Klosterhalbinsel Wettingen

Diskussionslabor: Fragen von heute ans Kloster von damals

Diskussionslabor für Schulen Geeignet für 4. bis 6. Klasse 90 4. bis 6. Klasse - Gesucht: Antworten auf Lebensfragen Nach einer kurzen Einführung ins Klosterleben dreht sich im Parlatorium – dem "Arch

 
Sammlungszentrum Egliswil

7. Helle Nacht: Vom Reblaus-Schreck zum Akku-Sprühgerät

60 Spezialführungen zum 150-Jahr-Jubiläum der Firma Birchmeier Sprühtechnik AG Museum Aargau lädt anlässlich der 7. Aargauischen Industriekulturnacht "Helle Nacht" zu zwei Spezialführungen durch das S

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Diskussionslabor: Philosophieren im Parlatorium

420 Gespräche über Wissen und Glaube Jeweils am Wochenende begrüssen Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wettingen die Museumsgäste im Parlatorium. Im "Archiv der Fragen" wird über Generationen

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Diskussionslabor: Frage am Sonntag

60 Gesprächsrunde im "Archiv der Fragen" Im Parlatorium der Klosterhalbinsel Wettingen laden Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wettingen für eine Stunde zum Diskutieren ein. Sie philosophiere

 
Vindonissa Museum

Römertag Vindonissa 2026

420 Wagenrennen, Gladiatoren und viel Spektakel beim Amphitheater Vindonissa Erleben Sie am Römertag Vindonissa rasante Wagenrennen und dramatische Gladiatorenkämpfe: Beim Amphitheater Windisch treten

 
Schloss Hallwyl

Ausgebucht: Saisoneröffnung Museum Aargau 2026

120 Start in die Saison 2026 mit mittelalterlicher Musik Museum Aargau startet mit einem feierlichen Eröffnungsanlass in die Saison 2026. Auf Schloss Hallwyl spielt mittelalterliche Musik auf – wer Lu

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Heilkräuter-Workshop im Klostergarten

120 Heilpflanzen kennenlernen und einen eigenen Heiltrunk herstellen Erleben Sie mit allen Sinnen die Heilkraft in den historischen Gärten der Klosterhalbinsel Wettingen. Der Workshop beginnt mit eine

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Heilpflanzen früher und heute

60 Heilpflanzen im Medizinalgarten entdecken Die Naturheilpraktikerin und Phytotherapeutin Jeannine Blum nimmt Sie mit auf einen sinnlichen Rundgang zum Medizinalgarten und Krankenhaustrakt des Kloste

 
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Schlosswirtin Alice Mattenberger schenkt ein

45 Szenische Führung mit der letzten Bewohnerin der Habsburg Die legendäre Schlosswirtin Alice Mattenberger (1901-1988) wohnte als Letzte im Schloss. 45 Jahre lang verköstigte sie ihre Gäste nicht nur

 
Schloss Hallwyl

Von der Wasserburg zum Baudenkmal

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Neue Funde aus Vindonissa: 7 Schätze im Schaufenster

Die Kantonsarchäologie Aargau präsentiert in der Vitrine AKTUELL im Vindonissa Museum Kostbarkeiten aus Grabungen im antiken Vindonissa im heutigen Raum Windisch. Jeder Fund erzählt eine eigene Geschichte. Die Ausstellung läuft bis November 2021.

 



Fibel mit kleinen Tierfiguren

Die vergoldete Fibel ist ein besonderes Einzelstück, das vielleicht einst von einem Kind getragen wurde. Sie ist ein handwerkliches Meisterwerk: Einerseits besitzt sie einen aussergewöhnlichen Drehverschluss anstelle einer einfachen Nadelrast. Andererseits ist sie mit kleinen, fein ausgearbeiteten Tierfiguren verziert. Man muss schon sehr genau hinschauen, um die beiden Tierarten zu erkennen: Es ist ein Nagetier, vermutlich ein Siebenschläfer und eine Zikade.

