. Kurz nachdem die Habsburger auch die Hintere Burg mit dem heute noch bestehenden Turm ausgebaut hatten, verliessen sie ihren Stammsitz, um zu einer der mächtigsten Herrscherfamilien Europas aufzusteigen. Öffentliche Führung auf Schloss Habsburg: "Stammschloss einer Weltmacht". Einblick in die Blütezeit

 
Schloss Wildegg

Heilkraft aus dem Garten: Salben selbst gemacht

Workshop für Gruppen 120 Rundgang im Kräutergarten und Salbe über dem Feuer kochen In früheren Zeiten ersparte der Kräutergarten oft den Gang zum Doktor. Auf einem Streifzug durch den Garten lernen Sie die Heilkraft ausgewählter Pflanzen kennen. Alte Hausmittelchen lassen sich einfach herstellen und anwenden. Rüsten Sie Ihren Apothekerschrank mit einer selbst gemachten Salbe aus. Workshop für Gruppen auf Schloss Wildegg: "Heilkraft aus dem Garten: Salben selbst gemacht". Rundgang im Kräutergarten und Salbe über dem Feuer kochen

 
Schloss Wildegg

Schweizer Schlössertag

420 Reisen in der Belle Époque Am 11. Schweizer Schlössertag öffnen über 30 Schlösser und Burgen in der ganzen Schweiz ihre Tore – mit spannenden Attraktionen rund um das Thema Reisen. Schloss Wildegg bietet mit dem Vortrag "Reisen in der Belle Époque" um 11, 14 und 16 Uhr spannende Einblicke in eine Zeit des Aufbruchs, als Dampfschiffe, Eisenbahnen, Kutschen, frühe Automobile und auch das Fahrrad neue Freiheiten eröffneten. Der Vortrag von Gabriela Gehrig, Historikerin und Geschichtsvermittlerin Museum Aargau, wird begleitet mit zeitgenössischen Fotografien und Reiseberichten aus den Jahren

 
Schloss Lenzburg

Schweizer Schlössertag

420 Attraktionen für die ganze Familie zum Thema Reisen Am 11. Schweizer Schlössertag öffnen über 30 Schlösser und Burgen in der ganzen Schweiz ihre Tore – mit spannenden Attraktionen rund um das Thema Reisen. Auf Schloss Lenzburg dreht sich alles um die faszinierenden Reisen früherer Schlossbewohnerinnen und -bewohner (Führungen um 11, 13 und 15 Uhr). Passend dazu zeigt ein Lederexperte handgefertigte Lederschuhe und -taschen. Besucherinnen und Besucher entdecken zudem im Museum 1000 Jahre Schlossgeschichte: Das Wohnmuseum etwa lädt zur Zeitreise vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert ein. Im

 
Schloss Habsburg

Schweizer Schlössertag

420 Attraktionen für die ganze Familie zum Thema Reisen Am 11. Schweizer Schlössertag öffnen über 30 Schlösser und Burgen in der ganzen Schweiz ihre Tore – mit spannenden Attraktionen rund um das Thema Reisen. Schloss Habsburg lädt um 11, 13 und 15 Uhr zu Spezialführungen mit Historiker Prof. Dr. Dieter Speck über die Habsburger und ihre Reisen im Mittelalter ein. Kinder können eigene Glücksbringer basteln – genau wie unsere Vorfahren, die sich früher auf gefährlichen Reisen mit einem Talisman geschützt haben. Eine kleine Ausstellung in der Burg gibt Einblick in die Bau- und Siedlungsgeschichte

 
Schloss Hallwyl

Schweizer Schlössertag

420 Attraktionen für die ganze Familie zum Thema Reisen Am 11. Schweizer Schlössertag öffnen über 30 Schlösser und Burgen in der ganzen Schweiz ihre Tore – mit spannenden Attraktionen rund um das Thema Reisen. Auf Schloss Hallwyl steht ein historischer Lastkahn (Weidling) aus dem 16. Jahrhundert im Rampenlicht. Ein Bootsbauer erzählt von seinem Handwerk. Kinder dürfen in der Schlossmühle ein eigenes kleines Boot basteln. Führungen (10:15, 12:30 und 14:00 Uhr) nehmen das Publikum zudem mit auf die spannenden Reisen der Familienmitglieder von Hallwyl. Ihre Wege führten an den französischen Hof, in

