Legionärspfad Vindonissa

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Legionärspfad Vindonissa

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IndustriekulTour Aabach

Industrieller Wandel in Wildegg

Preis Kostenlos Start Schloss Wildegg (Eingang) Ende Flussmündung Aabach-Aare (Nähe Bahnhof Wildegg) Länge 2 Kilometer Dauer 60 bis 90 Minuten Die Adlige Sophie von Erlach-Effinger erzählt Begleiten Sie Sophie von Erlach-Effinger auf dem Weg nach Wildegg. Auf dem Weg erfahren Sie, wie Politiker und Fabrikbesitzer Wildegg als Industriestandort prägten. Die Tour führt auf 2 Kilometern vom Schloss den Schlossweg entlang, über die Lauéstrasse und den Wehrkanal zur Bruggerstrasse. Von dort geht es zur Mündung des Aabachs in die Aare. Die Tour dauert je nach Lauftempo 60 bis 90 Minuten. IndustriekulTOUR Aabach: Tour "Industrieller Wandel in Wildegg". Die Adlige Sophie von Erlach-Effinger erzählt. Jetzt App downloaden!

 
IndustriekulTour Aabach

Industrie-Alltag in Niederlenz

Preis Kostenlos Start Niederlenz, Wildeggerstrasse 14 (gegenüber beim Aabach) Ende Niederlenz, Dorfrain 19 Länge 1 Kilometer Dauer 50 bis 70 Minuten Johann erzählt Begleiten Sie den 12-jährigen Johann, ein Kind aus der Arbeiterschicht, durch Niederlenz. Auf dem Weg gibt Johann Einblick in seinen Alltag, der geprägt war von der Industrialisierung. Die Tour führt auf 1 Kilometer dem Aabach entlang, über das ehemalige Fabrikgelände von Johann Caspar Brunner und den alten Dorfkern bis zu einem alten Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert. Je nach Lauftempo dauert die Tour 50 bis 70 Minuten. IndustriekulTOUR Aabach: Tour "Industrie-Alltag in Niederlenz". Johann erzählt. Jetzt App downloaden.

 
IndustriekulTour Aabach

Eine Industrie-Dynastie aus Lenzburg

Preis Kostenlos Start Müllerhaus Lenzburg, Bleicherain 7 Ende Stadtkirche Lenzburg Länge 2 Kilometer Dauer 60 bis 90 Minuten Gottlieb Hünerwadel erzählt Begleiten Sie den Geschäftsmann und Politiker Gottlieb Hünerwadel durch seine Heimatstadt Lenzburg. Auf dem Weg erfahren Sie, wie die Familie Hünerwadel das Zeitalter der Industrialisierung in Lenzburg prägte. Die Tour führt auf 2 Kilometern von seinem Wohnhaus – dem heutigen Müllerhaus – am Aabach entlang, über den Hünerwadelplatz und das Rathaus bis zur Stadtkirche Lenzburg. Je nach Lauftempo dauert die Tour 60 bis 90 Minuten. IndustriekulTOUR Aabach: Tour "Eine Industrie-Dynastie aus Lenzburg". Geschäftsmann und Politiker Gottlieb Hünerwadel erzählt. Jetzt App downloaden.

 
IndustriekulTour Aabach

Porträt

IndustriekulTOUR Aabach ist der erste virtuelle Museumsraum im Kanton Aargau. Dieser lädt ein zu verschiedenen Touren am Aabach in Lenzburg, Niederlenz und Wildegg. Entdecken Sie bereits verschwundene Bauten und hören und sehen Sie Geschichten aus der industriellen Blütezeit entlang des Aabachs. Die Audiotouren thematisieren die Industrialisierung und ihre Auswirkungen und machen Verbindungen zu Gegenwartsthemen. App herunterladen und Tour starten App Store (iPhone, iPad) Google Play Store (Android) Ein Kooperationsprojekt IndustriekulTOUR Aabach ist eine Kooperation von Museum Aargau, Museum Burghalde und dem Verein Industriekultur Aabach.