Zikaden waren in der Antike Symbole für den Gesang, die Unbeschwertheit und das ewige Leben. Sie waren auch Sinnbilder für die Jugend. Die kleinen Nagetiere sind nachtaktive Tiere, während Zikaden tagsüber singen. Wird mit der Gegenüberstellung der der beiden Tierarten vielleicht auf den Gegensatz zwischen Tag und Nacht hingewiesen?

  • Material: Buntmetall mit Resten von Goldfolie; Länge 3,5 cm
  • Auf der Bügelmitte aufgesetzt die verkürzte Darstellung zweier Nagetiere; auf der Seite je eine Zikade
  • Datierung: Im 1. Jahrhundert n. Chr. im nordöstlichen Adriaraum

Glasgemme mit Resten einer Goldauflage

Sie ist die erste ihrer Art in Vindonissa: Die Glasgemme war einst mit Goldfolie belegt. Schmucksteine aus Glas oder Stein mit eingeschnittenem Bild konnten zum Siegeln verwendet werden. Diese aufwändig gearbeitete Glasgemme war einst mit einer dünnen Goldfolie bedeckt und deshalb nicht zum Siegeln geeignet. Umso bedeutungsvoller ist ihr eingeschnittenes Bild. Die weidenden Rinder erinnern an das Idyll eines ländlichen, goldenen Zeitalters, das in der zeitgleichen Dichtung beschrieben wird. Dass die Rinder durch die Folie einst wie aus Gold erschienen, unterstreicht diesen Bezug.

  • Material: Grünes Glas mit blau-weissem Glasstreifen; Reste von Goldfolie; Länge 1,7 cm
  • Eingraviert zwei hintereinanderstehende Rinder
  • Hergestellt zur Zeit des Kaisers Augustus (28 v. Chr. bis 14 n. Chr.)
  • Ungereinigt, damit die Goldfolienreste erhalten bleiben
  • Erster bekannter Bodenfund, der Goldfolie auf Gemmen belegt

Salbgefäss in Form eines sitzenden Löwen

Tonbalsamarien in Tierform waren im 1. Jahrhundert sehr beliebt. Darin verwahrte man wohlriechende Essenzen. Bis heute sind aus Vindonissa fünf Gräberfelder bekannt. Die 2012 entdeckte Nekropole am Remigersteig von Brugg lieferte einzigartige Funde, darunter verschiedene Balsamarien für wohlriechende Salben.

Um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. waren Tonbalsamarien in Tierform sehr beliebt. Diese waren grün oder gelb glasiert, was durch den Zusatz von Blei- oder Kupferoxiden erreicht wurde. Wahrscheinlich wollte man die Gefässe wie oxidierte Metallgefässe aussehen lassen und sie so wertvoller machen. Die in ihnen aufbewahrten wohlriechenden Öle wurden in der Körperpflege verwendet und bei Bestattungsriten eingesetzt. Die Gefässe wurden anschliessend neben der verstorbenen Person auf dem Scheiterhaufen deponiert und weisen deshalb häufig starke Brandspuren auf.

  • Material: Mit Bleiglasur überzogenes Tongefäss; Höhe 7 cm
  • In Hohlform hergestellt
  • Produziert in Gallien um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr.
  • Mit starken Brandspuren
  • Aus einem Brandgrab des Gräberfeldes Brugg-Remigersteig

Figur einer Schlange

Eine kleine Schlangenfigur stand wohl einst in einem Hausheiligtum in Vindonissa. Das Verhältnis des antiken Menschen zu seinen vielen Gottheiten war unmittelbar, vielfältig und allgegenwärtig. Geweihte Götterbilder und Statuetten zeugen davon.

Die Schlangenfigur dürfte einst zusammen mit Götterfiguren in einem kleinen Hausheiligtum in Vindonissa gestanden haben. Dafür sprechen vergleichbare Funde aus Pompeji oder der Villa von Scafati in Italien. Schlangen sind Begleiter der Göttin Minerva und des Heilgottes Aesculap und stehen im Hausheiligtum als Sinnbild für die Schutzgottheiten.