 
Legionärspfad Vindonissa

Ausbildung zum Legionär

Workshop für Gruppen 90 Marschieren und kämpfen wie die Legionäre von Vindonissa Lassen Sie sich von einem Legionär in die Kampftechniken der römischen Armee einweisen, marschieren Sie im Kettenhemd und mit den Waffen der Legionäre durch einen authentischen Parcours. Besuchen Sie die originalgetreu rekonstruierten Mannschaftsunterkünfte der Soldaten. Workshop für Gruppen im Legionärspfad Vindonissa: "Ausbildung zum Legionär". Marschieren und kämpfen wie die römischen Legionäre von Vindonissa!

 
Schloss Wildegg

Von Adler bis Eule: Greifvögel auf dem Schloss

50 Flug von Hand zu Hand und Spannendes zur Beizjagd im Mittelalter Falke, Eule oder Käuzchen: Sie sind die Stars dieses Tages. Der erfahrene Falkner und sein Team stellen die schönen Tiere vor und erklären ihre Besonderheiten. Bewundern Sie ausgewählte Vögel im Leinenflug und begegnen Sie den Tieren "federnah" auf ihrem Sitzstand. Greifvogel-Vorführung mit Eulen auf Schloss Wildegg. Flug von Hand zu Hand und Spannendes zur Beizjagd im Mittelalter.

 
Schloss Wildegg

Auge in Auge mit dem Falken

Workshop für Schulen Geeignet für 1. bis 9. Klasse, Kindergarten 50 1. bis 9. Klasse – Einen Falken „federnah“ erleben Auf Schloss Wildegg begegnen die Kinder einem Falken "federnah": Ein Falkner gibt Einblick in die uralte Beizjagd und erzählt, wie er Greifvögel züchtet, abrichtet und mit ihnen jagt. Ein Falke führt seine Flugkünste vor, indem er einigen Kindern direkt auf die behandschuhte Hand fliegt. Workshop für Schulen auf Schloss Wildegg: "Auge in Auge mit dem Falken" (1 Stunde). Geeignet für: 1. bis 9. Klasse. Einen Falken live erleben!

Gradian

Museumsblog

Die Geschichte der Kartoffel – und was der Aargau damit zu tun hat

In der Geschichte der Kartoffel gibt es interessante Verbindungen zum Aargau und insbesondere Schloss Wildegg. Der Blog zeigt, wie sich die frühere Zierpflanze zum Grundnahrungsmittel und – in Form von “Härdöpfeler” – zum Billigschnaps gemausert hat.

Die vorliegende Flasche stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und damit aus einer Zeit, zu der die Kartoffel bereits ein fest etabliertes Nahrungsmittel und verbreitetes alkoholisches Getränk geworden war. Die rustikale Umhüllung mit Stroh macht die Flasche stabil und haltbar; sie stammt ursprünglich aus der Region Seengen.

Die Flasche enthielt auf jeden Fall einst Schnaps und es ist gut vorstellbar, dass auch in solchen Flaschen der bekannte Kartoffelschnaps abgefüllt wurde. Doch bevor es so weit war, musste die Kartoffel auf dem Gebiet der heutigen Schweiz erst etabliert werden.

Die Kartoffel wurde auf dem Gebiet der Amerikas schon seit Jahrtausenden kultiviert und gelangte dann im Zuge der kolonialen Eroberungen auch nach Europa. Die Kartoffel erreichte die heutige Schweiz wahrscheinlich bereits Ende des 16. Jahrhunderts. Kultiviert wurde das neue Gewächs vorerst aufgrund seiner Blütenpracht, später wurde es Teil der botanischen Gärten.

Das "Kornland" Aargau: Skepsis gegenüber der Kartoffel

Hier spielte auch ein Standort von Museum Aargau eine wichtige Rolle. Denn unter der Anleitung von Bernhard Effinger (1658 – 1725) entstand auf Schloss Wildegg – angelehnt an die Hofgärten des europäischen Adels – der beeindruckende Schlossgarten. Die hier zu findende Pflanzenvielfalt war dabei prägend für die Garten- und Anbaukultur des Gebietes Aargau und machte Raum für das Anpflanzen von noch unbekannten Sorten. So soll es auch der Wildegger Schlossgarten gewesen sein, in dem die ersten Kartoffeln im Aargau blühten.