 
Vindonissa Museum

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Museum Aargau

Impressum

Organisation Kanton Aargau Departement Bildung Kultur und Sport Museum Aargau Effingerweg 5 CH-5103 Wildegg Telefon 0848 871 200 E-Mail: museumaargau(at)ag.ch Webangebot Technische Umsetzung, Weiterentwicklung & Hosting: .hausformat GmbH, Aarau © Copyright – Alle Inhalte, insbesondere Texte und Fotografien sind urheberrechtlich geschützt.

 
Museum Aargau

Historische Küchenhelfer: Schweizer Alltags-Erfindungen

Zurück zum Blog 18. November 2025 Viele Helfer, die wir täglich benutzen, sind Schweizer Erfindungen. Ob in der Küche, beim Frühstück oder beim Verpacken: kleine Ideen aus der Schweiz haben unseren Alltag nachhaltig verändert und sind heute auf der ganzen Welt im Einsatz. Ein Blick auf einige dieser Innovationen zeigt, wie viel Erfindergeist in unserem Land steckt. Ein Blatt Aluminiumfolie, Tony Webster © Wikimedia Commons Die Aluminiumfolie – ein weltweiter Küchenklassiker aus dem Aargau Wer kennt sie nicht: die glänzende, dünne Folie, die Speisen frisch hält, Aufläufe abdeckt und Grillgut schützt. Am 15. April 1905 erhielt der Aargauer Unternehmer Heinrich Alfred Gautschi (1871–1955) das Patent für die Herstellung von Aluminiumfolie. Sein sogenanntes Paket- oder Buchwalzverfahren bestand darin, dünne Bleche immer wieder zu teilen, übereinanderzulegen und erneut zu walzen, bis ein Paket aus 64 Lagen entstand. Das Resultat war bahnbrechend – eine reissfeste und zugleich flexible Folie, die sich leicht formen liess. Heute ist Alufolie in praktisch jedem Haushalt der Welt zu finden – und doch stammt die Ursprungsidee aus dem Aargau. Das Gemälde stammt vom österreichisch-schweizerischen Maler und Grafiker Rico Edelhofer (1892-1987), der ab 1936 in Lugano lebte und arbeitete. Porträt Alfred Gautschi, 1954, 81 x 59.7 cm, Öl auf Leinwand, Holzrahmen, Inv.-Nr.-K-18755 © Museum Aargau Das Porträt zeigt Heinrich Alfred Gautschi (1871–1955), Gründer der Aluminiumwarenfabrik Gontenschwil AG. Gautschi übernahm 1897 eine mechanische Werkstätte, aus der 1905 die Aluminiumwarenfabrik Gontenschwil AG hervorging. Er patentierte am 15. April 1905 seine innovative Walztechnik zur Herstellung von Aluminiumfolien und diversifizierte die Produktion erfolgreich: Neben Aluminiumwalzprodukten entstanden Küchenartikel, Bauteile für Häuser und Komponenten für die Luftfahrtindustrie. Gautschis Firma entwickelte sich zu einem bedeutenden Unternehmen und ist heute Teil der Alu-Menziken-Gruppe. Zellophan – der durchsichtige Schutz aus Zürich 1908 entwickelte der Zürcher Textilingenieur Jacques Brandenberger (1872-1954) das Zellophan. Auf der Suche nach einem transparenten, schützenden Überzug experimentierte er mit verschiedenen Materialien und versuchte, flüssige Viskose auf Stoff aufzutragen. Das Ergebnis war jedoch ein steifer Stoff, nicht das gewünschte flexible Material. 1917 übertrug Brandenberger sein Patent an die Firma La Cellophane und wurde deren Geschäftspartner. 