  • Material: Buntmetall (Bronze-Legierung); Länge 17 cm
  • Reste von Lotspuren an der abgeflachten Unterseite, wohl von Montage auf einem Sockel
  • Datierung: vermutlich 1. Jahrhundert n. Chr.

Ein spätrömischer Helm

Ein unscheinbares Objekt: der Nasenschutz eines Helmes ist ein wichtiges Zeugnis. Trotz seines unscheinbaren Aussehens ist dieser Nasenschutz von grosser Bedeutung: Solche Schutzelemente finden sich an römischen Helmen erst im 4. Jahrhundert n. Chr. Zu jener Zeit war das Legionslager von Vindonissa jedoch längst aufgelassen.

Offenbar zeugt dieser Helm von einer zumindest periodischen Anwesenheit von römischem Militär. Ein zunächst wenig auffälliges Fundstück wirft so neue Fragen zur Geschichte von Vindonissa auf.

  • Material: Eisen; Länge 8,5 cm. Ursprünglich wohl mit vergoldetem Silberblech überzogen
  • Datierung: 4. Jahrhundert n. Chr.
  • Zustand: Von Korrosion freigelegt und von Mineralsalzen befreit
  • Bedeutung: Belegt das Vorhandensein von Militär in Vindonissa in der Spätantike

 

Ein griechischer Frauenname

Eine griechisch schreibende Frau ritzt im 1. Jahrhundert n. Chr. ihren Namen auf einen Teller. Ein seltenes Zeugnis. Die Ritzinschrift ist unvollständig erhalten: Im ersten Wort ist der griechische Frauenname "Tryphe" ("Zarte" oder "Üppige") zu lesen. Ein seltener Name, der in Rom vereinzelt für aus dem Osten stammende Sklavinnen oder Freigelassene belegt ist. Eingeritzte Besitzerinschriften auf Geschirr sind relativ gängig. Dass wir hier wohl die Handschrift einer griechisch schreibenden Frau vor uns haben, ist hingegen selten. Es ist neben einer Ritzinschrift auf Wandverputz erst der zweite Beleg für griechische Schrift in Vindonissa.

  • Material: Keramik (Terra Sigillata); erhaltene Länge 10,9 cm
  • Ritzinschrift: Schriftzeichen radial im Standring; griechische Grossbuchstaben TΡΥΦΕΙ AK; Worttrennung zwischen den Buchstaben I und A
  • Datierung: 1. Jahrhundert n. Chr.
  • Bedeutung: Belegt Anwesenheit einer griechisch sprechenden Fremden in Vindonissa

Goldmünze des Kaisers Tiberius

Römische Goldmünzen werden bei regulären Ausgrabungen ganz selten gefunden. Denn eine solche Münze, die mehr als den Monatslohn eines Legionärs ausmachte, ging nicht einfach verloren.

Das Recht zum Prägen von Münzen lag beim Kaiser. Die Forschung geht davon aus, dass Gold- und Silbermünzen dieses Typs in der Münzprägestätte in Lyon (F) geprägt wurden. Durch den Fund eines Prägestempels in Vindonissa im Jahr 2004 stellen sich neue Fragen: Ist bei der Versorgung des Militärs mit Geld auch mit mobilen Prägestätten zu rechnen?

  • Gold
  • Durchmesser 1,9 cm
  • Vorderseite: Kopf des Kaisers Tiberius mit Lorbeerkranz; TI CAESAR DIVI AVG F AVGVSTVS (Tiberius Caesar Augustus, Sohn des göttlichen Augustus)
  • Rückseite: Sitzende weibliche Figur, Lanze in der einen, Zweig in der anderen Hand; PONTIF MAXIM (Oberster Priester)
  • Geprägt unter Kaiser Tiberius (14–37 n. Chr.); Adoptivsohn des Kaisers Augustus
Von Kantonsarchäologie Aargau

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