Aufgrund der Skepsis gegenüber der Knolle als Nahrungsmittel aber insbesondere aufgrund der Zehnt-Forderungen der Obrigkeiten wurde der grossflächige Anbau der Kartoffel jedoch vorerst abgebremst. Denn der Berner Aargau war sehr lange ein strategisches Anbaugebiet für Getreide. Mit den Getreideabgaben aus den Untertanengebieten stellte die Berner Regierung die Versorgung der Stadt sicher.

Die landwirtschaftliche Produktion war eng mit den Herrschaftsbeziehungen zwischen städtischen Obrigkeiten und ihren ländlichen Untertanen verknüpft: So schuldete auch der Aargau der Berner Herrschaft den Getreidezehnten.

Kartoffel gegen Weizen

Doch die stetig wachsende Bevölkerung musste ernährt werden. Fortschrittlichere Stimmen forderten Reformen in der Landwirtschaft. Zu den Erneuerungen zählte auch der Anbau neuer Nutzpflanzen. Allen voran: Die Kartoffel. Ausschlaggebend für den endgültigen Durchbruch der Knolle waren die Hungersnöte Ende des 18. Jahrhunderts und im beginnenden 19. Jahrhunderts. Im Vergleich zum Getreide hatte die Kartoffel eine wesentlich höhere Ertragsfähigkeit, was vor allem für Kleinbauern interessant war.

In diesen Krisenzeiten trug die Kartoffel wesentlich zur Subsistenzsicherung der besitzarmen Bevölkerungsschichten bei. Im Zuge der Agrarreformen wurde das Zehntrecht aufgehoben und die Kartoffel fand Einzug in die Fruchtwechselwirtschaft. Auch auf dem Schloss Lenzburg war lange ein strategisch wichtiges Kornhaus eingerichtet, dass für die Lagerung des Getreides bedeutend war. Weil vorerst nur das Getreide besteuert war, bremste die Regierung den Anbau anderer Pflanzen wie der Kartoffel aus Angst vor Einbussen bei den Getreideinnahmen aus.

 

Der "Härdöpfeler": Billigschnaps für die Massen

Im 19. Jahrhundert erfolgte dann endgültig der Durchbruch zum Grundnahrungsmittel. Verbesserungen in der landwirtschaftlichen Produktion führten gar zu Überschüssen. Im Zusammenspiel mit neuen Brenntechnologien boomte der "Härdöpfeler". Der Kartoffelschnaps war als billiges Rauschgetränk äusserst beliebt. Das erste Alkoholgesetz (1884) und die Abstinenzbewegungen versuchten, der sogenannten "Kartoffelschnapspest" entgegenzuwirken – mit mässigem Erfolg.

Die Agrarreformen, gute Erntejahre mit Produktionsüberschüssen sowie eine einfachere Brenntechnologie führten geradezu einen Boom der Schnapsproduktion herbei. Bereits in der alten Eidgenossenschaft waren alkoholische Getränke wie Wein, Obstwein und Bier sowie Obstschnaps und Branntwein durchaus beliebt und wurden reguliert. Mit dem Aufkommen des sogenannten "Härdöpfelers" erreichte der Alkoholkonsum aber neue Dimensionen.

Die Industrialisierung förderte diese Entwicklung ungemein, die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Manufakturen führten zu einer Steigerung im Schnapskonsum. Dieser war leicht verfügbar und billig. Mittlerweile ist der Härdöpfeler weitgehend aus dem Bewusstsein geschwunden und ist zunehmend von wohl etwas feineren Spirituosen verdrängt worden.

Die Kartoffel jedoch schreibt weiterhin Erfolgsgeschichte: In Form von Rösti gilt sie heute als Nationalgericht. Und: Herr und Frau Schweizer essen über 40 Kilo Kartoffeln pro Jahr.

Von Lukas Becker

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