1926 schloss La Cellophane eine Vereinbarung mit Du Pont ab, die die Lizenzfertigung von Zellophan in den Vereinigten Staaten und den Vertrieb in Nord- und Mittelamerika regelte. Du Pont Cellophane Werbung, 1950sUnlimited, © Wikimedia Commons Bircher-Raffel aus dem Aargau – das Originalwerkzeug fürs Birchermüesli Das Birchermüesli ist ein weltbekanntes Schweizer Frühstück, das um 1900 vom Aargauer Arzt und Ernährungsreformer Dr. Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867–1939) erfunden wurde. Dr. Bircher-Benner war überzeugt, dass eine rohköstliche Ernährung die Gesundheit stärkt. Um Äpfel, Nüsse und Gemüse für seine Rezepte vorzubereiten, benötigte er ein robustes Küchenwerkzeug – die Bircher-Raffel. Nur wenige wissen, dass auch diese spezielle Raffel auf Bircher-Benner zurückgeht. Mit ihr liess sich das Birchermüesli erstmals in seiner typischen Form zubereiten. Bircher-Raffel, 1945, 29 x 11.5 x 0.5 cm, Chromnickelstahl, Inv.-Nr.-K-21572, © Museum Aargau Diese Bircher-Raffel wurde von der Firma Egro (Egloff & Söhne) in Niederrohrdorf hergestellt. Das Unternehmen wurde 1849 von Kastor Egloff als kleine Blechwarenwerkstatt gegründet und produzierte zunächst einfache Haushaltsgeräte wie Kellen und Kannen. 1926 brachte Egro die Bircher-Raffel auf den Markt, die Bircher-Benners Ernährungsreform für den Alltag praktikabel machte und das Frühstück nachhaltig prägte. Später entwickelte sich die Firma zu einem führenden Hersteller professioneller Kaffeemaschinen – heute steht Egro für über 170 Jahre Schweizer Innovationsgeist. Der Sparschäler – dünn geschält, dick gespart Kaum ein Küchenwerkzeug ist so schlicht und doch so genial wie der Sparschäler. Statt mühsam mit dem Messer Kartoffeln oder Karotten zu schälen, gleitet seine Klinge hauchdünn über das Gemüse – und spart nicht nur Zeit, sondern auch wertvolles Fruchtfleisch. Noch heute gehört der Sparschäler zu den meistverkauften Küchenhelfern der Schweiz – und ist längst ein Exportschlager. Wer ihn einmal benutzt hat, will ihn nicht mehr missen. 1948 patentierte der aus Davos stammende, amerikanisch-böhmische Erfinder Alfred Neweczeral (1899-1959) ein Schälgerät für Kartoffeln, Gemüse und Obst. Unter dem Markennamen “Rex” wurde der Sparschäler millionenfach verkauft und gilt bis heute als Klassiker. Sparschäler, erste Hälfte 20. Jh., 60 x 70 cm, Aluminium, rostfreies Blech, Inv.-Nr.-K-17096, © Museum Aargau Sein Erfolgsrezept: eine beweglich gelagerte Klinge, die den Konturen des Schälguts mühelos folgt. Ein gegenüberliegender Abstandshalter verhindert zu tiefem Schälen – daher der Name “Sparschäler”. Modelle mit beweglicher Klinge werden auch Pendelschäler genannt. Der Erfinder Alfred Neweczeral ist der Grossvater des heutigen Inhabers der Zena AG in Affoltern Am Albis, die das Modell “Rex” bis heute produziert – inzwischen über 60 Millionen Mal. Der Würfelzucker – eine süsse Schweizer Erfindung in Tschechien Im 19. Jahrhundert war das Kaffeetrinken noch eine ziemlich harte Angelegenheit. Zucker gab es nicht handlich verpackt, sondern in grossen, steinharten Zuckerhüten – oft bis zu 1,50 Meter hoch. Wer seinen Kaffee süssen wollte, musste die Hüte mit Hammer, Zange oder speziellen Zuckerbrechern zertrümmern. Das war nicht nur mühsam, sondern auch gefährlich: Verletzungen waren an der Tagesordnung. Zucker-Handzangen (Zuckerbrecher), früher 19. Jahrhundert, Zucker-Museum, Berlin, ©Wikimedia Commons Eine süsse Wendung nahm diese Plackerei 1841 in Tschechien. Dort erfand der aus Rheinfelden stammende Jacob Christoph Rad (1799-1871), Leiter einer Zuckerfabrik, den Würfelzucker – angeblich, weil sich seine Frau beim Zuckerbrechen verletzt hatte. Damit war Schluss mit der Zuckerhuthackerei und das Kaffeekränzchen wurde ein Stück bequemer. Der in Rheinfelden geborene Zuckerfabrikant Jacob Christoph Rad änderte dies 1841. Seine Frau beklagte sich über die mühsame Prozedur – worauf Rad den Zucker raspelte, anfeuchtete und in kleine Formen presste. Nach dem Trocknen entstanden die ersten handlichen Zuckerwürfel. Diese einfache, aber geniale Erfindung setzte sich rasch durch – bis heute sind Zuckerwürfel aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Diese einfache, aber geniale Erfindung setzte sich rasch durch – bis heute sind Zuckerwürfel aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Würfelzuckerverpackung mit Würfelzucker, Zuckermühle Rupperswil AG, um 1960, 5.4 x 19.5 x 11.2 cm, Kristallzucker, Karton, Inv.-Nr.-K-22440, © Museum Aargau Das Eierprüfgerät “Mirex” – nie wieder schlechte Eier Was heute skurril wirkt, war in den 1970er-Jahren eine echte Innovation: das Aargauer Eierprüfgerät “Mirex”. Mit einer integrierten Lichtquelle konnten Eier durchleuchtet werden – so sah man sofort, ob sie frisch waren oder ob sich bereits ein Keim gebildet hatte. Im Haushalt und in der Gastronomie war das eine kleine Revolution: keine bösen Überraschungen mehr beim Aufschlagen verdorbener Eier. Eier Prüfgerät MIREX Werbung, um 1970, A4, Karton, Inv.-Nr.-K-19081, © Museum Aargau Was heute skurril wirkt, war in den 1970er-Jahren eine echte Innovation: das Aargauer Eierprüfgerät “Mirex”. Mit einer integrierten Lichtquelle konnten Eier durchleuchtet werden – so sah man sofort, ob sie frisch waren oder ob sich bereits ein Keim gebildet hatte. Für Hausfrauen und Gastronomen war das eine kleine Revolution: keine bösen Überraschungen mehr beim Aufschlagen verdorbener Eier. Das “Mirex” wurde von der in Teufenthal ansässigen Firma Injecta AG entwickelt, die internationale Bekanntheit als Zulieferin für Marken wie Elna, Philips, Jura oder BMW erlangte. Neben industriellen Komponenten brachte Injecta unter dem Markennamen INCA auch eigene Produkte auf den Markt – darunter dieses Eierprüfgerät. Optisch erinnert es an einen übergrossen Kunststoff-Eierbecher, im Innern sorgt ein simples, aber effektives System aus Lampe und Spiegel dafür, dass die Luftblase im Ei sichtbar wird: je kleiner die Blase, desto frischer das Ei. Eier Prüfgerät MIREX, um 1970, 10.6 x 7.4 x 10.6 cm, Kunststoff, Inv.-Nr.-K-19081, © Museum Aargau Diese Alltagshelfer zeigen: Schweizer Industriegeschichte besteht nicht nur aus grossen Namen und Maschinen, sondern auch aus stillen, praktischen Erfindungen. Sie verkörpern den Einfallsreichtum und Unternehmergeist, mit dem Innovationen aus dem Aargau und aus der ganzen Schweiz ihren Weg in Küchen, Haushalte und Betriebe weltweit gefunden haben – und bis heute unseren Alltag prägen. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kommentare

 
Museum Aargau

Der römische Legionär und seine Ausrüstung

Zurück zum Blog 10. Oktober 2025 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Historische Kleidung Römerzeit Was gehört zur Kleidung und Ausrüstung eines römischen Legionärs? Marius Norbanius Cuniculus aus dem Legionslager Vindonissa zeigt Ihnen, wie sich ein römischer Fusssoldat für einen Marsch anzog und ausrüstete. Die Kleidung Die Tunika Am Oberkörper trugen die römischen Legionäre ein wadenlanges Hemd aus Wolle oder Leinen, die tunica . Vor allem in kälteren Regionen und Jahreszeiten wurden auch mehrere dieser Tuniken übereinander getragen. Nicht immer waren die Tuniken rot – das Farbspektrum reichte von weiss über rötlich-weiss, naturfarben bis hin zu braun. Bei Kälte konnte über die tunica zudem ein Mantel, eine paenula , übergeworfen werden. Die Hosen Auch Hosen gehörten zur Kleidung des römischen Legionärs. Zwar galt die Hose bei den Römern lange Zeit als barbarisches Kleidungsstück, trotzdem übernahmen sie diese mit der Zeit von ihren Gegnern. Die halblangen Hosen aus Wolle, feminalia genannt, gehörten vor allem in den nördlichen Provinzen zur Ausrüstung der Legionäre. Die Schuhe An den Füssen trug der römische Legionär eine Art Riemensandalen. Die caligae bestanden aus Rindsleder und die Sohlen waren durch bis zu 100 Eisennägeln verstärkt. Sie waren das Schuhwerk für alle Soldaten unterhalb des centurios, also des Befehlshabers einer centuria, einer hundertköpfigen Abteilung der römischen Legion. Im Sommer wurden die römischen Schuhe ohne Socken getragen, im Winter half man sich mit Fusslappen gegen die Kälte. Solche caligae wurden unter anderem auch bei Ausgrabungen in Vindonissa gefunden. Die militärische Ausrüstung Der Panzer und das Schwert Über der Tunika wurde ein Panzer getragen. Die häufigste Form war der Kettenpanzer. Genannt wurde der Kettenpanzer lorica hamata. Er bestand aus verflochtenen Ringen aus Eisen, seltener war er auch aus Bronze. Auch ein Schwert gehörte zur Ausstattung des Legionärs. Einige Legionäre tragen es auch am Gürtel um die Hüfte, andere an einem Schwertgurt über der Schulter. Der Gürtel Um die Hüfte befestigte der römische Legionär einen metallbeschlagenen Gürtel aus Leder, die cingula . An der cingula wurden die Waffen, also der Dolch und manchmal auch das Schwert, befestigt. Dieser Gürtel war das deutlichste Kennzeichen des Soldaten und diente auch der Ausweisung des Soldatenstandes. Im militärischen Dienst war es deshalb Pflicht, mindestens den Gürtel und einen Dolch, pugio genannt, zu tragen. Das Helmfutter Auf den Kopf des römischen Legionärs gehörte ein Helm und das dazugehörige Helmfutter. Ein Helmfutter aus Textilien wie Stoff, Filz, oder auch aus Leder, wurde benötigt, um den Metallhelm sicher und bequem tragen zu können. Der Helm Die Metallhelme der Legionäre änderten mit der Zeit ihre Form. Die bekannteste Form ist der Typ Weisenau. Überreste dieses Helmtyps wurden auch in Vindonissa gefunden. Der Schild Um marschbereit zu sein, rüstete sich der römische Legionär zusätzlich mit seinem Schild aus. Das scutum , wie es genannt wurde, war ebenfalls ein typisches Erkennungsmerkmal der Legionäre. Die Schilde bestanden aus Holz, Leder, Filz, Stoff und Metallbeschlägen und wurde mit wasserlöslichem Knochenleim zusammengehalten. Weil es dadurch sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit war, wurde es auf dem Marsch mit einem reichlich eingefetteten Lederüberzug geschützt. Überreste von solchen Überzügen, der tegimenta , wurden auch in Vindonissa gefunden. Der Wurfspeer Als zusätzliche Waffe trugen die römische Fusssoldaten über der Schulter einen langen Wurfspeer, das pilum . Dieses gilt heute als eine der römischen Nationalwaffen. Es war etwa 7 römische Fuss lang (ca. 2,1 Meter) und konnte über 4 Kilogramm wiegen. Das Marschgepäck Mit auf den Marsch nahmen die römischen Legionäre auch immer etwas Marschgepäck. Befestigt wurde das Gepäckbündel, die sarcina , an einem Tragkreuz, der furca . Diese wurde während des Marsches – wie das pilum – auf der Schulter getragen. Zum Gepäck der sarcina der Legionäre gehörte unter anderem eine Ledertasche für kleinere und persönliche Gegenstände wie Löffel oder Geld, ein Proviantnetz, eine Feldflasche sowie ein Eimer aus Bronze. Der römische Legionär führte also mit seiner kompletten Ausrüstung viele Gegenstände mit sich, sodass das Gesamtgewicht rund 45 Kilogramm betrug. So ausgestattet konnte er sich gut vorbereitet auf einen längeren Marsch begeben und war zudem auch für allfällige Kämpfe gerüstet. Weitere Blogbeiträge 11. Oktober 2023 Die Waffen der römischen Legionäre Was ist ein "pugio"? Was machten die Legionäre mit einem "pilum"? Über wie viele Geschütze verfügte eine Legion? In diesem Blogbeitrag… 23. März 2023 Quiz: Haben Sie das Potential zum Legionär? Nicht jeder Dahergelaufene konnte römischer Legionär werden. Was denken Sie? Haben Sie das Potential zum römischen Legionär? Machen Sie den… 23. März 2022 Das (Fladen-)Brot des römischen Legionärs – Rezept für panis militaris Panis militaris gehörte zur alltäglichen Kost des miles gregarius, des einfachen römischen Soldaten. Der Legionär und passionierte Bäcker… Von Samia Abdelgadir Von Samia Abdelgadir Samia Abdelgadir war 2021 Praktikantin in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Historische Kleidung Römerzeit Kommentare 15.10.2024 Dirk Wege Guten Tag! Was das Gewicht der Ausrüstung angeht, hat sich da nichts geändert. Es ist eher noch schwerer geworden. Insbesondere was die Kampfausstattung angeht. Das Gewicht schwankt aber von Soldat zu Soldat, weil es heutzutage keine Einheitsinfanterie mehr gibt, sondern so ziemlich jeder Soldat einer Gruppe zusätzlich zu seiner eigenen Ausrüstung noch einen Teil der Gruppenausrüstung wie z.B. eine Panzerfaust, eine Granatpistole oder ein Funkgerät trägt. Der größte Unterschied ist, dass man heute, zumindest wo das möglich ist, weite Strecken mit Kraftfahrzeugen zurücklegt. Es gibt aber auch Übungen, wo man weite Strecken nach alter Väter Sitte zu Fuß marschiert. Mit freundlichen Grüssen in die Schweiz Dirk Wege, Sanierungsverein Ravelin 2 e.V., Magdeburg

Gradian
Eine Frau steht mit einem Handy in der Hand an einem Fluss.
Eine Frau steht mit einem Handy in der Hand an einem Fluss.

IndustriekulTOUR Aabach

Virtuell durch die Industriegeschichte

Erleben Sie die Industriekultur am Aabach zwischen Lenzburg und Wildegg mit dem Smartphone: Die IndustriekulTOUR Aabach ist der erste virtuelle Museumsraum im Kanton Aargau. Treffen Sie Patrons und Fabrikarbeiter aus der Zeit der Industrialisierung!